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Gesundheit

Studie: Schüler lernen besser im Öko-Klassenzimmer

von Leonie Butz

Fenster auf und Licht rein: Eine Studie des "World Green Building Council (WGBC)" zeigt, dass Schüler in einer gesünderen, grüneren Umgebung besser lernen.

Studie: Öko-Klassenzimmer machen Schüler besser
Mehr Licht und mehr Luft: Eine Studie des "World Green Building Council" zeigt, dass Schüler im ökologischen Klassenzimmer besser lernen. Foto: Shutterstock/AKK photo

Das erfahren Sie gleich:

  • Viele Klassenzimmer sind alt, dunkel und muffig
  • Eine neue Studie zeigt, dass Faktoren wie Licht und Luftqualität einen starken Einfluss auf das Lernverhalten haben
  • Schüler werden besser, wenn im Klassenzimmer viel Licht und wenig CO2 herrscht

Bessere Klassenzimmer, bessere Schüler

Schummrige, kleine Klassenräume – ohne Licht und immer etwas muffig. Fenster öffnen? Das geht nur mit dem passenden Fenstergriff, den die Lehrer dabeihaben. Frische Luft gibt es ohne sie nicht. Am Mittag kommt dann ein Tief, das nur durch Sauerstoff zu stoppen wäre – der Lehrer hat aber den Griff vergessen. Solche und ähnliche Szenen haben sich in der Schulzeit vieler Menschen abgespielt. So sieht es aber oft auch noch heute in Klassenzimmern aus. Dunkle Räume, wenig Luft und wenig natürliches Licht. Eine Studie des "World Green Building Council (WGBC)" – der Rat weltweiter grüner Gebäude – zeigt jetzt, wie schädlich solche schlechten Bedingungen für die Lernfortschritte von Kindern sind.

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Viele realisieren nicht, dass Faktoren wie der CO2-Gehalt oder das Licht einen großen Unterschied in der Leistung der Schüler ausmachen kann.

Für ihre Analyse verglich die Non-Profit-Organisation 100 Studien zu nachhaltigerer Architektur und deren Einfluss auf die Kinder darin. Der Kern des Wohlergehens der Kinder, so fanden sie heraus, liegt in vier Faktoren: Licht sowie Luftqualität, Temperaturen und die Akustik in den Räumen. "Viele realisieren nicht, dass Faktoren wie der CO2-Gehalt oder das Licht einen großen Unterschied in der Leistung der Schüler ausmachen kann", so der Geschäftsführer des Rates, Terri Wills. Je grüner die Schule, also mehr Fenster für natürliches Licht und eine gute Belüftung sie hat, umso besser, so die Studie. Denn einerseits ist das Klassenzimmer so heller und besser belüftet. Andererseits produzieren alte Lüftungen Abgase, die für die Gesundheit und die Konzentration der Schüler schädlich sein können. Auch umweltbelastende Chemikalien in Möbeln sind mitunter problematisch für die Kinder.

Natürliches Licht im Dunkeln

Eine Studie aus den USA etwa fand heraus, dass Kinder um 36 Prozent flüssiger laut vorlesen können, wenn viel natürliches Licht im Klassenraum vorhanden ist. Bei normalem Licht waren es nur 16 Prozent. Eine andere Studie fand heraus, dass eine Erhöhung der CO2-Belastung in der Schule um nur ein Hundertstel ungefähr einen halben Krankheitstag pro Jahr pro Schüler mehr bedeutet. Trotzdem sitzen viele Schüler noch immer in stickigen, dunklen Klassenzimmern. Vor allem den Mangel an Studien macht der Rat dafür verantwortlich – die Hoffnung ist aber groß, dass wenigstens neue Gebäude der ökologisch und gesundheitlich besseren Struktur folgen.

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