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Urlaub in VR: Reisen virtuell erleben

von Leonie Butz

Spielen in VR, kommunizieren in VR und bald auch reisen in VR? Im Urlaub der Zukunft könnten Touristen Sehenswürdigkeiten vom Sofa aus bewundern.

Urlaub in VR: Reisen virtuell erleben
Urlaub auf dem Sofa: Ist VR die Zukunft für den Tourismus? Foto: fotolia/golubovy, istock.com/DieterMeyrl

Das erfahren Sie gleich:

  • VR: Weltreise auf dem Sofa
  • Sehenswürdigkeiten ohne Reise erleben
  • Urlaub wird günstiger und umweltfreundlicher

Der Urlaub der Zukunft

Google Street View entführt den Nutzer bereits heute mit spektakulären Aufnahmen an die entlegensten Orte der Welt, und in Reisebüros locken Anbieter potenzielle Gäste mit VR-Brillen auf Kreuzfahrtschiffe, an den Strand oder in die Berge. Die Virtuelle Realität (VR) macht Orte und Ereignisse erfahrbar und in gewissem Sinne miterlebbar. Auch wenn die Technik noch lange nicht ausgereift ist, lassen sich besonders im Reise-Sektor der Zukunft einige Gedankenexperimente spinnen.

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Sehenswürdigkeiten in VR erkunden

Die roten Sandsteinfelsen erheben sich majestätisch aus der ebenso roten Erde. Gigantische Säulen umrahmen den schmalen Eingang, der in die uralte Stadt hineinführt. Weil das Sonnenlicht so stark auf die Felsen scheint, wirkt die Dunkelheit im Innern noch viel stärker. Der Himmel ist blau und verspricht einen tollen Urlaub. Auf dem Weg zum Eingang schweift der Blick zu allen Seiten, nimmt den von Sandsteinfelsen umgebenen Platz auf.

Manche argumentieren, dass die Pracht der Sehenswürdigkeiten erst in der Realität richtig zur Geltung komme.

So oder so ähnlich könnte auch ein wirklicher Urlaub in der Felsenstadt Petra aussehen, der wichtigsten Sehenswürdigkeit Jordaniens. Aber auch virtuell ließe sich all die majestätische Schönheit des jahrtausendealten Weltwunders so erleben. Natürlich mag man jetzt argumentieren, dass die Pracht der Sehenswürdigkeiten erst in der Realität richtig zur Geltung kommen. Aber besonders im Hinblick auf die sich immer weiterentwickelnde Technologie im Bereich der Virtuellen Realität ist es nur eine Frage der Zeit, bis zumindest das visuelle Erlebnis mit der VR-Brille kaum noch von dem eigenen Blick auf die Orte zu unterscheiden ist.

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Für Umwelt und Sehenswürdigkeiten

Für Umwelt und Sehenswürdigkeiten
Statt hinfliegen einschalten: Das ist umweltbewusst und schont die Sehenswürdigkeiten. Foto: Unsplash/Deniz Altindas

Auf der anderen Seite steht aber die Umweltbelastung durch Touristen, die bis zu dreimal im Jahr überall auf der Welt Urlaub machen. Pro Kopf verursachen sie so mit Flügen alle 500 Kilometer rund 300 Kilogramm CO2-Emissionen und mit dem Auto ungefähr 100. Zum Vergleich: Im Jahr stößt ein Kühlschrank 100 Kilogramm CO2 aus.

Außerdem sehen die meisten Sehenswürdigkeiten sowieso viel schöner aus, wenn sich nicht tausende Besucher auf die Füße treten.

Neben der Belastung für die Umwelt steht aber auch noch die Schädigung der Sehenswürdigkeiten durch Millionen von Besuchern jährlich. Den berühmtesten Steinkreis der Welt, den Stonehenge in England, sperrte die Regierung deshalb für Touristen völlig ab. Der Urlaub in VR könnte langfristig solche extremen Maßnahmen verhindern. Außerdem sehen die meisten Sehenswürdigkeiten sowieso viel schöner aus, wenn sich nicht tausende Besucher auf die Füße treten. Ein letzter, aber sicherlich nicht geringer, Faktor sind die Kosten, die Reisende mit VR sparen. Die ganze Welt zu sehen, Urlaub in den entlegensten Winkeln der Erde zu machen, das ist ein Luxusgut. Mit einer VR-Lösung öffnen sich die kulturellen Schätze der Welt auch für den kleinen Geldbeutel. Wenn die Technik erst einmal soweit ist, ist das also sicherlich eine echte Alternative.

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