Elektromobilität

Waymo plant eine riesige Flotte selbstfahrender Autos

von Marten Zabel

Waymo soll selbstfahrende Autos zu einem tragfähigen Geschäftskonzept entwickeln. Mit dem Plan für 20.000 neue Wagen wird das jetzt umgesetzt.

Ein Blick von oben auf New York; auf den Straßen sind viele Taxis zu sehen
Weniger Taxis und weniger Autos auf den Straßen von Großstädten wie New York: Dauerhaft könnte sich das Bild auf den Straßen radikal ändern, denn viele Hersteller setzen momentan auf selbstfahrende Autos, die auf einem Carsharing-Modell statt auf einem Kaufmodell basieren. Foto: CC0: Unsplash/Sammy Schuckert

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie Waymo in zwei Jahren 20.000 Neuwagen produzieren will
  • Wie die selbstfahrende Autos von Waymo zu Uber-Konkurrenz werden sollen
  • Warum Waymo die Aktie von Alphabet in neue Höhen treiben könnte

Wie Waymo in zwei Jahren 20.000 Neuwagen produzieren will

Bis 2020 will Waymo 20.000 neue Fahrzeuge auf die Straßen bringen. Der Ausbau der Flotte dürfte als Einstieg in den tatsächlichen Markt der selbstfahrenden Autos anzusehen sein – die Tests sind somit wohl vorbei.

Der neue Audi e-tron

Der erste rein elektrische SUV von Audi.

Zur Reservierung

audi.de/DAT-Hinweis

Dabei hat das Unternehmen mit Jaguar einen neuen Partner für die Lieferung dieser Fahrzeuge gewonnen: Die Neuwagen sollen vom elektrisch angetriebenen Modell I-Pace sein.

Elektromobilität und autonomes Fahren sind für viele Autohersteller ohnehin eng miteinander verknüpft – beispielsweise, weil Elektroautos künftig selbständig auf Parkplätze mit der Möglichkeit zum induktiven Laden fahren können und dabei gleich gereinigt werden.

Die aktuelle Generation von Waymos Testfahrzeugen besteht aus 600 selbstfahrenden Pacifica-Minivans aus dem Hause Fiat Chrysler, die mit einem Hybridantrieb ausgestattet sind. Die neue Jaguar-Flotte soll dazu eine Alternative bieten.

Wie die selbstfahrende Autos von Waymo zu Uber-Konkurrenz werden sollen

Bis die Fahrzeuge auf der Straße sind, muss Waymo allerdings noch einige Befugnisse einholen – und die Autos für den Selbstfahrbetrieb ausstatten.

Der Umbau auf einen autonomen Antrieb soll laut Waymo im österreichischen Graz geschehen. Dort kommen die entsprechenden Sensoren und Computersysteme ab Werk in die Fahrzeuge. Das ist ein Vorteil gegenüber den bisher verwendeten Wagen, die Waymo selbst nachrüstete.

Wenige Jahre nach der Ausgründung aus Google in ein eigenes Unternehmen unter dem Mutterkonzern Alphabet ist Waymo damit auf dem besten Weg, den Markt von Taxidienstleistern aufzumischen.

Ganz so hatte es zuletzt zumindest in einigen Ländern Uber getan, das per App quasi Privatautos zu Taxis gemacht hat und damit vielerorts traditionelle Unternehmen in Bedrängnis gebracht.

Warum Waymo die Aktie von Alphabet in neue Höhen treiben könnte

Nach eigenen Angaben könnte Waymo mit 20.000 neuen Autos täglich eine Million Fahrten durchführen. Damit wäre die Google-Schwester in vielen Städten eine ernstzunehmende Konkurrenz für klassische Taxiunternehmen und den Fahrdienstanbieter Uber – und das mit ansehnlichen und bequemen Fahrzeugen.

Das dürfte Waymo, und damit seinem Mutterkonzern Alphabet, einen deutlichen Wertzuwachs bringen, auch auf dem Aktienmarkt: Uber war zwischenzeitig einer der wertvollsten Konzerne der Welt.

Aber auch Uber arbeitet an autonomen Fahrzeugen, hatte die Tests zuletzt allerdings nach einem tödlichen Unfall mit einer Passantin in den USA ausgesetzt.

Während der Unfall noch nicht ganz aufgearbeitet ist, sagte Waymo-CEO John Krafcik gegenüber der National Automobile Dealers Association, die Technologie seiner Firma hätte mit einer derartigen Situation umgehen können. Damit impliziert er, dass die Frau noch leben würde, wäre nicht Uber für das Fahrzeug verantwortlich gewesen.

Updates

Bleiben Sie zum Thema Elektromobilität immer informiert.

Teilen statt besitzen: Die alternative Lösung

Neben der Möglichkeit, die autonomen Fahrzeuge als Taxis einzusetzen, denken aktuell die meisten Automobilkonzerne über Alternativen zum eigenen Fahrzeug nach. Neben klassischem Leasing erproben unter anderem BMW, Audi, Cadillac und Porsche in den USA ein Abo-Modell.

Das würde auch mit selbstfahrenden Elektroautos Sinn ergeben. Vielleicht besitzen die Leute in zehn Jahren keinen eigenen Wagen mehr, sondern zahlen stattdessen eine Flatrate für beliebig viele Fahrten mit einer frei verfügbaren Flotte.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen