Technik

USA: Gesichtserkennung bei Autofahrern funktioniert nicht

von
Leonie Butz

Testweise sollte eine KI in den USA Gesichter in fahrenden Autos erkennen – im Kampf gegen Terroristen. Die Technik ist aber noch unausgereift.

Eine Frau in einem Auto.
Gesichtserkennung im Auto: So wollen die USA u.a. Terrorismus bekämpfen. Bisher ist die Technik aber noch nicht ausgereift. Foto: Getty Images/EyeEm

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie die USA Terrorismus mit KI und Gesichtserkennung bekämpfen will
  • Warum vor allem Geschwindigkeit der Technik bisher zusetzt
  • Weshalb Datenschützer das System sehr kritisch sehen

In New York soll eine Gesichtserkennungs-Software in Autos Terroristen und andere Straftäter erkennen. Tests laufen seit 2018. Dass das bisher alles andere als rund läuft, berichtet jetzt das Wall Street Journal. In einer Mail der New Yorker Verkehrsbetriebe (MTA) an die Zeitung wird deutlich, dass die Testanlage an der Robert F. Kennedy Bridge kläglich versagt hat. Sie konnte – im Rahmen der akzeptablen Parameter – kein einziges Gesicht erkennen.

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Trotzdem sollen die Tests an dieser Stelle und auch an anderen Brücken und Tunneln der Stadt weitergehen, so die Verkehrsbetriebe. Auch wenn sie zugeben müssen, dass der Start alles andere als geglückt ist.

Gesichtserkennung hat Problem mit Geschwindigkeit

Ein Problem dabei scheint die bisher noch sehr unausgereifte Technik zu sein. Besonders mit der Geschwindigkeit hat sie offenbar Schwierigkeiten. Denn obwohl die Gesichtserkennung in Labortests eine Genauigkeit von über 80 Prozent aufwies, ist dasselbe System auf den Straßen von New York völlig überfordert. Im Labortest musste die Technik Gesichter zwar auch durch Windschutzscheiben erkennen, das jedoch bei sehr geringen Geschwindigkeiten. Mit Rasern wäre das System also völlig überfordert.

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Datenschützer sehen die Technik kritisch

Gesichtserkennung ist dabei alles andere als unumstritten. Besonders Datenschützer kritisieren diesen Eingriff in den privaten Raum des Autos. Auch die Angst vor dem Missbrauch dieser Daten bemängeln Kritiker immer wieder.

Ein zusätzliches großes Problem stellt die Ungenauigkeit dar, die bei der unausgereiften Technik bisher noch zu beobachten ist. Erst jüngst gerieten die Systeme von autonomen Autos in die Kritik, weil sie schwarze Passanten oder Frauen nicht richtig oder überhaupt nicht erkannten. Bei solchen Schwierigkeiten des Systems bleibt natürlich die Angst, dass das System Tatverdächtige nicht erkennt oder, noch schlimmer, falschen Alarm bei unschuldigen Passanten schlagen könnte.

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