Leben

Zero Waste – natürlich geht das auch unterwegs

von Jennifer Hollack

Zero Waste ist aktuell ein Trend, der die ganze Welt bewegt. Vereinfacht bedeutet es, dass der Müll radikal reduziert wird. Aber funktioniert das auch für Menschen, die ein modernes, mobiles Leben führen und ständig unterwegs sind?

Zero Waste – natürlich geht das auch unterwegs
Ganz nah an der Natur: Immer mehr Reisende wollen auch unterwegs Müll vermeiden. Foto: Unsplash/Dean Johns

Das erfahren Sie gleich:

  • Eine breite Bewegung versucht, jeglichen Müll zu vermeiden
  • Nachhaltigkeit lässt sich auch auf Reisen leben
  • Das sind die zehn besten Zero-Waste-Tipps

Müll, wohin das Auge blickt

Meerestiere, die sich in Plastikteilchen verfangen haben. Strände, an denen vor lauter Dreck kein Sand mehr zu sehen ist. Diese Bilder flimmern inzwischen fast täglich an uns vorbei. Das scheint zwar alles sehr weit weg, doch tatsächlich vermüllen wir selbst vor unserer eigenen Tür: Rechts und links der Autobahnen und Bundesstraßen liegt Müll, so weit das Auge reicht. In unseren Parks bedienen sich Eichhörnchen und heimische Vogelarten aus den prallgefüllten Mülleimern. Die immer stärker werdende Zero-Waste-Bewegung steuert dem entgegen. Zero Waste, das bedeutet ein Leben mit so wenig Müll wie möglich. Aber was ist mit Menschen, die ein modernes, mobiles Leben führen und ständig unterwegs sind? Können die auch nach dem Prinzip leben und Teil der großen Zero-Waste-Bewegung werden?

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Nachhaltigkeit in kleinen Schritten

Egal ob Pendler, Außendienstmitarbeiter, Reisende oder Hausfrauen und -männer – alle können ganz einfach auf Müll verzichten. Bei der Zero-Waste-Bewegung ist es gar nicht wichtig, von jetzt auf gleich nie wieder Müll wegzuwerfen. Wichtig ist, dass sich das Bewusstsein dahingehend verändert, nach und nach weniger Müll zu produzieren.

Nachhaltig reisen in der Bahn
Unterwegs in eine grüne Zukunft: Immer mehr Menschen leben nach dem Prinzip von Zero Waste Foto: Unsplash/John David Dela Peri

Das geht zu Hause los: Verzichten Sie auf Küchenpapier und greifen Sie stattdessen öfter mal zum Geschirrtuch. Oder nehmen Sie zum nächsten Einkauf einen Stoffbeutel mit und lassen Sie die Plastiktüte liegen. Selbst für Getränke in Plastikflaschen gibt es mittlerweile tolle Alternativen – zum Beispiel Getränkekästen mit Glasflaschen oder Wassersprudler, mit denen Sie Ihr Leitungswasser zur Selter machen können.

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Unterwegs mit Zero Waste

Was aber tun, wenn Sie ständig unterwegs sind und die Müllproduktion nicht wirklich unter Kontrolle haben? Selbst dann kann ein Reisender noch zum Zero-Wastler werden. Wer mittags gerne Sushi isst, besorgt sich seine eigenen Stäbchen, die nehmen in der Tasche nicht viel Platz weg.

Unterwegs mit Zero Waste
Thermoskanne statt Plastikbecher: Auch unterwegs können Reisende Müll leicht vermeiden. Foto: Andrew Welch/Unsplash

Wer viel unterwegs ist, sollte eine gewisse Grundausstattung bei sich haben.

Selbst beim Toilettengang im Restaurant oder an der Tankstelle können Sie auf Zero Waste achten, indem Sie immer ein Stofftuch dabei haben. Damit können Sie sich die Hände nach dem Waschen abtrocknen oder sie nach dem Essen säubern. Abends kommt es dann in die Wäsche und ist bald für den nächsten Einsatz bereit. Papiertücher und Servietten sind somit schon eingespart. Wer viel unterwegs ist, sollte also eine gewisse Grundausstattung bei sich haben. Zero Waste ist für jeden zugänglich, es bedarf einfach nur ein tieferer Blick in die eigenen Gewohnheiten und der Frage: Brauche ich das wirklich? Und wenn ja: Muss ich das danach gleich wegwerfen oder kann ich es noch benutzen?

Die besten Zero-Waste-Tipps für Reisende:

  • Verzichten Sie auf Strohhalme oder haben Sie einen eigenen aus Metall oder ähnlichem dabei
  • Sagen Sie an den Kassen vorab, dass Sie keinen Bon wünschen
  • Haben Sie Ihren eigenen Coffee-to- go-Becher in der Tasche
  • Benutzen Sie kein Plastikbesteck oder Geschirr, halten Sie einen mitgebrachten Behälter für Essensreste im Restaurant parat
  • Tauschen Sie Papiertücher gegen Stofftücher
  • Nutzen Sie Stoffbeutel statt Plastiktüte
  • Was Sie nicht mehr brauchen, können Sie verschenken oder verkaufen
  • Geschirrtücher eignen sich ebenso gut als Ersatz für Brötchentüten
  • Selbst warme Speisen wie Döner oder Pizza lassen sich darin einwickeln
  • Kaufen Sie sich Zahnbüsten aus Holz oder Bambus – die halten viel länger als Plastikbürsten

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