Elektromobilität

Thor Trucks: Start-up entwickelt Elektro-Lkw-Technik für UPS

von
Paul Bandelin

UPS will Elektro-Lkw für seine Flotte. Einige Großunternehmen – und das Start-up Thor Trucks – kämpfen um den Großauftrag des Kurierdienstes.

Konzeptbild eines UPS-Elektro-LKW von Thor Trucks.
Künftig elektrisch in der Stadt unterwegs: So könnte der Elektro-LKW von UPS aussehen. Foto: UPS

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum der Kurierdienst UPS in seiner Flotte Elektro-LKW einsetzen will
  • Wie das kleine Start-up Thor Trucks einen Riesenauftrag von UPS an Land ziehen könnte
  • Warum sich nicht nur UPS dem Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel stellt

Elektromobilität ist in allen Bereichen des Verkehrs stetig auf dem Vormarsch. Besonders für Logistik-Unternehmen, die sich hauptamtlich auf den Straßen bewegen, ist diese Entwicklung von Relevanz.

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Ende Juli 2018 gab der US-amerikanische Kurierdienst UPS bekannt, vielversprechende Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und fortschrittlichen Technologien testen zu wollen. Die ausgewählten Fahrzeuge sollen später zum Einsatz kommen, um die eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Nicht die erste E-Offensive in Sachen Lieferdienst bzw. Post.

Thor Trucks: Start-up im Rennen gegen Großunternehmen

Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, kooperiert UPS mit mehr als nur einem Unternehmen. Neben Daimler, Tesla und Workhouse arbeitet der Kurierdienst seit Mitte 2018 auch mit dem Start-up Thor Trucks bei der Entwicklung von geeigneten Elektro-Lkw zusammen. Mit dem Ende 2017 vorgestellten ET-One Electric Truck beispielsweise stießen die Kalifornier von Thor Trucks bei UPS auf offene Ohren.

Das Unternehmen half UPS bei der Entwicklung zweier Elektro-LKW, die der Kurierdienst nun ein halbes Jahr lang testen will. Der Fokus liegt dabei auf der Haltbarkeit des Akkus sowie dessen Reichweite. Erst wenn die Ende 2018 beginnenden Testfahrten zufriedenstellend verlaufen, will UPS den Auftrag erteilen.

Thor Trucks entwickelt Batterien für das Rolling Laboratory

Die Reichweiten der beiden Lastwagen variieren und liegen beim günstigeren Modell bei etwa 80 Kilometern und bei der zweiten Variante bei rund 160 Kilometern. Thor Trucks ist derzeit noch ein relativ kleines Start-up, das nicht über die Möglichkeiten verfügt, einen Lkw komplett alleine zu entwickeln und zu bauen. Deshalb hat UPS das Unternehmen vorerst nur mit der Entwicklung der Batterie betraut, die leicht und langlebig sein soll. Das Chassis stammt hingegen von Morgan Olson.

UPS ist der Nachhaltigkeit verpflichtet und betreibt eine der angesehensten und komplexesten Flotten des Landes. Dies ist auch eine unglaublich wertvolle Gelegenheit, einen Einblick zu bekommen, was erforderlich ist, um unsere Mission zu erfüllen, ganze Elektroflotten auf die Straße zu bringen.

Dakota Semler, Mitbegründer und CEO Thor Trucks

UPS selbst nennt das gigantische Testvorhaben mit Thor Trucks und den anderen Unternehmen „Rolling Laboratory“. Dabei kommen insgesamt 9300 schadstoffarme Fahrzeuge zum Einsatz. Sie sollen ermitteln, welche Technologie in welcher Routenkonfiguration am besten funktioniert und welche Lösungen am besten zu den Anforderungen des Alltags passen. Dazu gehören neben rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen auch Hybride oder mit komprimiertem Erdgas angetriebene Lastwagen.

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Klimawandel: Nicht nur UPS wird aktiv

Auch wenn der derzeitige US-Präsident Donald Trump nicht an den Klimawandel glaubt – viele Menschen sind überzeugt, dass sie dem Treibhauseffekt aktiv entgegenwirken sollten. Sei es mit der Weiterentwicklung der Elektromobilität – wie UPS es jetzt versucht – oder anderen Projekten, die fossile Brennstoffe überflüssig werden lassen.

Dazu zählt beispielsweise auch ein Aktionsplan von neun Bundesstaaten, der 80 neue Elektromobilitätsziele umfasst, die Nutzung von Schulbussen als Stromspeicher oder etwa der Bau gigantischer Offshore-Windparks vor den Küsten. Mit der Umgestaltung der Flotte trägt UPS seinen Teil zu der Unternehmung bei.

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