Technik

Unicode-Konsortium beschließt 157 neue Emojis für 2018

von Carsten Fischer

Ab Herbst 2018 soll es 157 neue Emojis geben – wie die aussehen und was sie ausdrücken, wurde jetzt vom Unicode-Konsortium beschlossen.

Auf den Boden ist ein Emoji gemalt, daneben sind die Füße zwei Kinder in Turnschuhen zu sehen.
Da stehen viele Messenger-Nutzer drauf: Im Herbst 2018 soll es neue Emojis geben. Foto: Unsplash/Nathan Dumlao

Das erfahren Sie gleich:

  • Das Unicode-Konsortium kündigt neue Emojis für den Herbst 2018 an
  • Im Vorweg gab es immer heiße Diskussionen um neue Emojis
  • Messenger-Dienste gestalten eigene Emojis nach den Unicode-Vorbildern

Mehr Vielfalt mit 157 neuen Emojis in 2018

Die Vorstellung von neuen Emojis wird immer mit Spannung erwartet, und im Vorfeld wie viel diskutiert. Nicht selten ist auch ein Politikum dabei, wie etwa das Hijab-Emoji. Nun wurden sie endlich fertiggestellt, die neuen Emojis für 2018. Gab es im vergangenen Jahr „nur“ 69 neue Emojis, sind es diesmal 157 Neuerscheinungen. Darunter findet sich ein buntes Potpourri verschiedener Symbole und Gesichter. Fans des FC St. Pauli können sich beispielsweise an einer Totenkopf-Flagge erfreuen, und auf die Bildungsbürger wartet ein Schach-Emoji. Zudem gibt es Komponenten für unterschiedliche Haar- und Hautfarben. Auch aktuelle Trends und Hobbys werden bedient: Nähen, Stricken oder Skateboarden lassen sich jetzt mit nur einem Tastendruck darstellen. Erstmals sind auch Richtungswechsel der Smileys möglich: Die animierte Eisenbahn kann beispielsweise auch nach rechts und nicht mehr nur nach links fahren.

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Unicode 11.0 beschlossen

Die 157 neuen Kreationen wurden vom Unicode-Konsortium Anfang Februar präsentiert und sollen voraussichtlich ab Herbst verfügbar sein. Damit steigt die Zahl der animierten Gesichter auf insgesamt 2.823.

Das Konsortium ist ein Zusammenschluss von Mitarbeitern der führenden Technik- und Onlineunternehmen weltweit: Google, Apple, Facebook, Microsoft und Emojipedia sind in die Entscheidungsfindung involviert. Sie stimmen darüber ab, welche Emojis weltweit zugelassen werden. Auf der Unicode-Seite findet sich eine Übersicht der Mitglieder.

Die gemeinnützige Behörde um den Vorsitzenden Mark Davis (Google) und seinem Vize Jeremy Burge (Emojipedia) wurde 1991 in Kalifornien gegründet. Neben allgemeinen Netzthemen befasst sie sich seit 2007 auch mit den digitalen Gute-Laune-Machern. Das erste Emoji erblickte 1999 das Licht der Welt. Mit dem Beginn des Höhenfluges des Smartphones in 2007 ging es auch für die Smileys stetig bergauf. Wer denkt, die Macher nehmen die Entscheidung auf die leichte Schulter, sieht sich getäuscht – mehrere Monate dauern die Beschlüsse.

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Die Übersicht zeigt sechs neue Emojis 2018, die das Unicode-Konsortium beschlossen hat.
Von Herzgesicht bis Party-Emoji: Sechs der neuen Emojis 2018, die das Unicode-Konsortium jetzt beschlossen hat. Foto: Emojipedia

Emojis variieren in Messenger-Diensten

Nach der Vorstellung der neuen Strichgesichter ist es nun an den Anbietern von Messenger-Diensten, die Unicode 11.0-Serie optimal für ihre Services abzubilden. Die bisher erschienenen Emojis sind lediglich Vorlagen. Dabei wird es in der finalen Aufmachung von Betriebssystem zu Betriebssystem erfahrungsgemäß Unterschiede geben.

Spätestens ab Herbst sollten die Neuerscheinungen dann in allen Messenger-Diensten integriert sein. Trotz der mittlerweile großen Auswahl gibt es nach wie vor genügend Vorschläge, die vom Unicode-Konsortium noch nicht umgesetzt wurden. Unter anderem Flamingos, eine Diskokugel oder ein Glas gefüllt mit Weißwein. Wer noch weitere Ideen hat, die seiner Meinung nach für die digitale Kommunikation unerlässlich sind, kann noch bis Ende März Empfehlungen für die Unicode 12-Serie abgeben. Diese erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2019.

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