Technik

VW: Vollautonome Testfahrten durch Hamburg

von
Thomas Pitscheneder

Damit autonome Autos bald den Verkehr automatisieren können, braucht es umfangreiche Tests. Volkswagen führt die ab sofort in Hamburg durch.

Der e-Golf in voller Montur im autonomen Betrieb
Mit viel Technik auf dem Auto testet Volkswagen das autonome Fahren in Hamburg. Dafür kommen gleich fünf e-Golf zum Einsatz. Foto: Volkswagen/Friso Gentsch

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Tests auf öffentlichen Straßen wichtig sind
  • Wie der e-Golf das automatisierte Fahren lernt
  • Welche Voraussetzungen die Stadt dafür schaffen muss

Ohne Steuerung eines Fahrers könnten Autos schon in wenigen Jahren automatisch über die Straßen rollen. Zahlreiche Konzerne arbeiten an der entsprechenden Technik für autonome Fahrzeuge. Bis es soweit ist, müssen die Systeme allerdings unzählige Kilometer zu Testzwecken zurücklegen. Auf abgesperrten Wegen ergibt das nur in sehr begrenztem Maße Sinn – schließlich muss die Technik mit alltäglichen Situationen umgehen können.

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Deshalb kommt es immer öfter auch zu Tests auf öffentlichen Straßen. Volkswagen schickt etwa Fahrzeuge durch Hamburg.

VW: Autonomer e-Golf in der Hansestadt

Wer dieser Tage durch Hamburg fährt, könnte auf ein autonomes Auto der Marke Volkswagen treffen. Ab sofort rollen fünf e-Golf mit entsprechender Technik durch die Hansestadt. Dabei sind sie leicht zu erkennen, denn auf dem Dach sitzen zahlreiche Kameras und Sensoren. Auch eine Beklebung gibt Aufschluss über die Tests.

Die Erprobung erfolgt im autonomen Modus der Stufe 4. Genauer bedeutet das, dass ein Eingreifen des Fahrers nicht notwendig ist. Das Auto fährt vollautomatisch an einen zuvor festgelegten Ort. Mehr Automatisierung bietet nur die Stufe 5, bei der die Fahrzeuge sogar komplett ohne Passagiere über die Straßen fahren.

Insgesamt elf Laser-Scanner, sieben Radare und 14 Kameras machen den e-Golf autonom. Der muss zudem gigantische Datenmengen stemmen. Laufen alle Systeme auf Hochtouren, beträgt der Austausch bis zu fünf Gigabyte pro Minute. Laut VW steckt dafür im Kompaktwagen die Rechenleistung von rund 15 Notebooks. Ein Fahrer ist zur Sicherheit dennoch stets mit an Bord.

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Die öffentliche Testumgebung in Hamburg

Bisher sind die Test auf einen noch kleinen Bereich in der Hansestadt begrenzt. Eine rund neun Kilometer lange Strecke durch das Zentrum rüstet die Stadt dafür bis 2020 mit der notwendigen Technik aus. Genauer müssen die Ampelanlagen in der Lage sein, mit den Fahrzeugen zu kommunizieren. Einige davon sind schon jetzt dafür bereit.

Autonome Testfahrten wie die von VW sollen auch der Stadt Hamburg helfen, denn so lernt sie mit den Herausforderungen des automatisierten Fahrens umzugehen. "Bei den Tests stehen sowohl die technischen Möglichkeiten als auch die Anforderungen an die städtische Infrastruktur im Mittelpunkt. Denn um in Zukunft das Autofahren noch sicherer und bequemer zu machen, müssen nicht nur die Fahrzeuge autonom und intelligenter werden, sondern auch die Städte ein digitales Ökosystem bieten, in dem Autos mit Ampeln und Verkehrsleitsystemen sowie untereinander kommunizieren können", so Axel Heinrich, Leiter der Konzernforschung bei Volkswagen.

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