Elektromobilität

Warum Uber selbstfahrende E-Roller und Pedelecs entwickelt

von
Marten Zabel

Kosten sparen und wertvolle Zeit effektiver nutzen: Uber arbeitet daran, seine Selbstfahr-Technologie auch auf E-Roller, Pedelecs und E-Bikes auszuweiten.

Ein Mann läuft durch eine Gasse und tippt auf seinem Smartphone.
Pedelec oder Leihroller per App buchen – und schon kommt das Gefährt autonom zum Nutzer. So sieht die Vision von Uber aus. Foto: Getty Images/ Drazen_

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Uber seine Pedelecs und E-Bikes zu Selbstfahrern machen will
  • Weshalb der autonome E-Roller in der Umsetzung einfacher sein könnte als das vollautonome Auto
  • Welche Hürden die selbstfahrenden Leiholler und -räder noch nehmen müssen

Der Fahrdienstanbieter Uber hat eine mächtige eigene Entwicklungssparte. Neben selbstfahrenden Autos kümmert die sich jetzt auch um autonome E-Roller und Pedelecs. Aber wofür braucht es Fahrräder, die alleine von A nach B fahren?

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Ubers Tochter-Unternehmen Jump Bikes ist nicht der einzige Dienst für Mikromobilität, der sich in den vergangenen Jahren weltweit in immer mehr Städten ausbreitet. Egal ob mit E-Tretrollern, Pedelecs oder regulären Fahrrädern – sie alle plagen die gleichen Probleme: Die Verteilung der Kleinstfahrzeuge dorthin, wo sie gebraucht oder geladen werden sollen, kostet Ressourcen. Und unachtsam abgestellt stören sie den Fuß- und Straßenverkehr. Autonome E-Fahrzeuge hingegen könnten eigenständig den Weg zum Nutzer oder zur Ladestation finden.

Pedelecs und E-Bikes: Verstopfte Wege und hohe Kosten

Das Problem ist vor allem in den Städten groß, in denen mehrere Anbieter von Leihrädern ohne Stationszwang miteinander konkurrieren. Hier finden sich oft ganze Haufen von ungenutzten Fahrzeugen, die Gehwege und Straßen verstopfen – ein echtes Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer.

Gleichzeitig mussten bisher Angestellte mit Transportern oder freie Mitarbeiter die Fahrzeuge zu Ladestationen oder zu den Leih-Hotspots bringen. Das macht das eigentlich dezentrale System des Free-Floatings jedoch irgendwie überflüssig – und außerdem teuer und zeitaufwändig für die Anbieter. Denn während Roller, Fahrräder oder Pedelecs auf eine Ladung warten, können sie kein Geld verdienen.

Für die Uber-Tochter Jump ist das ein großer Kostenfaktor, dessen Eliminierung dem Unternehmen großen Mehrwert bringen könnte. Übrigens ein zusätzlicher Pluspunkt für die Nutzer: Die Fahrzeuge ließen sich via App ebenso leicht rufen wie ein Taxi.

Autonome Leihroller statt selbstfahrende Autos

Ubers Tochter Jump hat sich jetzt mit der Robotik-Division des Unternehmens zusammengetan, um die Kleinstfahrzeuge autonom zu machen. In zwei Punkten sollte das einfacher sein als bei autonomen Autos:

  1. Roboter, die auf Bürgersteigen Dinge ausliefern können, gibt es bereits
  2. Die Gefahr, Menschen schwer zu verletzen oder zu töten, ist bei einem 10-Kilo-Fahrzeug deutlich geringer, als bei einem selbstfahrenden Auto

Noch gibt es Hürden für selbstfahrende E-Roller & Co.

Auf der technischen Seite sind Tretroller und vor allem Fahrräder normalerweise vom Gleichgewichtssinn ihres Fahrers abhängig. Allerdings gibt es bereits seit 2005 erste Prototypen selbstfahrender Motorräder, die sich für Start und Stopp mit Stützrädern behelfen. Bei Tretrollern dürfte eine Funktion zur Selbstaufrichtung ebenso hilfreich sein.

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Neben den technischen Herausforderungen gibt es aber auch noch einige rechtliche Hürden:

  • Noch sind Lieferroboter auf dem Gehweg nur in einzelnen Versuchen unterwegs – und das meist nur in abgesperrten Testgebieten
  • Zusätzlich bleibt die Frage, wo sich die Schwärme autonomer Fahrzeuge bewegen dürfen – auf den Gehweg, dem Radweg, der Straße?
  • Im Zentrum der Überlegung steht natürlich, dass andere Verkehrsteilnehmer durch die Selbstfahrer nicht beeinträchtigt werden

Wie und wann die autonomen Fahrzeuge also wirklich auf die Straßen kommen, das bleibt bisher noch abzuwarten. Es könnte aber noch einige Zeit vergehen, bis selbstfahrende Pedelecs, E-Roller oder Elektro-Scooter die Straßen erobern.

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