Elektromobilität

Vision 2030: Hyperloop One plant Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien

von
Paul Bandelin

Saudi-Arabien könnte im Zuge seiner Vision-2030-Umstrukturierung mit Hyperloop One kooperieren – bei einer Testfahrt in Nevada zeigte er großes Interesse.

Blick in eine Tunnelröhre von Hyperloop One
Da guckst du in die Röhre: Tunnelblick von Hyperloop One, das auch von dem britischen Konzern Virgin von Richard Branson finanziert wird. Foto: Hyperloop One

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie eine Kooperation von Hyperloop One und Saudi-Arabien aussehen könnte
  • Was ist Saudi-Arabiens Vision 2030 – die die Basis für die Kooperation darstellt?
  • Welche Geschwindigkeiten vom Hyperloop zu erwarten sind

Wie eine Kooperation von Hyperloop One und Saudi-Arabien aussehen könnte

Die Erfolgsstory des Hyperloop One hat die Königsfamilie Saudi-Arabiens auf den Plan gerufen. Mit Hilfe der Röhren-Technologie will der Wüstenstaat die 2016 vorgestellte „Vision 2030“ realisieren.

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Mohammad bin Salman, Kronprinz des Landes und Verteidigungsminister in Personalunion, war bei der Präsentation des „Vision 2030 Hyperloop Pod“ in der Mojave-Wüste in Nevada anwesend.

Auf der eigens gebauten Teststrecke drehte der Hyperloopschlitten unter den Augen der geladenen Fachpresse und ausgewählten Experten souverän seine Runden – ein riesiger Erfolg für die Elektromobilität in der Röhre.

Auch in Saudi-Arabien sollen bald die ersten Tests anrollen. Die Monarchen planen zu Beginn eine Verbindung zwischen der am Roten Meer befindlichen Metropole Dschidda und der Hauptstadt Riad.

Mit dem Auto benötigt man für die Strecke derzeit rund zehn Stunden und mit dem Flugzeug eineinhalb. Eine Hyperloop-Verbindung hingegen würde die 1000 Kilometer in 76 Minuten zurücklegen.

Was ist eigentlich Saudi-Arabiens Vision 2030?

Am 25. April 2016 gab Kronprinz Mohammad bin Salman in einer öffentlichen Mitteilung bekannt, dass Saudi-Arabien einen neuen Weg einschlagen wird. Die „Vision 2030“ war geboren.

Das Land will auf der einen Seite die Wirtschaft umstrukturieren und diversifizieren, auf der anderen Seite unabhängiger vom Öl werden. Dazu gehört auch, die Attraktivität der Region für Tech-Investoren zu steigern. Bis spätestens 2030 sollen all diese Ziele erreicht sein.

Da die Wirtschaft stark staatlich gelenkt und gefördert wird, bestimmt die Königsfamilie die Entwicklungsschwerpunkte. Dazu zählen das Gesundheitswesen, die Tourismusbranche, sowie die Rüstungsindustrie.

Allein bis zu 500 Millionen US-Dollar (umgerechnet 404 Millionen Euro) will die Königsfamilie Gerüchten zufolge in das Projekt des Hyperloops investieren.

Welche Geschwindigkeiten vom Hyperloop zu erwarten sind

In der luftleeren Röhre sollen laut Elon Musk, der das Konzept des Hyperloop aus seinem über hundertjährigen Schlaf weckte, Geschwindigkeiten von bis zu 1200 Kilometer pro Stunde möglich sein.

Diese Zahl scheint derzeit aber noch utopisch. Die Höchstwerte der Testfahrten steigern sich zwar sukzessive; von 310 km/h im August 2017, auf fast 390 km/h Ende des vergangenen Jahres. Bis es in die Richtung der anvisierten Geschwindigkeiten kommt, dürfte aber noch etwas Zeit vergehen.

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Im Konkurrenzkampf zwischen Hyperloop One und Hyperloop Transportation Technologies aus Kalifornien bleibt beiden Unternehmen nur das ausgiebige Testen. Beide Kontrahenten bemühen sich um eine deutliche Reduktion der Reisezeit auf Langstrecken – jüngst begann etwa in Toulouse der Bau einer Strecke von Hyperloop Transportation Technologies.

Im Herbst 2017 hatte der amerikanischen Milliardär Richard Branson – Gründer von Virgin Records – in Hyperloop One investiert. "Das ist ein unglaublich innovativer und neuer Weg, Menschen und Dinge mit Flugzeuggeschwindigkeit am Boden zu transportieren", so Branson.

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