Leben

The Boring Company: Kommt ein Tunnel in Australien?

von
Thomas Pitscheneder

In Los Angeles könnten Tunnel der Boring Company bald die Verkehrsprobleme lösen. Kürzlich meldete ein fernes Land Interesse an: Australien.

Blick in einen Tunnel der Boring Company
In Los Angeles nahm ein Tunnel der Boring Company bereits den Testbetrieb auf. Vielleicht entsteht auch in Australien ein Tunnel – die Politik zeigt sich interessiert. Foto: picture alliance / AP Photo

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Politiker Jeremy Buckingham gerne einen Tunnel in Australien hätte
  • Wo der zwischen den Blue Mountains und Sydney entstehen könnte
  • Was die örtliche Verkehrsbehörde von dem Vorhaben hält

Im Dezember 2016 steckte Elon Musk im Verkehr von Los Angeles fest. Da kam ihm eine Idee: Staus in der Stadt ließen sich doch ganz einfach mit einem Tunnelsystem lösen. Geboren war "The Boring Company". In den USA testet diese bereits erste Röhren für den unterirdischen Transport. Doch auch Australien scheint Interesse zu haben.

Der Politiker Jeremy Buckingham steckte dort nämlich in einer ähnlichen Situation fest. Die Straßen über die Blue Mountains in Richtung Sydney sind offenbar ähnlich verstopft wie die in LA. Über Twitter wandte er sich deshalb an Elon Musk – bezüglich eines Tunnels als Lösung.

Elon Musk: Firmenchef rechnet die Kosten vor

Die Frage von Buckingham: Was würde ein 50 Kilometer langer Tunnel durch die Blue Mountains kosten? Die Antwort von Musk ließ nicht lange auf sich warten. Mit rund 15 Millionen US-Dollar pro Kilometer müsse die Region rechnen. Das ergebe für die Strecke etwa 750 Millionen Dollar. Dazu kämen weitere 50 Millionen pro Station.

Im Vergleich zum Tunnel in den USA wäre das offenbar teurer. Die Boring Company bezifferte die Kosten für den gut 1,8 Kilometer langen Tunnel in Los Angeles auf 10 Millionen US-Dollar.

Jeremy Buckingham hielt das in einer Antwort hingegen für "ein Schnäppchen". Den Tunnel bezeichnete er als "Game Changer" für die Verbindung zwischen Sydney und dem Westen. Er bestätigte, mit der Premierministerin von New South Wales, Glady Berejiklian, sprechen zu wollen. Wenig später lieferte er eine potenzielle Route.

Verkehrsministerium setzt sich mit Idee auseinander

Offenbar haben Buckinghams Frage und Musks Antwort etwas losgetreten. Wie die Australian Broadcasting Corporation berichtet, hat sich Verkehrsminister Andrew Constance bereits mit der Idee beschäftigt. Er liebe die Vision und sieht sie als bewundernswerte Innovation, die das Transportnetzwerk von Sydney in Zukunft formen könnte.

Unaufgeforderte Angebote dieser Art wolle man sehr ernst nehmen, doch ein Tunnelsystem, wie es Jeremy Buckingham gerne hätte, sei aktuell nicht umzusetzen. Vielmehr rechnen Constance und sein Team mit Kosten in Höhe von 3 Milliarden Australischen Dollar (rund 2,16 Milliarden US-Dollar) für einen Auto-Tunnel und 6 Milliarden (etwa 4,31 Milliarden US-Dollar) für einen Zug-Tunnel.

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