Elektromobilität

Straßenlaternen als Ladestationen: Ubitricity gewinnt Klima-Preis

von
Carola Franzke

Kreative Ideen lohnen sich: Das Berliner Start-up Ubitricity baut Straßenlaternen zu Ladesäulen um – und erhielt dafür jetzt einen Klima-Preis in New York.

Ein Paar lädt ihr Elektroauto an einer Straßenlaternen-Ladestation von Ubitricity.
Laden an der Straßenlaterne: Das System des Berliner Start-ups Ubitricity lässt nicht nur in der Hauptstadt nutzen – sondern u.a. auch in New York. Foto: Ubitricity

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie der Klima-Wettbewerb "NYCx Climate Action Challenge" die Kreativität fördert
  • Wie Ubitricity nicht nur in New York Straßenlaternen umrüstet
  • Wie solche Ideen weltweit mehr Elektroauto-Ladestationen schaffen

Im Finale der "NYCx Climate Action Challenge" überzeugte dann das Berliner Start-up Ubitricity mit seinem Lade-Konzept für E-Autos. Im August 2018 erklärte der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio die deutschen Erfindet zu den Gewinnern des Wettberwerbs.

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Erst im Juni hatten die Jungs von Ubitricity als einer von sechs Finalisten 13.000 US-Dollar erhalten. Damit sollten sie ihre Technologie in der Praxis testen und Vertretern der New Yorker Verwaltung vorführen. Und das Konzept überzeugte.

Ubitricitys innovative Lösung wird die Stadt bei der Erreichung ihrer Klimaziele unterstützen und dabei die Bedürfnisse der Besitzer von Elektrofahrzeugen einfach bedienen.

Jeremy M. Goldberg, Stellvertretender CTO von New York

Ubitricity & Co.: Wettbewerb fördert Innovation

Zu dem Wettbewerb hatte New York Ende 2017 aufgerufen. Mit der Challenge wollten sie vor allem Lösungen für eine wachsende Infrastruktur finden – für mehr und schnellere Ladestationen. Über 30 internationale und auch lokale Unternehmen hatten sich an der Ausschreibung beteiligt.

Die NYCx Climate Action Challenge hat uns neue Technologien aus der ganzen Welt vor Augen geführt.

Michael Replogle, Verkehrsexperte und strategischer Berater in der New Yorker Verkehrsbehörde

In der Begründung für den Ausgang der Challenge hieß es, dass Ubitricity mit der Testinstallation überzeugen konnte. Die Technologie, die bereits vorhandene Straßenlaternen nachträglich mit einem Ladepunkt ausstattet, sei sofort einsetzbar und könnte nach erfolgreicher Testphase auch in anderen amerikanischen Städten zum Einsatz kommen.

Straßenlaternen aufrüsten: Nicht nur in New York

Die Idee, Straßenlaternen aufzurüsten, zieht von Berlin weite Kreise. Letztlich gibt es in Städten fast überall Beleuchtung, deren Stromquellen man anzapfen kann. Die Berliner von Ubitricity setzen ihre Idee deshalb bereits in einigen deutschen Kleinstädten in die Tat um. Und demnächst soll auch in Kopenhagen das Laden an der nächsten Straßenlaterne möglich werden.

London steht bereits ganz oben auf der Referenzliste von Ubitricity, und es dürften in Großbritannien bald weitere Städte und Gemeinden dazu kommen: Die britische Regierung will die "Road to Zero" beschreiten und CO2-Emissionen systematisch reduzieren.

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Mehr Ladestationen für Elektroautos

Der Gewinn des New Yorker Klimapreises für den einfachen Ansatz, um schnell mehr Ladestationen zu schaffen, setzt ein gutes Zeichen in Sachen Elektromobilität. Die kreative Idee des Berliner Unternehmens könnte ein wichtiger Durchbruch werden, um die Bedenken vieler Kritiker zu widerlegen, die eine fehlenden Ladeinfrastruktur beklagen.

Wer fast überall anhalten, laden und dann weiterfahren kann, hat kaum noch einen Grund, sich gegen ein Elektroauto zu entscheiden. Und so ist es kein Wunder, dass ähnliche Konzepte, wie die versenkbare Ladesäule von Urban Electric, sich ebenso allmählich einen Namen machen.

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