Elektromobilität

Uber und die NASA planen den Luftraum für fliegende Taxis

von Marten Zabel

Fliegende Taxis sind ein alter Traum, an dem inzwischen mehrere Firmen arbeiten. Die Einteilung der Flugzonen erforscht jetzt Uber mithilfe der NASA.

Kondensstreifen am Himmel.
In der Luft herrscht reger Verkehr, den Uber gemeinsam mit der NASA koordinieren will. Foto: Shutterstock / hipproductions

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum sich die NASA jetzt mit fliegenden Taxis beschäftigt
  • Wie Flugzonen über Städten aussehen könnten
  • Welche Herausforderungen der Luftverkehr in der Stadt mit sich bringt

Fliegende Taxis – eine Herausforderung für die NASA

Der Himmel über Großstädten könnte schon bald mehr für den Luftverkehr genutzt werden. Um fliegende Taxis sicher von einem Ort zum anderen zu bringen, bedarf es einer entsprechend guten Organisation der Flugzone.

Vollelektrischer Fahrspaß

Jetzt für Audi e-tron News registrieren

Jetzt kostenlos anmelden

audi.de/DAT-Hinweis

Der Fahrdienstanbieter Uber arbeitet schon länger an elektrisch betriebenen Flugtaxis für den urbanen Raum. Jetzt kooperiert der Konzern mit der US-Raumfahrtbehörde NASA, um per Computersimulation Möglichkeiten zu finden, den Luftraum und Flugkorridore optimal und sicher aufzuteilen – die die Elektromobilität der Zukunft möglich zu machen.

Wenngleich Szenen aus Filmen wie "Das Fünfte Element" mit Strömen voller fliegender Autos zwischen den Wolkenkratzern einer Großstadt in der Zukunft beeindruckend aussehen, wären derartige Verkehrssituationen aus Sicherheitsperspektive ein Albtraum.

Aktuell fliegen Verkehrsflugzeuge nur zu erlaubten und eng zugeschriebenen Zeitfenstern in begrenzten Flugkorridoren, die Fluglotsen überwachen. Das wäre mit spontan herbeigerufenen fliegenden Taxis in dieser Form nicht praktikabel – entsprechend müssen alternative Lösungen her.

Wie die Flugzonen über Städten nutzen?

Das Space Act Agreement zwischen Uber und der NASA soll erforschen, wie sich der in Zukunft vermutlich recht verkehrsreiche Luftraum von Großstädten organisieren lässt.

Uber übergibt der Raumfahrtbehörde dafür Datensätze mit konkreten Schätzungen über Flüge innerhalb von Dallas, der ersten Stadt, die für reale Tests vorgesehen ist. Diese Daten basieren auf der aktuellen Nutzung von Ubers Fahrdienst. Sie ermöglichen der NASA, das künftige Verkehrsaufkommen in der dritten Dimension einzuschätzen.

Die Modelle für den Luftverkehr sehen nicht nur auf die Kollisionsgefahr. Sie betrachten auch die Lärmbelästigung für die Menschen am Boden. Wichtigster Aspekt des Projekts ist allerdings ein eigenes Leitsystem. Dieses soll künftig den städtischen Luftverkehr regeln – von Flugtaxis bis hin zu Lieferdrohnen.

Konzeptzeichnung des Flugraums über Städten von der NASA.
Die NASA will den Flugraum über Städten verschiedenen Fluggeräten zuweisen. Foto: Nasa

Unbemannte, elektrische Fluggeräte mit relativ geringer Flughöhe sollen demnach mit einem automatisierten Leitsystem ausgestattet sein. Damit können sich Fluglotsen weiterhin voll auf die Verkehrsregelung großer Verkehrsflugzeuge konzentrieren.

Auch Siemens und Airbus arbeiten derzeit an einem eigenen System für fliegende Taxis.

Luftverkehr in der Stadt als nächste Herausforderung

Die Datensammlung soll Ubers eigene Fluggeräte mit einbeziehen. Laut Plan sind das autonom fliegende Taxis und Drohnen zur Warenlieferung. Daraus sollen Industriestandards entstehen. Von Regeln für die Luftfahrt bis hin zu Spezifikationen über Hardware-Systeme wie Positionstransponder und Kommunikations-Software gibt es in diesem Bereich viel zu tun.

Letztlich könnte der Luftraum in der Stadt künftig zur viel genutzten Verkehrszone werden. Das bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Da wären die technischen Hürden für die Sicherheit: Etwa die Tatsache dass ein fliegendes Auto bei Funktionsstörungen nicht einfach vom Himmel fallen darf.

Updates

Bleiben Sie zum Thema Elektromobilität immer informiert.

Zusätzliche Herausforderungen sind vor allem legaler und organisatorischer Natur. Im Gegensatz zum eingangs erwähnten Film "Das Fünfte Element" werden allerdings voraussichtlich keine menschlichen Fahrer am Steuerknüppel von fliegenden Taxis sitzen. Die Computer dafür könnten direkt mit der Flugleitzentrale kommunizieren und so für mehr Sicherheit in der Luft sorgen.

Mit elektrisch fliegenden Drohnen und Taxis ließen sich so Emissionen und Lärmbelästigung in Grenzen halten.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen