Leben

Urban Farming 2.0: Der Farmbot bestellt das Gemüsebeet von allein

von Marten Zabel

Urban Farming von morgen: Der Farmbot automatisiert den Gemüseanbau und macht nahezu alles alleine. Dadurch wird die Gartenarbeit fast zum Spiel.

Ein Gemüsebeet von oben – so ähnlich dürfte es für den Farmbot aussehen.
Alles im Blick: Der Farmbot kontrolliert die Gemüsepflanzen, misst die Bodenqualität und jätet Unkraut – vollautomatisiert und selbstständig. Foto: FarmBot

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie ein Roboter dem Gärtner Konkurrenz macht
  • Was der Farmbot neben dem Anlegen eines Gemüsebeets noch alles kann
  • Warum Urban Farming per App zum Spiel wird

Ein eigener Gemüsegarten bedeutet nicht nur, frisches selbstgezüchtetes Grün im Salat, sondern auch ein Stück weit Unabhängigkeit und Erholung vom Leben im Alltag. Mit Farmbot gibt es jetzt eine Möglichkeit, ein Gemüsebeet anzulegen, ohne dabei selbst auf Händen und Knien herumzukriechen.

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Dabei läuft nicht nur die Aussaat per App; der Roboter jätet auch Unkraut und versorgt jede Pflanze nach deren individuellen Bedürfnissen. Das könnte Urban Farming auch für Menschen attraktiv machen, die selbst eigentlich keine Zeit haben, ein Gemüsebeet anzulegen und zu pflegen. Ähnlich automatisiert, aber in einem viel größeren Maßstab setzt bereits die Landwirtschaft auf autonome Helfer – zum Beispiel selbstfahrende Traktoren.

Ein Gemüsebeet per App anlegen

Auf den ersten Blick sieht der Farmbot aus wie ein kleiner Portalkran oder ein sehr großer 3D-Drucker, der über dem Gemüsebeet schwebt. Einmal installiert, legt er das Gemüsebeet nach Wunsch an: Er verteilt das Saatgut automatisch auf der Fläche, drückt es in den Mutterboden und wässert es anschließend selbstständig und regelmäßig.

Darüber hinaus verfügt der Farmbot über die notwendige Hardware, um Blätter zu erkennen und so unerwünschten Bewuchs zu entfernen. Er nimmt sogar Bodenproben, um die Qualität der Erde stets im Blick zu behalten.

Die Steuerung per App ermöglicht einen genauen Plan des Beets nach Gemüsesorten in Form einzelner Pflanzen, die jeweils einen gewissen Umkreis um sich haben, um wachsen und gedeihen zu können. Ist das Gemüse reif zum Ernten, sagt der Bot per App Bescheid und ersetzt hinterher die Pflanze durch eine Neue. So lässt sich das Beet ideal ausnutzen und der Gemüseanbau wird quasi zum Spiel auf dem Smartphone.

Der Farmbot verrichtet seine Arbeit.
Der Farmbot kennt keinen Zustand der Erschöpfung: Er kümmert sich 24 Stunden lang, sieben Tage die Woche um das Gemüsebeet. Foto: FarmBot

Urban Farming als Zukunftsmodell

Farmbot automatisiert den Trend des Urban Farmings: Wer frisches Gemüse aus eigenem Anbau will, legt sich heutzutage dafür auch auf einem kleinem Grundstück oder auf dem Dach eines Hochhauses ein Gemüsebeet an. Es gibt sogar Überlegungen, das bei Supermärkten umzusetzen, die so täglich frisches Gemüse ohne Transportwege in ihr Angebot aufnehmen könnten.

Mit dem Farmbot dürfte sich die kommerzielle Nutzung also ebenso lohnen wie der Anbau von Gemüse im heimischen Garten von Privatleuten. Die Erfinder des Gartenroboters arbeiten sogar mit der NASA zusammen, um das System auch für den Weltraum fit zu machen, damit es zum Beispiel dereinst auf dem Mars für frisches Essen sorgen kann.

Updates

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Das Einstiegsmodell des Farmbot ist der Genesis. Er kann ein Beet von 1,4 mal 2,9 Metern bearbeiten und kostet 2595 Dollar. Das ist zwar eine Menge Gemüse im Gegenwert, dafür sind Hard- und Software quelloffen.

Entsprechend können sich Tüftler das Gerät auch einfach nachbauen und selbst weiterentwickeln, um das Optimum aus ihrem Gemüsebeet herauszuholen – oder den Farmbot vielleicht sogar für andere Gartenarbeit fit zu machen.

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