Elektromobilität

Vom Propeller bis zur Drohne: Verrückte Ideen für mehr Reichweite

von Leonie Butz

Die Zukunft liegt in der Elektromobilität – da sind sich die meisten Entwickler sicher. Abgefahrene Ideen sollen dabei die Reichweite deutlich erhöhen.

Mit diesen Ideen klappt es mit der Reichweite
Der lange Weg zu mehr Reichweite: Manche Ideen sind zukunftsweisend, andere fragwürdig. Foto: CC0: Unsplash/adrian

Das erfahren Sie gleich:

  • Amazon reicht Patent für Drohne ein, die Elektroautos laden soll
  • Ein Amerikaner will Turbinen im Kühlergrill zum Laden nutzen
  • Italdesign und Airbus schicken das Elektroauto in die Luft

Von den Ideen zu mehr Reichweite

Schaffe ich es bis zu nächsten Zapfsäule? Die permanente Reichweitenangst macht so manchen Fahrer eines Elektroautos verrückt. Liegenbleiben im Nirwana, das ist die Befürchtung vieler – und oft auch ein Grund, warum sie doch zu einem Verbrenner greifen, statt ein E-Auto zu kaufen. Um den Käufern diese Angst zu nehmen, kommen Entwickler auf immer abgefahrenere Ideen, die Reichweite zu vergrößern.

Amazon etwa reichte beim amerikanischen Patentamt den Entwurf für eine Drohne ein, die auf dem Dach des Elektroautos landen und von dort den Akku aufladen soll. Die Vision: Das Auto sendet selbstständig eine Nachricht an Amazon, wenn der Saft knapp wird. Der Lieferdienst ortet dann den Wagen und schickt die Drohne los, die auf einem entsprechend angebrachten Lade-Dock auf dem Dach landet. Das soll sowohl bei stehenden als auch bei fahrenden Autos funktionieren. Das Patent von Amazon ist bereits drei Jahre alt – aber nicht das einzige seiner Art. Der chinesische Autohersteller NIO, beziehungsweise dessen Tochterunternehmen NextEV, reichte im Mai 2017 eine sehr ähnliche Idee von Ladedrohnen ein.

Wäre ein Perpetuum Mobile so einfach, dann bräuchten wir uns nie wieder Sorgen um zu wenig Energie zu machen.

Eher keine Lösung für das Reichweitenproblem bot ein Konzept eines amerikanischen Ingenieurs: Über eine Crowdfunding-Plattform wollte er Geld für die Fertigung kleiner Turbinen für den Kühlergrill sammelt. Diese sollten wiederum den Motor eines Elektroautos antreiben. Sein S2 Powertrain System sollte so die Welt der Elektromobilität revolutionieren. Dumm nur, dass das System rein physikalisch nicht funktionieren kann: Die Turbinen erhöhen den Luftwiderstand des Autos so stark, dass alle gewonnene Energie dafür draufgehen würde. Wäre ein Perpetuum Mobile so einfach, dann bräuchten wir uns nie wieder Sorgen um zu wenig Energie zu machen.

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Von der Idee zu mehr Reichweite
Jetzt einfach abheben: Wer mal wieder im Stau steckt und nicht von der Stelle kommt, der würde liebend gerne über die anderen Autos fliegen. Foto: CC0: Unsplash/Jens Herrndorff

Die Zukunft liegt in der Luft

Ein abgefahrenes Konzept präsentierten in diesem Jahr auch Italdesign gemeinsam mit Airbus. Die Autoschmiede, aus der unter anderem der berühmte DeLorean stammt, stellte auf dem Genfer Auto Salon eine Zukunftsstudie vor, die in die Luft geht: Den Pop.Up. Ein vierrädriger Elektroflitzer, der sehr stark an einen Smart erinnert, soll autonom über die Straßen rollen. Sind diese voll, hebt der Pop.Up im wahrsten Sinne des Wortes ab: Eine überdimensionale Drohne nimmt den Wagen huckepack.

Auch wenn die Konzepte noch nicht ganz ausgereift sind, zeigen sie doch einen spannenden Einblick in den Verkehr von morgen.

Mehr Reichweite, ob auf der Straße oder in der Luft. So sieht der Verkehr der Zukunft aus. Während einige Ideen doch eher witzig als nützlich sind, stellen einige sicherlich eine Grundlage für die Entwicklung der Elektromobilität dar. Konzepte noch nicht ganz ausgereift sind, zeigen sie doch einen spannenden Einblick in den Verkehr von morgen.

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