Elektromobilität

Viele Innovationen: Umbruch für die Automobilindustrie

von
Carola Franzke

Für die Automobilindustrie herrschen spannende Zeiten. Innovationen und neue Technologien der Zulieferer ebnen den Weg zur autonomen Elektromobilität.

Einsames Auto auf einer Landstraße.
Der Straßenverkehr verändert sich – und mit ihm die weltweite Automobilindustrie. Foto: Shutterstock / Chepko Danil Vitalevich

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie Zulieferer mit Innovationen der Automobilindustrie helfen
  • Welche neuen Techologien sie bereits in die Fahrzeuge gebracht haben
  • Warum Zulieferer die automobile Zukunft bestimmen

Auf den großen Automessen in Genf, Paris und Frankfurt stehen routinemäßig die futuristischen Konzeptautos mit makellosem Lack, Chromdetails und Highend-Innenausstattung im Rampenlicht. Vor den schönsten und schnellsten Modellen stehen aufgeregte PS-Freaks stundenlang Schlange, um einmal Probe zu sitzen und ein Selfie für die Freunde auf Instagram zu schießen.

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Die wirklichen Stars dieser Branchentreffs stehen eher selten im Fokus der Öffentlichkeit. Dabei hat sich in der Autoindustrie einiges verschoben, denn Innovationen werden immer öfter von der Zulieferindustrie oder von kleinen Start-ups vorangetrieben. Zunehmend ebnen deren Erfindungen und Neuentwicklungen den Weg in eine neue Art der Elektromobilität, geprägt von autonomen Elektroautos.

Zulieferer schicksalhaft für Elektroautos

Eine größere Verbreitung von Elektroautos ist zwar politisch gewollt und für die Umwelt mehr als sinnvoll, dennoch hakt es bisher an den Anmeldezahlen. Ein wesentlicher Faktor ist die Angst vor geringer Reichweite und leerem Akku: Die Infrastruktur an Ladesäulen ist noch nicht flächendeckend ausgebaut und eine Abrechnung nach Verbrauch pro Ladevorgang ist noch nicht überall verfügbar.

Durch die bislang fehlende juristische Klarheit ist es selbst für Mieter mit eigener Garage schwierig, eine Ladevorrichtung zu installieren – und so weiter. Die Liste der Hemmnisse ist lang.

Die Automobilzulieferindustrie kann für die weitere Einführung von Elektroautos sozusagen Schicksal spielen. Verschiedenste Unternehmen arbeiten daran, die hemmenden Faktoren zu beseitigen. So erfolgt beispielsweise die Forschung an neuartigen Batterietechnologien: Akkus, die ohne Lithium auskommen – oder die dank neuer Elektroden effizienter sind und daher in Zukunft noch kleiner und leichter sein können.

Präzise Abrechnungssysteme durchlaufen Tests und es entstehen Ladestationen, die sich an Straßenlaternen nachrüsten lassen oder ganz neu auf den Parkplätzen vor Supermärkten und Einkaufszentren frischen Saft liefern.

Sauber und mehr Reichweite

Das Ludwigsburger Unternehmen Mann+Hummel arbeitet daran, für die Hochvoltbatterien und Elektromotoren in Elektroautos optimale Betriebsbedingungen – sauber und trocken – zu schaffen, damit sie langlebiger sind. Zudem hat der Spezialist für Filtersysteme einen Feinstaubfilter für Bremsen entwickelt, damit Elektroautos wirklich emissionsfrei fahren.

Andere Zulieferzweige versuchen, mit anderen Materialien zu arbeiten und Gewicht zu sparen: So könnte eine Fahrzeug-Innenverkleidung aus Kunststoffnanoröhrchen gleichzeitig als Flächenheizung dienen.

Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 in Hannover waren Blattfedern aus GFK zu sehen. Die Federung aus glasfaserverstärktem Kunststoff sparen an einem Kleintransporter 70 Prozent Gewicht gegenüber den herkömmlichen Stahlfedern: Eine Ersparnis, die sich entweder in mehr Zuladung oder mehr Reichweite bei einem Elektroantrieb bemerkbar machen soll. Innovationen, die für Nutzfahrzeuge vorteilhaft sind, könnten in angepasster Form schließlich auch für Pkw Anwendung finden

Kabel an einer Ladestation für Elektroautos.
Das Elektroauto hat noch einen weiten Weg vor sich. Neue Technologien sollen ihn ebnen. Foto: Shutterstock / nrqemi

Schnellere Entwicklung des autonomen Fahrens

Damit auch die flächendeckende Verbreitung des autonomen Fahrens eine Zukunft hat, tragen findige Innovatoren und Entwickler in kleinen Start-ups oder großen Unternehmen natürlich ebenfalls bei.

Es gibt intelligente Stoßdämpfer, die Schlaglöcher ausgleichen und derartige Informationen auch gleich an die zuständige Stelle beim Straßenbau weiterleiten. Intelligente Autoreifen melden Informationen über ihren eigenen Zustand – wie etwa die Profiltiefe – an die Steuerung des autonomen Autos.

Auch an der Optimierung von Lidar-Systemen arbeiten einige Unternehmen: Für eine größere Reichweite, präzisere Analyse der Hindernisse und günstigere Produktion.

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Nicht nur Ingenieure und Physiker sind an Projekten zum autonomen Fahren beteiligt, auch Verhaltensforscher und Sozialwissenschaftler befassen sich damit. Sie erforschen, wie sich Mensch und Maschine in Zukunft verständigen können und was zu einem Gefühl der Sicherheit im zukünftigen Straßenverkehr beiträgt.

Diese vielen, teilweise sehr unterschiedlichen, Herangehensweisen an notwendige Veränderungen stehen miteinander im Wettbewerb. Wie es so schön heißt „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Hier belebt die Konkurrenz den Erfindergeist und beschleunigt die weitere Entwicklung in Sachen autonomes, elektrisches Fahren.

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