Technik

Wie eine Drohne unter Wasser: Elektrisches Mini-U-Boot

von
Carola Franzke

Teures Vergnügen: Dieses Mini-U-Boot kostet über eine Million Euro, sorgt aber für Unabhängigkeit unter Wasser.

Das U-Boot DeepFlight Dragon im Einsatz
Das Mini-U-Boot Dragon von DeepFlight ist nur vier Knoten schnell (7,4 km/h). Einen coolen Spoiler gibt es für die zahlungskräftige Kundschaft dennoch. Foto: DEEPFLIGHT

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie groß das Mini-U-Boot Dragon ist und was es kostet
  • Warum sich damit allerlei Meerestiere beobachten lassen
  • Wie der Hersteller lange Laufzeiten und viel Sicherheit garantieren möchte

Das neue Mega-Gadget für Superreiche ist ein zweisitziges Mini-U-Boot der Firma DeepFlight. Für gut 1,3 Millionen Euro kann man sich das Dragon U-Boot quasi als Zubehör zu seiner Hochseeyacht bestellen.

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Das kleine Unterwasserfahrzeug mit einem Gewicht von 1800 Kilogramm und etwa fünf Metern Länge bietet Platz für zwei Passagiere: Es sieht dabei fast aus wie ein schnittiger Formel Eins-Wagen.

Wie eine Drohne unter Wasser

Das Gefährt des kalifornischen Anbieters DeepFlight ist für eine intuitive Bedienung ausgelegt, sodass keine großen Vorkenntnisse zur Steuerung erforderlich sind. Software-Unterstützung sorgt für Stabilität, während der Fahrer des U-Bootes mit einem Hebel die Tauchtiefe und mit einem Joystick in der anderen Hand die Bewegungen vorwärts, rückwärts und seitwärts steuert.

Das Bewegungsprofil des kleinen U-Bootes soll dem einer Drohne ähneln, die sich unter Wasser fortbewegen kann. Es kann mit dem Elektroantrieb beinahe lautlos auf der Stelle schwimmen oder neben großen Fischen durchs Wasser gleiten. Der leise Elektroantrieb mit einem bürstenlosen Gleichstrommotor sorgt dafür, dass man der Unterwasserfauna besonders nahe kommen kann, ohne sie aufzuscheuchen.

DeepFlight Dragon schwimmt nach oben

Damit es möglichst einfach in der Handhabung ist, wurde das kleine U-Boot mit Sicherheitsvorkehrungen vollgepackt. Unter anderem verfügt es über positiven Auftrieb: Das bedeutet, wenn alle Systeme des DeepFlight Dragon versagen, schwimmt es an die Wasseroberfläche – für Tauchgänge dagegen ist Energie notwendig.

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Der LiFePO4-Akku mit einer Kapazität von 14 Kilowattstunden reicht für etwa acht Stunden Betrieb. Der DeepFlight Dragon kann zudem mit einer Notbatterie aufgerüstet werden, die bis zu 72 Stunden Energie liefern kann. So lange können die Lebenserhaltungssysteme laufen, wenn genug Strom da ist. Die Sauerstoff- und Kohlendioxid-Filter sind, wie auch die Kommunikations- und Sicherheitssysteme, doppelt vorhanden.

Das Sicherheitskonzept ist ebenso wie die Steuerung darauf ausgelegt, dass keine besonderen Vorkenntnisse nötig sind: DeepFlight zielt mit diesem Mini-U-Boot auf wohlhabende Kunden, die eine geheimnisvolle Unterwasserwelt individuell und unabhängig erleben wollen.

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