Elektromobilität

UPS-Paketdienst liefert jetzt auch mit E-Rikschas aus

von
Marten Zabel

Die E-Rikscha soll für UPS die Lösung für Lieferungen in verstopften Innenstädten geben. Der Paketdienst will damit den Verkehrsinfarkt einfach umfahren.

E-Rikscha des UPS-Paketdienstes im Einsatz.
In Seattle kommen auch während einer Sperrung E-Rikschas für die Paketlieferung bei UPS zum Einsatz. Foto: UPS

Das erfahren Sie gleich:

  • UPS plant für Lieferungen in Großstädten den Einsatz von E-Rikschas
  • Der Paketdienst von UPS könnte damit Staus vermeiden und die Parkplatzsuche erleichtern
  • In der Stadt Seattle hofft das Unternehmen so, dem kommenden Verkehrsinfarkt zu entkommen

UPS versucht sich in der Metropole Seattle mit neuen Lieferfahrzeugen. Die E-Rikschas sind eine Mischung aus Pedelec, kastenförmigem UPS-Van und dem aus dem Stadtbild von Südasien bekannten Tuk Tuk. Das Pilotprojekt soll in verstopften Innenstädten schnellere Lieferungen ermöglichen und dabei gleichzeitig die Luftverschmutzung verringern. Aber auch bei den Betriebskosten erhofft sich das Unternehmen Vorteile.

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Die Elektrorikschas der Firma Truck Trike sind speziell für den Lieferverkehr entwickelt: Das Vorderrad wird mit den Pedalen vom Fahrer angetrieben, die beiden Hinterräder haben einen Elektromotor, der mit den Bordbatterien eine Reichweite von etwa 30 Kilometern hat. Anders als beim klassischen Pedelec lässt sich der Elektromotor per Handgas steuern und ist nicht direkt von der Kraft abhängig, die auf die Pedale wirkt.

UPS-Paketdienst will E-Rikschas nutzen

Eine Windschutzscheibe geht fließend ins Dach über und schützt den Fahrer zumindest etwas vor dem Wetter. Rückspiegel erlauben eine gute Rundumsicht trotz des kastenförmigen Aufbaus der E-Lieferbox. In diese passen knapp 160 Kilogramm Zuladung – das sind bei UPS im Schnitt rund 40 Pakete.

Der Zeitpunkt für die Anschaffung der E-Rikschas oder Pedal-Tuk-Tuks durch UPS ist in Seattle auf eine kommende Verkehrskatastrophe hin abgestimmt. Am 4. Februar soll ein Viadukt mit einem Stück erhöhter Stadtautobahn abgerissen und durch einen Tunnel ersetzt werden, der allerdings erst drei Wochen später eröffnet wird.

Während wir bereits in anderen Städten Projekte zur Fahrradlogistik gestartet haben, ist dies das erste, das eine ganze Bandbreite urbaner Herausforderungen angeht Wir freuen uns darauf, diese maßgeschneiderten städtischen Lieferlösungen landesweit anbieten zu können.

Scott Phillippi, Head of Maintenance and Engineering, UPS

Für diese Übergangszeit gibt es keine Straßenverbindung durch die Innenstadt zur Uferpromenade und die Planer erwarten den Kollaps des innerstädtischen Verkehrs. Viele Bürger haben bereits Urlaub geplant oder wollen von zuhause aus arbeiten, sofern möglich.

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Rikschas gegen den Verkehrsinfarkt

UPS wird auch in dieser Zeit des Verkehrsinfarkts Pakete ausliefern. Die Elektrofahrzeuge des Unternehmens brauchen wenig Platz und können sich fast überall durchschlängeln, wo auch Fahrräder hinkommen – und finden nahezu überall einen Parkplatz. Dass sie dabei auch noch im Betrieb weniger kosten, ist für den Betreiber ein Bonus.

Und die Fahrer sind nach eigener Aussage Menschen, die es genießen, im Verlauf des Arbeitstages gleichzeitig auch noch ein Workout zu bekommen, für das andere Menschen nach der Schicht noch ins Fitness-Studio müssen.

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