Leben

Ultima Thule: Was Forscher vom Weltall-Schneemann lernen können

von
Leonie Butz

Erste Untersuchungen der Bilder von Ultima Thule geben Aufschluss über die Formung von Planeten – und könnten Anzeichen für Wasser zeigen.

Ultima Thule auf einem Bild, das die New Horizons an die NASA gesendet hat.
Ultima Thule: Die Formation ist mehr als 6 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Foto: picture alliance/AP Photo

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie weit die New Horizons ins Weltall vorgedrungen ist
  • Welche Erkenntnisse die ersten Daten von Ultima Thule liefern
  • Was Wissenschaftler über die Formung von Planeten und Leben im All lernen können

Wie der Name bereits vermuten lässt, soll die Sonde "New Horizons" der Forschung neue Horizonte erschließen. Bereits Anfang des Jahres flog sie an Ultima Thule vorbei, der sich noch hinter Pluto im eisigen Kuipergürtel befindet – rund 6,4 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Die Analyse der ersten Daten der Raumsonde versprechen jetzt spannende neue Erkenntnisse für die Wissenschaft.

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Die Entstehung von Planeten: Friedliche Verschmelzung?

Forschungen haben bereits gezeigt, dass Ultima Thule früher aus zwei einzelnen Körpern bestand, aus denen sich die eigenwillige Schneemann-Gestalt geformt hat. Mit den neusten Daten konnten die Wissenschaftler der NASA jedoch zeigen, dass es sich dabei um eine langsame und friedliche Verschmelzung handelte. Eine gewaltige Kollision schlossen die Forscher aus, denn keines der beiden Objekte weist ernste Schäden auf.

Die Durchsicht der Daten lässt dabei selbst Wissenschaftler der NASA staunen. Hauptverantwortlich für die Untersuchungen der Proben ist der erfahrene Planetenforscher Alan Stern. „Die Daten, die wir bereits hier haben, lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen,“ so Stern in einer Pressemeldung. „Sie verändern unsere Vorstellung davon, wie kleine Objekte aus dem Kuipergürtel – die Bauteile für Planeten wie Pluto – geformt wurden.“

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Ultima Thule: New Horizons liefert spannende Daten

Ein weiterer spannender Aspekt für die Wissenschaft ist die Oberfläche von Ultima Thule. Berge und Täler wechseln sich hier ab, ebenso wie helle und dunkle Regionen. Noch interessanter ist jedoch der Nachweis von Methanol, Eis und organischen Molekülen an der Oberfläche – ein Zeichen von Leben also.

Neben Ultima Thule könnte die New Horizons noch weitere spannende Entdeckungen machen. Die Kommunikationssysteme erlauben das Senden von Daten über Entfernungen von mehr als 200 Astronomischen Einheiten (AE), was knapp 30 Milliarden Kilometern entspricht – solange die Energieversorgung mitspielt. Laut Forschungsleiter Alan Stern soll sie bis 2035 und vielleicht einige Jahre darüber hinaus reichen. New Horizons wäre dann bei rund 90 AE (etwa 13,5 Millarden Kilometer) angekommen.

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