Elektromobilität

Stillgelegte Streetscooter: Erste Fahrzeuge wieder auf der Straße

von
Thomas Pitscheneder

Die Deutsche Post musste zeitweise auf 460 Elektrofahrzeuge von Streetscooter verzichten. Beim Betrieb konnte es zu plötzlichen Bränden kommen.

Streetscooter der Deutschen Post
Die Deutsche Post ist vielerorts bereits mit den E-Transportern von Streetscooter unterwegs. Doch einige Modelle machen offenbar Probleme – und sind damit sogar Lebensgefährlich. Foto: StreetScooter GmbH

Das erfahren Sie gleich:

  • Wo es bereits Brände der Streetscooter gab
  • Wie die Post ihre Mitarbeiter schützen will
  • Was mit betroffenen Fahrzeugen passiert

Zunächst als Forschungsprojekt begonnen, produziert Streetscooter heute elektrische Lieferwagen in Serie. Die Deutsche Post kaufte das Unternehmen im Dezember 2014, um die eigene Flotte schrittweise zu elektrifizieren. Zum Einsatz kommen die Fahrzeuge etwa beim Paketdienst DHL – zumindest in großen Städten.

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Doch offenbar gibt es große Probleme mit den Fahrzeugen, weshalb die Post zahlreiche Fahrzeuge zeitweise nicht mehr auf die Straßen ließ.

Post nimmt erste Fahrzeuge wieder in Betrieb

Nach einer genauen Überprüfung der Technik, lässt die Deutsche Post offenbar erste Fahrzeuge wieder auf die Straße. Das berichtet das Technik-Magazin "Golem" ohne genauere Nennung von Quellen. Wie es scheint, sind bei den entsprechenden Fahrzeugen zukünftige Brände auszuschließen. Eine Ausbesserung möglicher Mängel musste wohl nicht erfolgen.

Streetscooter: Transporter fingen zu brennen an

Im November vergangenen Jahres kam es bei zwei Fahrzeugen zu Bränden. Wie aus dem Nichts fingen die Streetscooter am 3. November in Singen und am 14. November in Teuchern Feuer. Zum Glück kamen die Fahrer dabei nicht zu Schaden. Laut dem Verbrauchermagazin "Plusminus" informierte die Deutsche Post AG darüber bereits in zwei Schreiben aus dem Dezember und Januar.

Darin wies die Post ihre Niederlassungen dazu an, die betriebliche Nutzung der Elektro-Transporter "auf das Nötigste" zu beschränken. Sollte es Anzeichen für einen möglichen Brand geben, sollen sich die Mitarbeiter sofort vom Fahrzeug entfernen. Schuld ist laut den Schreiben der Post die Batterie. Notwendige Verbindungsschweißungen in den Traktionsbatterien seien vom Vorlieferanten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durchgeführt worden.

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Post zieht Fahrzeuge komplett aus dem Verkehr

Offenbar war der Deutschen Post die Gefahr weiterer Brände dennoch zu hoch, weshalb sie betroffene Fahrzeuge kürzlich zeitweise stilllegte. Das ging aus dem Bericht von Plusminus hervor. Es handelte sich um Modelle des Typs "Streetscooter Work L" mit Baujahr 2018.

Insgesamt waren 460 Transporter betroffen. Diese sollten die Niederlassungen zwischenzeitlich durch andere Fahrzeuge ersetzen. Währenddessen sollte es zu einer Überprüfung der Akkus kommen. Die Post betreibt in ihrer Flotte aktuell mehr als 9000 Streetscooter. Weitere 6000 Modelle sind bereits bestellt.

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