Technik

Statt Bordkarte: Boarding mit Gesichtserkennung

von Carola Franzke

Datenschützern wird die Idee nicht gefallen: Zum Boarding könnte bei AirAsia zukünftig eine Gesichtserkennungssoftware statt Bordkarten eingesetzt werden.

Ein gläserner Gateway zum Flugzeug.
Einfach von Flieger zu Flieger gehen – so einfach soll das mit Gesichtserkennung statt Bordkarte werden. Foto: Shutterstock / Nataliya Pylayeva

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie AirAsia das Fliegen ohne Bordkarte einführen will
  • Weshalb Boarding mit Gesichtserkennung viel einfacher sein könnte
  • Wie die Entwicklung besonders Vielfliegern mehr Komfort bieten soll

Das Boarding beim Flugzeug könnte demnächst ganz einfach werden: Nur in die Kamera schauen und dann durch die Schranke gehen, nachdem die Gesichtserkennung grünes Licht gegeben hat. AirAsia will das gemeinsam mit kooperierenden Flughäfen in Asien testen. Wie traumhaft das klingt, das wissen besonders Vielflieger, die ständig nach der Bordkarte suchen oder mit dem störrigen Handyticket kämpfen.

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Die provokante Idee zur Gesichtserkennung statt einer Bordkarte hat Tony Fernandes, CEO der malaysischen Fluglinie AirAsia, am Rande der Google-Cloud-Konferenz in London vorgestellt. Dort sprach er darüber, wie sich durch Zugangskontrolle per Gesichtserkennung und Nutzung der vielen Informationen über die Passagiere das Reiseerlebnis personalisieren ließe.

Wir verfügen über viele Passagierdaten. Mithilfe der richtigen Werkzeuge – Stichwort künstliche Intelligenz und Machine Learning – kann das gesamte Reiseerlebnis personalisiert und verbessert werden.

Tony Fernandes, CEO von AirAsia

Gesichtserkennung statt Bordkarte

Datenschützern dürfte das nicht gefallen – doch allein aus Gründen der Flugsicherheit erheben und speichern Airlines schon jetzt viele Daten. Fluglinien wissen viel über ihre Passagiere, besonders über ihre regelmäßigen Gäste. Etwa, ob sie lieber am Fenster oder Gang sitzen, welche Speisen sie bevorzugen oder welche Anschlussflüge sie erreichen müssen.

Fernandes stellt sich vor, nicht nur Check-in und Boarding-Prozess mit der Gesichtserkennung zu vereinfachen. Die Ideen von AirAsia gehen dahin, sogar Passkontrollen damit zu ersetzen. Zudem ließen sich diese vielen Informationen mit Hilfe künstlicher Intelligenz etwa für die Optimierung der Reisezeit nutzen – technisch möglich wäre es.

Technologisch wäre es ein einfaches, wenn Menschen nur mit ihrem Gesicht ein Land betreten könnten.

Tony Fernandes

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Entlastung für Vielflieger fraglich

Am Zielflughafen ließe sich so an einem Gate andocken, das für eine möglichst große Zahl der Passagiere eine möglichst kurze Umsteigezeit bedeutet. Die jeweiligen Flughäfen müssten sich allerdings daran beteiligen und die Gates flexibel zuweisen.

So eine Optimierung sollte Vielfliegern das Reisen erleichtern und viel Zeit einsparen. Andererseits sind Vielreisende gerade auf regelmäßigen Routen daran gewöhnt, dass ihre Flüge an den selben Gates abfliegen – so hilfreich AirAsias Idee für die ankommenden Passagiere sein könnte, so würde das Prinzip bei denen, die abreisen wollen, wohl eher für Verwirrung sorgen.

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