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Technik

Wie smart darf das Zuhause für die Kleinen sein?

von Leonie Butz

Kleine Unterstützer oder smarte Zwischenstecker im Zuhause können für Eltern mit Kindern praktisch sein – aber einige Geräte sind kontraproduktiv bis gefährlich.

Wie smart darf das Zuhause für die Kleinen sein?
Vorteile mit Vorsicht genießen: Das smarte Zuhause ist nur in Maßen geeignet für Eltern mit Kindern. Foto: Unsplash/Daiga Ellaby

Das erfahren Sie gleich:

  • Sperre im Herd und ein Bewegungsmelder fürs Flurlicht: Einige Smart-Home-Geräte sind für die Kleinen sinnvoll
  • Aber nicht jedes Gerät ist fürs Zuhause mit Kindern geeignet
  • Zu enger Kontakt zwischen smarten Geräten und Kindern kann gefährlich sein

Smartes Zuhause für die Kleinen

Der Herd scheint auf die Kleinen eine magische Anziehungskraft auszuüben. Oft liegt das an Ansagen der Eltern: "An den gefährlichen Geräten wird nicht gespielt!" Ein Verbot macht die Sache schließlich noch viel spannender. Wenn auch pädagogisch wertvolle Tricks nicht mehr helfen, die Kinder von der Herdplatte fernzuhalten, kann ein smartes Zuhause die Lösung sein.

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Mit smarten Zwischensteckern an Großgeräten, die für Kinder potenziell gefährlich sein können, können Eltern das Zuhause für die Kleinen sicherer machen. Damit lässt sich sicherstellen, dass die Geräte ausgeschaltet sind und auch ausgeschaltet bleiben, bis die Sperre über die Smart-Home-Steuerung wieder aufgehoben ist. Sinnvoll sind solche smarten Stecker nicht nur für den Herd, sondern auch für Geräte wie Waschmaschine, Trockner oder Spülmaschine.

Auch bei älteren Kindern können einige Smart-Home-Steuerungen sinnvoll sein. Ein Bewegungsmelder für das Flurlicht kann etwa sicherstellen, dass Kinder beim nächtlichen Toilettengang nicht im Dunkeln tappen und im schlimmsten Fall die Treppe herunterfallen. Und die smarte Zahnbürste kann Eltern helfen, den Überblick über das Zähneputzen der Kleinen zu behalten.

Smartes Zuhause für die Kleinen
Die zwei Seiten der Medaille eines vernetzten Zuhauses: Sicherheit versus Datenschutz. Foto: Unsplash/neonbrand

Datenschutz ist nicht das einzige Problem …

Während diese Anwendungen die Eltern unterstützen können, sind andere Geräte besonders für Kinder eher ungeeignet. Die ständige Überwachung der Kleinen mit einem smarten Gerät im Kinderzimmer etwa bereitet vor allem beim Datenschutz Probleme. Kritiker hatten jüngst ein solches System von Mattel so stark kritisiert, dass das Unternehmen das Gerät aus dem Sortiment entfernt hat. Ein zweiter Kritikpunkt galt außerdem dem menschlichen Wohl der Kinder. Die Kritiker befürchteten einen Verlust des menschlichen Kontaktes der Kleinen zu den Eltern und eine zu starke Bindung zu dem elektrischen Gerät.

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Der zu enge Kontakt zu smarten Geräten ist besonders bei kleinen Kindern eher gefährlich als hilfreich.

Und auch ein anderes smartes Gerät für Kinder geriet in die Kritik. In Deutschland verbot die Bundesnetzagentur die smarte Puppe Cayla, weil sie diese als Spionage-Gerät einstufte. Eigentlich sollte die süße Puppe sich mit dem Kind unterhalten. Wusste sie eine Antwort auf die Frage des Kindes nicht, suchte sie im Internet danach – via Bluetooth über das Smartphone. Und hier lag das Problem: Denn diese Verbindung war so unsicher, dass sich jeder per Bluetooth in die Puppe einwählen und das Kind so abhören konnte. Dafür benötigte es nicht einmal Hacker-Skills. Besitzer in Deutschland mussten die Puppe umgehend vernichten; selbst der Besitz war seitdem verboten.

Die smarten Geräte fürs Kinderzimmer zeigen: Der zu enge Kontakt ist besonders bei kleinen Kindern eher gefährlich als hilfreich. Aber einige Installationen im Smart Home können die Sicherheit der Kleinen deutlich verbessern. Bei der Einrichtung des smarten Zuhause sollten Eltern also immer auch die Kleinen im Blick haben. Ein wenig smart ist gut, zu viel smart kann ins Gegenteil umschlagen.

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