Technik

Urteil: Uber ist nicht für tödlichen Unfall verantwortlich

von
Leonie Butz

US-Staatsanwaltschaft bestätigt: Uber ist nicht verantwortlich für den tödlichen Unfall von 2018 – anders sieht es aber bei der Sicherheits-Fahrerin aus.

Der Untersuchungsausschuss untersucht das Uber-Unfall-Fahrzeug, das im März 2018 in einen tödlichen Unfall verwickelt war.
Nach dem tödlichen Unfall ermittelten Experten, ob Uber oder die Sicherheits-Fahrerin verantwortlich war. Foto: picture alliance/AP Photo

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Uber wohl nicht für den tödlichen Unfall im März 2018 verantwortlich ist
  • Weshalb auf die Sicherheits-Fahrerin hingegen eine Anklage zukommen könnte
  • Wie dieses Urteil den Ruf des Fahrdienstes wiederherstellen könnte

Der Fahrdienst Uber ist nicht haftbar für den tödlichen Unfall im März 2018 – das gaben jetzt die zuständigen US-Ermittler bekannt. Die Staatsanwaltschaft des Countys Yavapai bestätigte nun, dass sie Uber nicht für strafrechtlich verantwortlich hält, so berichtet Reuters. Demnach handelte es sich keineswegs um ein technisches Versagen des Autos. Auf die Fahrerin, die zur Sicherheit im Auto saß, könnte jedoch ein Prozess zukommen.

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Im März 2018 ereignete sich der tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Uber-Auto. Dabei überfuhr ein Volvo XC90 in Arizona eine Frau, die ihr Fahrrad über die Straße schob. Sie verstarb danach an ihren schweren Verletzungen.

Fahrerin: Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Anders als der Fahrdienst muss die anwesende Sicherheits-Fahrerin hingegen mit einer Anklage rechnen. Wie die Polizei mitteilte, wäre der Unfall vermeidbar gewesen. Offenbar hatte die Fahrerin während der Fahrt auf ihrem Smartphone Fernsehen geschaut. Erst eine halbe Sekunde vor dem Unfall soll sie aufgesehen und versucht haben zu bremsen.

Im weiteren Verlauf der Untersuchungen dient nun das Videomaterial aus dem Fahrzeug ebenso wie Daten vom Streaming-Dienst Hulu – bei dem die Fahrerin eine Sendung geschaut haben soll – als Beweismaterial. Es soll Aufschluss über den Unfallhergang geben. Experten sollen anhand dieser Daten entscheiden, ob die Fahrerin wegen fahrlässiger Tötung zur Verantwortung gezogen werden kann.

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Gutes Signal für Uber – und andere Unternehmen

Nach dem Unfall hatte der Fahrdienst vorerst seine autonomen Testfahrten eingestellt – sie dann aber in kleinerem Maße wieder anlaufen lassen. Besonders in Hinblick auf den baldigen Börsengang von Uber blieben Bedenken, dass Investoren aufgrund von fehlendem Vertrauen in der Bevölkerung ausbleiben könnten.

Noch immer gilt es für das autonome Fahren geeignete gesetzliche Regelungen zu etablieren. Auch hierzulande sprechen Experten über die Moral Machine, die das Verhalten der KI lenken soll oder über die Frage der Haftbarkeit bei Unfällen mit autonomen Autos. Trotzdem ist das Urteil ein wichtiger Meilenstein für Unternehmen, die an der Technik forschen. Denn es stärkt deren Position und fördert somit deren Weiterentwicklung.

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