Elektromobilität

Studie zeigt: Die meisten E-Auto-Fahrer kommen vom Land

von
Thomas Pitscheneder

Eine passende Ladeinfrastruktur für Elektroautos gibt es meist nur in großen Städten. Doch fahren dort auch wirklich die meisten Stromer? Nicht so ganz.

Blick aus einem Auto auf das Umland
Nicht in der großen Stadt, sondern auf dem Land sind die meisten Menschen mit einem Elektroauto unterwegs. Dabei legen sie auch noch viele Kilometer zurück Foto: Getty Images

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Im Vergleich zu eher ländlichen Gegenden, leiden Großstädte durch das erhöhte Verkehrsaufkommen viel mehr unter Schadstoffemissionen. Lieferdienste, Speditionen und städtische Betriebe stellen deshalb bereits auf Elektrofahrzeuge um. Auch die Einwohner selbst entscheiden sich immer öfter für ein Auto mit Elektromotor.

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Doch es sind nicht die Städter, die den größten Teil der Elektromobilität ausmachen – wie eine aktuelle Studie zeigt.

Elektroautos auf dem Land stärker verbreitet

Das Marktforschungsinstitut UScale aus Stuttgart befragte 1000 Fahrer eines Elektroautos in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Davon kommen 36 Prozent aus einer eher ländlichen Gegend. Nur 18 Prozent wohnen in einer Kleinstadt mit weniger als 20.000 Einwohnern. Im Vergleich dazu kommen 32 Prozent aus einer Großstadt.

„Den Mythos, dass E-Mobilität wegen der geringen Reichweiten und dünnen Infrastruktur nur etwas für Ballungsgebiete und hippe Städter ist, können wir vergessen“, so UScale-Chef Axel Sprenger. Die oft bemängelten Reichweiten der Elektroautos ließen bisher die Annahme zu, dass in erster Linie Großstädter Interesse an einem Stromer haben.

Fahrer legen viele Kilometer zurück

Ein Elektroauto für kurze Strecken, einen Verbrenner für lange Reisen? Auch das scheint in der Praxis oft nicht zuzutreffen. Für immerhin 42 Prozent der Befragten ist es das einzige Fahrzeug im Haushalt. Im Schnitt legen die Teilnehmer rund 16.000 Kilometer pro Jahr zurück. Damit liegen sie über dem deutschen Durchschnitt. Drei Prozent kommen sogar auf über 50.000 Kilometer.

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Das Ladeverhalten ist dabei sehr unterschiedlich. Der mit 27 Prozent größte Teil der Befragten lädt zwei- bis dreimal pro Woche. 20 Prozent laden täglich, 19 Prozent bei jeder Gelegenheit. Weniger als zwei- bis dreimal pro Woche laden 18 Prozent. Alle zwei Tage nur 16 Prozent. Damit das gelingt, haben die Teilnehmer allerdings im Schnitt sechs Lade-Apps auf dem Smartphone.

Der meistgenannte Grund für den Umstieg ist ökologischer Natur (78 Prozent). Gleichzeitig gaben 77 Prozent den Fahrspaß und Komfort an. 76 Prozent fanden außerdem das Elektroauto als Innovation sehr interessant.

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