Elektromobilität

Steve Wozniak: "Ich werde nie wieder eine Tankstelle benutzen"

von Alexander Cohrs

Apple-Mitbegründer Steve Wozniak fährt nur noch Elektroauto. Beim MQ! Innovation Summit in Ingolstadt erzählte der Computer-Pionier, was ihn heute bewegt.

Steve Wozniak beim MQ! von Audi.
Steve Wozniak ist ein Fan der Elektromobilität – besonders sein E-Auto hat es ihm angetan. Foto: AUDI AG

Das erfahren Sie gleich:

  • Was Steve Wozniak über Elektroautos denkt
  • Weshalb er E-Scooter für einen wichtigen Trend hält
  • Wieso Wozniak bei autonomen Autos skeptisch ist

Apple-Mitbegründer Steve Wozniak hat bei einem Auftritt in Deutschland ein Plädoyer für die Elektromobilität gehalten: "Du kannst die Vorteile eines Elektroautos nicht beschreiben. Du musst es selbst erfahren", sagte Wozniak auf dem MQ! Innovation Summit in Ingolstadt.

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Der Computer-Pionier, der mit Steve Jobs 1976 die Apple Computer Company gegründet hat, besitzt selbst zwei Elektroautos (ein Tesla Model S und einen Chevrolet Bolt) und kann sich eine Rückkehr zum Verbrennungsmotor inzwischen nicht mehr vorstellen: "Ich werde nie wieder eine Tankstelle benutzen."

Steve Wozniak hielt die Eröffnungsrede beim MQ! Innovation Summit, dem Zukunfts- und Mobilitätskongress von Audi. Dabei beschäftigte sich die Apple-Legende vor allem mit der Frage, wie Innovationen entstehen und gefördert werden können.

Steve Wozniak und seine Anfangszeit bei Apple

"Innovation beginnt mit Motivation, nicht mit Logik", sagte Wozniak und erzählte von seiner Anfangszeit bei Apple. "Als wir Apple gründeten, kostete ein Computer, der nur einen Song speichern konnte, noch eine Million Dollar – an ein Gerät wie den iPod war damals gar nicht zu denken. Innovationen sind nie einfach zu erreichen."

Auf die Frage, was er in der Autoindustrie ändern würde, sagte Steve Wozniak: "Autos sollten haltbarer werden und mehr nutzerorientiert. Und es muss Raum für Innovationen geschaffen werden. Mache das Richtige zur richtigen Zeit und lasse die Welt deinen Weg gehen."

Neben E-Autos sieht der "Woz" genannte Entwickler vor allem Elektro-Scooter als wichtigen Trend der Elektromobilität an: "Ein E-Scooter für 150 Dollar löst so viele Probleme: Die Städte werden einen Teil des Straßenverkehrs los, und die Nutzer lernen neue Städte viel besser kennen, als wenn sie nur mit dem Auto durchfahren."

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Wozniak sieht Hürden für autonome Autos

Kritischer als E-Autos beurteilt Wozniak die Entwicklung von autonomen Autos: "Ich denke viel über die Zukunft der Mobilität nach und interessiere mich mehr für autonome Autos als für Computer. Aber ich bin da skeptisch: Selbstfahrende Züge? Kein Problem. Selbstfahrende Autos? Schwierig. Die Bedingungen auf der Straße ändern sich permanent, wie sollen Maschinen das alles verstehen können?" Sobald Autos untereinander kommunizieren könnten, verringere sich dieses Problem allerdings.

Zuletzt hatte Wozniak den Unternehmer Elon Musk (u.a. Tesla, SpaceX) dafür kritisiert, die Fähigkeiten des Tesla-Autopiloten übertrieben positiv darzustellen. "Ich glaube gar nichts mehr, was Elon Musk oder Tesla sagt", so Wozniak laut "Business Insider". Der Auftritt jetzt beim MQ! Innovation Summit zeigt aber: Seiner Liebe zum Elektroauto scheint das keinen Abbruch getan zu haben.

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