Elektromobilität

Tesla Model X 100D: Elektroautos für Schweizer Polizei

von Carola Franzke

Die Polizei des kleinen Schweizer Kantons Basel-Stadt ersetzt die bisherigen Dienstwagen durch Tesla Model X 100D und steigt damit um auf Elektroautos.

Ein Tesla Model X fährt auf einer Straße, im Hintergrund sind Berge zu sehen.
Wer billig kauft, kauft doppelt: Mit dem inklusive Umbau rund 119.000 Euro teuren Tesla Model X 100D will die Polizei Geld sparen. Foto: Tesla

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum das Tesla Model X 100D für die Polizei vernünftig ist
  • Wie die Stromversorgung für die Elektroautos gesichert ist
  • Wo noch Elektroautos als Polizeiwagen im Einsatz sind

Warum das Tesla Model X 100D für die Polizei vernünftig ist

Für viele Autoenthusiasten ist es ein Traum, für die Schweizer Polizisten hat es praktische Gründe: Laut einer Pressemitteilung der Kantonspolizei in Basel-Stadt eignet sich das Tesla Model X 100D gut als Auto für die Überfallkommandos der Polizei, da es genug Platz und Stauraum bietet.

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Die Tesla-Elektroautos sollen die bisher eingesetzten Dieselfahrzeuge ersetzen. Zwar ist die Anschaffung eines Tesla Model X 100D teurer (die Polizei rechnet inklusive Ausbau mit umgerechnet rund 119.000 Euro pro Fahrzeug gegenüber den bisher aufgewendeten 82.600 Euro).

Dennoch sieht die Polizeibehörde den Schritt als Sparmaßnahme, da Betriebs- und Unterhaltskosten geringer seien, und auch der Wiederverkaufswert sei höher als bei den bisherigen Dienstwagen. Kurzum: Für die Polizei hat das Elektroauto mehr Vorteile als Nachteile.

Wie die Stromversorgung für die Elektroautos gesichert ist

Der Wechsel scheint auf den ersten Blick gewagt, denn die Reichweite eines geladenen Tesla Model X 100D beträgt nur rund 500 Kilometer, und es kann ja nicht überall nachgeladen werden. Doch die Überfallkommandos der Stadt sind im Schnitt nur 200 Kilometer pro Tag unterwegs.

Geplant sind je zwei Ladestationen an den Polizeiwachen und im Lager. Zieht man zudem in Betracht, dass das Kanton Basel-Stadt nur 37 Quadratkilometer groß ist, erscheint die Stromversorgung gesichert und die Anschaffung in einem anderen Licht. Spannend wir die Frage, wie sich die Akkus der Tesla-Elektroautos im kalten Schweizer Winter schlagen.

Der kleine Kanton Basel-Stadt ist mit der Entscheidung übrigens nicht allein. Auch in Luxemburg sollen in Kürze zwei Tesla-Elektroautos für die Polizeibehörde auf die Straße. Luxemburg hat zwar fast 2600 Quadratkilometer abzudecken, doch das relativiert sich durch die geografischen Gegebenheiten. Das kleine Land hat nur wenige Autobahnen, und die weiteste Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung sind rund 82 Kilometer, in Ost-West-Richtung 57 Kilometer.

Wo noch Elektroautos als Polizeiwagen im Einsatz sind

In Luxemburg fiel die Entscheidung für den Kauf von Tesla-Elektroautos, da zum Zeitpunkt des Kaufs nur diese schnell genug für den Einsatz auf der Autobahn waren. Angekündigt war die Inbetriebnahme schon für den Herbst 2017, allerdings haben die beiden Elektroautos bisher keine TÜV-Abnahme.

Hintergrund: Es gibt noch keine Tesla-Elektroautos mit Polizei-Ausstattung, so dass die Luxemburger Behörden kurzerhand eigenes Equipment gebaut haben. Damit müssen sie noch zur TÜV-Abnahme nach Deutschland, da es in Luxemburg keine eigene Zulassungsstelle gibt, die Gutachten für hohe Geschwindigkeiten erstellt.

Sowohl der Schweizer Kanton als auch Luxemburg sind gute Testgebiete für Elektro-Polizeifahrzeuge, da die abzudeckenden Gebiete nicht so groß sind. Sicher werden viele andere Behörden gespannt darauf warten, welche Erfahrungen hier gemacht werden – sowohl im Bezug auf die Zuverlässigkeit als auch auf die Kosten.

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