Elektromobilität

StreetScooter: Das Ende für die Produktion

von
Thomas Pitscheneder

Das endgültige Aus für die Produktion von StreetScooter scheint besiegelt. Einen großen Teil dazu trägt laut Deutsche Post DHL Group der Coronavirus bei.

Ein Blick auf die StreetScooter-Flotte der Deutschen Post
Die bestehende Flotte an StreetScootern bleibt bestehen. Weitere Exemplare will die Deutsche Post DHL Group aber nicht mehr herstellen. Foto: Deutsche Post DHL Group

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie die Deutsche Post DHL Group mit StreetScooter weitermacht
  • Welche Kosten auf das Unternehmen zukommen
  • Was das für die Klimaziele der Gruppe bedeutet

Bereits seit längerer Zeit bereiten die StreetScooter der Deutsche Post DHL Group Sorgen. Immer wieder beschwerten sich Fahrer, dass die Fahrzeuge nicht richtig funktionierten. Bei manchen Exemplaren kam es sogar zu plötzlichen Bränden. Die Produktion wollte die Gruppe nur noch mit einem Partner zusammen fortführen. Diese Pläne legt sie nun zu den Akten.

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StreetScooter: Partnersuche endgültig gescheitert

Wie die Deutsche Post DHL Group im Rahmen einer Pressemitteilung bestätigt, wolle sie „die Sondierungen für eine Partnerschaft zu den StreetScooter-Aktivitäten nicht aktiv weiter verfolgen.“ Statt weiter zu produzieren, will das Unternehmen künftig nur noch den Betrieb der bestehenden Flotte sicherstellen.

„Dank StreetScooter haben wir eine der größten elektrisch betriebenen Lieferflotten der Welt und bedeutende Impulse in Sachen Elektromobilität gesetzt. Wir haben immer gesagt, dass wir kein Autohersteller sein wollen. Eine weitere Skalierung ohne den richtigen Partner entspricht nicht unserer langfristigen strategischen Zielsetzung. Die Umstellung unserer Flotte auf E-Mobilität werden wir unabhängig von der heutigen Entscheidung weiter entschieden vorantreiben“, so der Vorstandsvorsitzende Frank Appel.

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Umstellung mit hohen Kosten verbunden

Günstig gestaltet sich der Umbau innerhalb der Deutsche Post DHL Group allerdings nicht. Das Unternehmen rechnet mit einer einmaligen Investition von 300 bis 400 Millionen Euro, um die interne StreetScooter-Abteilung auf ihre neue Aufgabe umzustellen. Auf den Cashflow soll das aber nur geringe Auswirkungen haben. Mit der Entscheidung zum Ende der Produktion reagiert die Gruppe auch auf den Coronavirus. Die Auswirkungen dessen auf das Geschäft seien einfach zu schwer einzuschätzen. Offenbar will die Deutsche Post DHL Group kein zusätzliches Risiko eingehen.

Emissionsziel bleibt bestehen

An ihrem übergeordneten Emissionsziel hält die Gruppe dennoch weiterhin fest. Das machte auch Frank Appel mit Nachdruck deutlich: „Wir stehen zu unserer Mission 2050, das heißt Null-Emissionen-Logistik bis 2050.“ Dazu soll die Bestandsflotte der StreetScooter ebenfalls ihren Teil beitragen.

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