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Leben

Vorbild Peter Lustig: Wie Sie Kinder zum Abschalten bringen

von Anna Butterbrod

Früher schauten Kinder einmal pro Woche „Die Sendung mit der Maus“ oder ließen sich von Peter Lustig die Welt erklären. Heute können die Kleinen Kinderfilme in Dauerschleife konsumieren. Wir sagen, wie Sie Ihrem Nachwuchs einen gesunden Umgang damit beibringen.

Vorbild Peter Lustig: Wie Sie Kinder zum Abschalten bringen
Eine Pflanze als Symbol: Mit Peter Lustig verbinden die meisten Deutschen Löwenzahn. Foto: Shutterstock / KRIACHKO OLEKSII

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie viel Medienkonsum für Kinder gut ist
  • Was Sie machen können, um ihn zu begrenzen
  • Welche Warnsignale Sie beachten sollten

Was würde Peter Lustig dazu sagen?

„Heute kommt nichts mehr. Also abschalten, tschüss.“ Mit diesen legendären Sätzen beendete TV-Moderator Peter Lustig jede Episode seiner Kinderserie „Löwenzahn“. Wer dann nicht gleich den Ausknopf drückte, wurde noch einmal von ihm ermahnt: „Ihr seid ja immer noch da! Abschalten!“ Und genau das fällt Kindern und Jugendlichen heute schwer.

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Es ergibt keinen Sinn, digitale Medien zu verbieten.

Die kürzlich veröffentlichte „BLIKK“-Studie (das steht für Bewältigung, Lernverhalten, Intelligenz, Kompetenz, Kommunikation) hat das Medienverhalten von 5850 Kindern untersucht. Danach spielen 75 Prozent der Kinder zwischen zwei und fünf Jahren bis zu 30 Minuten pro Tag mit Smartphones. Die Folge: Sprachentwicklungs- und Konzentrationsstörungen. In der Gruppe der Kinder zwischen acht und 15 Jahren reichen die Folgen von Übergewicht bis hin zu Schlafstörungen.

Digitale Medien zu verbieten, ergibt keinen Sinn. Schließlich gehören Smartphone, Tablet und andere digitale Geräte inzwischen fest zu unserem Alltag. Daher ist es wichtig, Kindern den richtigen Umgang mit den Geräten beizubringen.

Kleines Kind am Smartphone
Generation Touchscreen: Schon kleine Kinder spielen bis zu 30 Minuten am Tag mit dem Smartphone. Foto: Shutterstock / Mama Belle Love kids

Wie viel Zeit für Kinderfilme ist okay?

„Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht“ – so heißt eine Initiative, die unter anderem vom Bundesministerium für Familie, Senioren und Frauen unterstützt wird. Auf der Website finden Eltern Ratschläge, um sich im digitalen Dschungel zurechtzufinden.

Dort gibt es auch eine Faustformel für die Mediennutzung: zehn Minuten pro Lebensjahr am Tag sind okay. Bei jüngeren Kindern passt das vielleicht gerade für "Die Sendung mit der Maus", bei älteren können Eltern ein wöchentliches Zeitkontingent für Kinderfilme, Internet und Videospiele vereinbaren. Wenn nötig, können Eltern das Besprochene dann auch schriftlich festhalten – in einer Art Mediennutzungsvertrag, den die Kinder unterschreiben. Haben Eltern das Gefühl, die Abmachungen werden vom Nachwuchs nicht eingehalten, können sie durch eine externe Jugendschutzsoftware auch Zeitbegrenzungen im Betriebssystem einzelner Geräte festlegen.

Auch für Eltern gilt das Motto von Peter Lustig

Aber wie erkennen Eltern, wann das Surfen im Netz oder die Nutzung von Streamingdiensten ein normales Maß übersteigt? Ist es schon dann so weit, wenn das Kleinkind verzweifelt versucht, auf einer Buchseite wie auf einem Tablet-Screen zu „wischen“?

Auch da gibt es bei „Schau hin!“ eine Checkliste: Hellhörig sollten Eltern werden, wenn ihr Kind bis spät in die Nacht hinein im Internet surft, oder wenn es ihm schwer fällt, seine Zeit vor dem Bildschirm zu begrenzen. Wenn es sich von Freunden oder der Familie zurückzieht und sich seine schulischen Leistungen deutlich verschlechtern. Am besten ist es natürlich, wenn die Kleinen gute Vorbilder haben. Also gilt auch für Eltern das alte Motto von Peter Lustig: Einfach mal abschalten!

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