Leben

The Boring Company: Tunnel in Los Angeles steht vor Eröffnung

von Marten Zabel

Elon Musk hat die erste Begehung des Tunnels bereits abgeschlossen: Bereits in wenigen Wochen sollen Fahrgäste das System von The Boring Company nutzen.

Konzept des Shuttles von The Boring Company
Das Shuttle versinkt im Boden: Konzept des Transports der Zukunft bei The Boring Company. Foto: The Boring Company

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie der Tunnel von The Boring Company von innen aussieht – und wann er eröffnen soll
  • Wie Elon Musk mit dem System in LA den Stadtverkehr umkrempeln will
  • Welche Pläne der Milliardär in Sachen Verkehr der Zukunft sonst noch so hat

Das Projekt, das Elon Musk mit The Boring Company ins Leben gerufen hat, um den Verkehr in Los Angeles zu entlasten, steht kurz vor seiner Eröffnung: Der Gründer hatte bei Instagram bereits ein Video von der Fahrt durch den fast fertigen ersten Tunnel gezeigt, der vom Stadtzentrum von Los Angeles zum Flughafen führt.

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Auch das lokale Hauptquartier von SpaceX ist mit einem eigenen Zugang angeschlossen. Schon in wenigen Wochen sollen erste Fahrgäste das System nutzen können – im Rahmen einer Testphase wohl sogar kostenlos. Das könnte das Leben in der Stadt schon bald nachhaltig verändern.

Boring Company plant baldige Eröffnung

Elon Musk könnte Wort halten. Der Gründer von The Boring Company, SpaceX und Tesla versprach bereits Anfang des Jahres, dass noch 2018 erste Personen die unterirdischen Tunnel in Los Angeles nutzen können. Kürzlich kam dann die Nachricht per Twitter: “Spazierte heute die volle Länge des Boring-Tunnels unter LA entlang. Beunruhigend lang. Wir sind auf dem Weg für eine Eröffnungsfeier am 10. Dezember. Es wird sehr eindimensional”.

Was Musk damit meint, bleibt abzuwarten. Allerdings postete er ein neues Video, das die Durchquerung des Tunnels im Zeitraffer zeigt. Der sieht zwar noch immer wie eine Baustelle aus, scheint jedoch seiner angedachten Funktion nachzukommen.

So soll der Tunnel funktionieren

Fahrten durch den Tunnel der Boring Company sollen mit elektrischen Schlitten stattfinden, die auf Schienen reisen und sich gegenseitig überholen können. Im Gegensatz zur herkömmlichen U-Bahnen transportieren diese Schlitten allerdings auch Autos und Fracht – Laut Elon Musk haben in seinem Tunnel allerdings Shuttles mit Fußgängern und Radfahrern Vorrang.

Der erste Tunnel der Boring Company soll nicht der Letzte sein: Musk hat bereits mehrfach verkündet, auch an Verbindungen zwischen Städten interessiert zu sein, etwa einem Tunnel von Los Angeles nach San Francisco und einer Strecke von New York in die Landeshauptstadt Washington DC. Die Arbeiten an dieser sollen bereits laufen.

Teslas Gründer mit einem eigenen Hyperloop

Auf größeren Strecken könnte allerdings nicht das angedachte System von einfachen Schienenschlitten, sondern ein Hyperloop die Tunnel füllen: Musk hat bereits in den sozialen Medien laut darüber nachgedacht, selbst ein derartiges System von Hochgeschwindigkeitskapseln in Vakuumröhren zu installieren.

Die urbane Version des Tunnels der Boring Company hingegen wird ein System als teilindividualisierter Massentransit: An kompakten Stationen an der Erdoberfläche können Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer auf die Transporter gehen oder fahren, diese werden dann in den Tunnel abgesenkt und bringen sie schnell unterirdisch ans Ziel. Wenn das Netzwerk kommerziell wird und Geld kostet, soll der Ticketpreis unter dem einer Busfahrt liegen – im verstopften Verkehr von LA wäre dann nicht nur Zeit, sondern auch Geld gespart.

Aber die Hyperloop-Konkurrenz schläft nicht: Und so könnte bald eine erste Röhre im französischen Toulouse in Betrieb gehen.

The Boring Company – alles, nur nicht langweilig

Als Nebenprojekt von Elon Musk ist The Boring Company indes alles andere als langweilig: Nachdem der Unternehmer zunächst scherzhaft verkündet hatte, neben Kappen auch Flammenwerfer zu verkaufen, kamen diese tatsächlich auf den Markt.

Updates

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Der Abraum der Tunnels wird inzwischen als Baumaterial vermarktet und Musk hat zuletzt Witze über Pläne für Cyborg-Drachen gemacht. Die Erfahrung zeigt: Solche Aussagen des exzentrischen und publikumsaffinen Gründers von SpaceX und Tesla sollte man durchaus ernst nehmen.

Wie Elon Musk auch die Raumfahrt revolutionieren will, das lesen Sie ebenfalls bei aio.

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