Leben

Staus in Deutschland: Hier stehen Autofahrer am längsten

von
Thomas Pitscheneder

Satte 120 Stunden verlieren deutsche Autofahrer im Schnitt jährlich durch Staus. In diesen Städten ist es besonders schlimm.

Stau auf einer Straße in der Stadt
Viele Stunden stehen Autofahrer in Deutschland jährlich in Staus. Wie schlimm es im Detail ist, zeigt eine aktuelle Studie des Unternehmens Inrix. Foto: Getty Images/iStockphoto

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie lange deutsche Autofahrer in den Städten im Stau stehen
  • Wo der Spitzenreiter im internationalen Vergleich steht
  • Welche deutschen Straßen besonders betroffen sind

Wer ein Bestandteil des täglichen Pendelverkehrs ist, dürfte das kennen: Zur Arbeit oder nach Hause geht es meist langsamer als geplant. Grund dafür sind Staus auf Bundesstraßen und in der Stadt. Das raubt nicht nur Nerven, sondern kostet auch viel Geld – bis über 1000 Euro pro Fahrer im Jahr.

Wie und wo wo es besonders schlimm ist, zeigt eine aktuelle Verkehrsstudie des Unternehmens Inrix.

Stau: Berlin ist deutscher Spitzenreiter

Für die Studie verglich die Firma die Fahrtzeiten bei freier Fahrt mit denen zu Stoßzeiten. Morgens und am späten Nachmittag sind die Straßen durch Pendler schließlich besonders stark verstopft. Auf dem ersten Platz liegt – wenig überraschend – die Bundeshauptstadt Berlin.

Satte 154 Stunden verloren Autofahrer dort im vergangenen Jahr durch Staus. Die Staukosten belaufen sich auf 1340 Euro pro Fahrer. Für die gesamte Stadt ergibt sich ein Verlust von 1,7 Milliarden Euro. Immerhin: Im vergangenen Jahr standen die Berliner fünf Prozent weniger lang im Stau als noch 2017. So sieht die Top-10 der deutschen Staus-Städte aus:

Top 10: Die deutschen Städte mit den längsten Staus

  • Stadt
  • Verlorene Stunden
  • Vergleich zum Vorjahr
  • Staukosten pro Fahrer
  • Staukosten pro Stadt
  • Berlin
  • 154
  • -5 Prozent
  • 1340 Euro
  • 1,7 Mrd. Euro
  • München
  • 140
  • -3 Prozent
  • 1218 Euro
  • 617,5 Mio. Euro
  • Hamburg
  • 139
  • -3 Prozent
  • 1212 Euro
  • 758,2 Mio. Euro
  • Leipzig
  • 108
  • -4 Prozent
  • 941 Euro
  • 184,6 Mio. Euro
  • Stuttgart
  • 108
  • -11 Prozent
  • 938 Euro
  • 204,8 Mio. Euro
  • Nürnberg
  • 107
  • -11 Prozent
  • 937 Euro
  • 167,2 Mio. Euro
  • Frankfurt
  • 107
  • -8 Prozent
  • 935 Euro
  • 239,7 Mio. Euro
  • Bonn
  • 104
  • -5 Prozent
  • 911 Euro
  • 101,6 Mio. Euro
  • Düsseldorf
  • 100
  • -9 Prozent
  • 874 Euro
  • 187,3 Mio. Euro
  • Köln
  • 99
  • -7 Prozent
  • 867 Euro
  • 333,0 Mio. Euro

Die 10 staureichsten Städte, gemessen nach den verlorenen Stunden. Quelle: Inrix

Die Folgeplätze belegen Bremen (96 Stunden), Karlsruhe (93 Stunden) und Hannover (84 Stunden). Weltweit belegt Berlin übrigens den 38. Platz. In Bogota, Kolumbien, verlieren Autofahrer 272 Stunden – und somit am meisten Zeit. Auf Platz zwei liegt Rom (Italien) mit 254 Stunden, auf der Drei Dublin (Irland) mit 246 Stunden.

Die Straßen mit den meisten Staus

Bei diesen Zahlen verwundert es kaum, dass Berlin auch im Ranking der staureichsten Straßen oft vertreten ist. In der Hauptstadt stehen Fahrer auf der B96 zwischen Tempelhof und Hallesches Tor, auf der Budapester Straße zwischen Lietzenburger Straße und Ebertstraße, auf der Skalitzer Straße zwischen Roonstraße und B1 sowie auf der Greifswalder Straße zwischen Potsdamer Platz und Danziger Straße besonders oft.

In Hamburg machen hingegen die B4/B75, der Mittelweg und die Spaldingstraße Probleme. Kölner Autofahrer müssen sich immer wieder auf Staus am Kreuz B55/B9 einstellen. In Frankfurt herrscht hingegen am Schwanheimer Ufer und auf der B521 oft Stillstand.

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