Elektromobilität

VW-Chef Diess: Regierung muss echte Energiewende schaffen

von
Thomas Pitscheneder

Der Umstieg auf Elektromobilität schreitet weiter voran. Doch damit er auch gelingt, braucht es laut Herbert Diess mehr Engagement der Politik.

Dr. Herbert Diess bei der Jahrespressekonferenz von Volkswagen
Dr. Herbert Diess, hier bei der Jahrespressekonferenz von VW im März, fordert von der Politik eine echte Energiewende. Foto: Friso Gentsch/Volkswagen

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum eine Energiewende für Elektroautos wichtig ist
  • Wieso dabei die Politik gefragt ist
  • Warum das Elektroauto nahezu keine Alternative hat

Erst kürzlich reagierte der Volkswagen-Konzern auf eine Studie, die Elektroautos eine schlechte Klimabilanz attestierte. In einer eigenen Berechnung machte das Unternehmen klar, dass Stromer durchaus besser für die Umwelt seien. Allerdings komme es zu großen Teilen auf die Herkunft der „getankten“ Energie an. In diesem Punkt sind sich wohl alle Experten einig.

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VW-Chef Herbert Diess fordert die Politik nun deutlich zum Handeln auf. Denn nur so lässt sich die Basis für die Elektromobilität schaffen.

Deutsche Energie muss grüner sein

In jüngerer Vergangenheit machte sich VW immer wieder für eine verstärkte Förderung von Elektroautos stark. Im Interview mit der „FAZ“ verdeutlichte Diess kürzlich, dass die Regierung dabei besonders stark gefragt ist. „Elektroautos haben nur dann Sinn, wenn sie einhergehen mit einer echten Energiewende“.

Sie hätte für den VW-Chef bereits vor langer Zeit beginnen müssen. Die Diskussionen seien zu spät aufgekommen. Das mache beim Umstieg auf die Elektromobilität große Probleme. „Unser Energiemix in Deutschland führt dazu, dass auch ein Elektroauto beim Betrieb noch zu hohe CO2-Werte hat, weil der Strom für das Auto teilweise noch aus Kohlekraftwerken kommt“, so Diess.

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Elektroautos ohne echte Alternative

Am Elektroauto führt für Herbert Diess kein Weg vorbei. Nur so sei es möglich, die Umweltvorgaben zu erfüllen und als Hersteller Strafzahlungen zu vermeiden. Die Stromer seien dabei „kurz- und mittelfristig die ökonomisch sinnvollste und realistischste Lösung“. Tatsächlich scheint es unwahrscheinlich, dass sich andere Technologien in der Kürze der Zeit durchsetzen können.

VW selbst kündigte ein großes Angebot an elektrischen Fahrzeugen an. Vorreiter sind der e-up! und der e-Golf. Bald startet das Unternehmen zudem mit der völlig neuen ID.-Familie durch. Den Anfang macht hierbei ein Kompaktwagen. Später soll mit dem ID. Roomzz etwa auch ein großer SUV folgen. (Mit Material der dpa)

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