Elektromobilität

VW ID. R: Auf vollelektrischer Rekordjagd

von
Thomas Pitscheneder

Mit dem vollelektrischen Rennwagen VW ID. R konnte sich die Marke bereits zwei Rekorde sichern. In diesem Jahr sollen zwei weitere Bestzeiten folgen.

Der VW ID. R auf dem Pikes Peak
Auf dem Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado holte der VW ID. R seinen ersten Rekord. Wenig später folgte eine Bestzeit in Goodwood. Doch Volkswagen will noch mehr. Foto: Volkswagen

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie sich der VW ID. R auf dem Pikes Peak geschlagen hat
  • Welche Zeit Volkswagen auf der Nürburgring Nordschleife schlagen will
  • Warum der Stromer auch einen Stopp in China einlegt

Der deutsche Konzern Volkswagen setzt im großen Stil auf Elektromobilität. Um diese zu erproben und zu zeigen was mit der Motorentechnik möglich ist, fährt das Unternehmen mit dem VW ID. R um die Welt und bricht dabei Rekorde.

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Zwei große Erfolge konnte VW dabei schon verzeichnen. Aktuell sind zwei weitere Bestzeiten geplant.

VW ID. R: Rekord auf dem Pikes Peak gebrochen

Mit einer Höhe von 4301 Metern ragt der Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado in die Luft. Er ist damit nicht nur schön anzuschauen, sondern auch der Austragungsort für das wohl härteste Hillclimb-Event der Welt. Über 12,42 Meilen, also knapp 20 Kilometer, erstreckt sich der Kurs. Die Fahrer müssen dabei 156 Kurven auf Asphalt meistern.

Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und deshalb gefürchtet. Immer wieder kommt es zu teils schweren Unfällen – etwa 2012 von Rennfahrer Jeremy Foley und seinem Beifahrer Yuri Kouznetsov, die den Crash zum Glück beide überlebten. Eine extreme Belastung ist der Pikes Peak auch für die Autos, denn beim Klettern in luftige Höhen verlieren sie zunehmend an Motorleistung.

Den VW ID. R kümmerte das im vergangenen Jahr jedoch kaum, denn sein Elektromotor trieb ihn zuverlässig an den Gipfel. Dabei stellte der Fahrer Romain Dumas einen neuen Rekord auf: In nur 7 Minuten und 57 Sekunden schaffte er den Kurs. Damit unterbot er den seit 2013 geltenden Rekord von Sébastien Loeb im Peugeot 208 T16 Pikes Peak um satte 17,730 Sekunden.

Kurz darauf holte sich der ID. R noch den Rekord für das schnellste Elektroauto auf der Hillclimb-Strecke beim Goodwood Festival of Speed.

Nächster Halt: Der Nürburgring

Geht es um Rundstrecken, ist der Nürburgring Nordschleife die Königsklasse. Keine andere Strecke der Welt verlangt den Rennfahrern mehr ab. Der 20,832 Kilometer lange Kurs schlängelt sich über 73 Kurven durch die Eifel. Da verwundert es kaum, dass Sportwagen-Hersteller die Nordschleife zur Erprobung ihrer Fahrzeuge nutzen.

Seit dem 25. Oktober 2018 hält der Porsche 911 GT2 RS MR mit 6:40,3 Minuten den Rundenrekord für straßenzugelassene Fahrzeuge. Nicht viel langsamer ist der aktuelle Rekordhalter für Elektroautos. Der Nio EP9 stromerte in 6:45,9 Minuten über die Nordschleife. VW will diese Bestzeit mit dem 500 kW (680 PS) starken ID. R natürlich brechen. Dafür passt das Team die Aerodynamik auf die Strecke an. Ob der 1.100 Kilo leichte Sportler den Rekord einstellt, zeigt sich im Sommer.

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In China geht es wieder in die Berge

Für den September ist dann noch eine Reise nach China geplant. Dort soll der VW ID. R jedoch nicht über eine bekannte Rennstrecke rasen, sondern über eine normale Verkehrsstraße. Die ist im Normalfall sogar für Pkw gesperrt. Nur Busse dürfen über die Tainmen Shan Big Gate Road fahren. Sie bringen Touristen auf den Tainmen-Berg.

Rekorde für die Strecke mit 99 teils extrem engen Kurven gibt es noch nicht. Um eine grobe Einordnung bieten zu können, gibt VW China interessierten Rennsport-Fans die Möglichkeit, in einem Simulator eine eigene Bestzeit aufzustellen. Diese dürften auch den Fahrer Romain Dumas zu Höchstleistungen antreiben.

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