Leben

Star Wars im Urlaub: Auf den Spuren der letzten Jedi

von Leonie Butz

Die einsame Insel, auf die sich Luke Skywalker zurückgezogen hat, liegt nicht am anderen Ende der Welt – sondern vor der irischen Küste. Los geht’s!

Star Wars im Urlaub: Auf den Spuren der letzten Jedi
Skellig Michael vor der irischen Küste: Die Insel, auf die sich Luke Skywalker zurückgezogen hat, scheint nicht von dieser Welt. Foto: CC0: Unsplash/Michael

Das erfahren Sie gleich:

  • Eine Reise zu den Drehorten von Star Wars muss keine Odyssee an die entlegensten Orte der Welt sein
  • Vor der irischen Küste liegt einer der schönsten Drehorte der Saga: Skellig Michael
  • Auf dem Weg zur einsamen Insel des letzten Jedi finden sich weitere spektakuläre Drehorte

Die letzten Jedi im Westen

Unzählige Stufen führen zum Gipfel der pyramidenförmigen Insel hinauf. Grün liegt die Spitze da, unten ragen spitze Felsen aus dem Meer. Die steile Treppe führt Rey zum letzten noch lebenden Jedi: Luke Skywalker. Ein starker Wind umweht seinen Umhang. Oben angekommen übergibt Rey dem gealterten Jedi-Meister sein Lichtschwert – in der Hoffnung, er möge sich dem Kampf anschließen.

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Diese spektakuläre Insel befindet sich nicht etwa am anderen Ende der Welt. Die Aufnahmen entstanden auf einer Insel vor der Südwestküste Irlands. In Irland und England finden sich aber noch einige weitere Drehorte von Star Wars, die eine Reise wert sind. Wie wäre es also im nächsten Urlaub mit einer Rundreise zu den spektakulärsten Orten des Star-Wars-Universums? Mit dem Flugzeug lässt sich der Trip in rund fünf Tagen schaffen, mit dem Auto – und ordentlich Geduld für einen anständige Roadtrip – sind mindestens zehn Tage notwendig.

Planeten-Hopping: Von Naboo nach Takodana

Ist das Flugzeug das Fortbewegungsmittel der Wahl, geht es erst einmal nach London. Hier besichtigen wir die geheime Militärbasis des Imperiums auf Scarif, die die Reebellen in Rogue One zerstört haben. Denn einige der Szenen entstanden in der U-Bahn-Sation Canary Wharf im östlichen Teil Londons. Von dort geht es – mit Zwischenhalt an der Baker Street – in nördlicher Richtung mit dem Zug nach Watford. Die angrenzenden Whippendell Woods waren Schauplatz für viele Außenaufnahmen auf dem Planeten Naboo, dem Heimatplaneten von Padmé Amidala, auf dem der königliche Palast steht. Hier lassen sich die Spuren der Jedi Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi aber auch die des jungen Anakin Skywalker und von Jar Jar Binks nachverfolgen.

Hier entstand unter anderem die Kampfszene zwischen Kylo Ren und Rey auf dem Planeten Takodana.

Nach dem Besuch auf Naboo geht es weiter in südwestliche Richtung – nach Gloucestershire. Züge fahren stündlich von London Paddington oder London Victoria. In Gloucestershire geht es in den Dean Forrest. Hier entstand unter anderem die Kampfszene zwischen Kylo Ren und Rey auf dem Planeten Takodana. Nach einem ausgedehnten Waldspaziergang geht es zurück nach London. In England haben wir jetzt alle Drehorte von Star Wars besichtigt, weiter geht es also nach Irland. Mit dem Flieger setzen wir Kurs auf Kerry im Westen des Landes.

Planeten-Hopping: Von Naboo nach Takodana
Great Skellig: Auf der größeren der Skellig-Inseln ließen sich bereits im siebten Jahrhundert Mönche in einer Steinhütten-Siedlung nieder – in Star Wars dienen die Hütten als Behausung für Luke und Rey. Foto: Tourism Ireland / Failte Ireland

In Irland steht der Tempel der Jedi

Von Kerry aus geht es in südwestliche Richtung nach Portmagee. Ohne Auto ist die Strecke leider ziemlich schwierig – Busse fahren nur bis nach Cahersiveen, von hier geht es nur zweimal pro Woche weiter Richtung Portmagee. Alternativ bietet sich ein Taxi für die rund 16 Kilometer lange Strecke an. Oder wir mieten uns am Flughafen Kerry einen Mietwagen für die Tour durch Irland. Das kleine Hafenstädtchen selbst ist zwar selbst kein Drehort. Von dort legen aber Boote ab, die uns auf Skellig Michael bringen. Die kleine Insel ist bereits in Star Wars Episode 7 „Das Erwachen der Macht“ der Rückzugsort Luke Skywalkers, und hier bildet er Rey in Episode 8 „Die letzten Jedi“ aus. Auf der Insel finden sich nicht nur die steilen Stufen und felsigen Klippen, die wir im Film bestaunen konnten. Auch die uralten Hütten der Mönche stehen dort, in denen Luke und Rey unterkommen. Auf einer zweistündigen Besichtigung von Skellig Michael lassen sich auch die relevanten Orte des Films wiederfinden. Die Steinformation etwa, die Rey mit ihrem Lichtschwert zerteilt.

Die Papageientaucher auf Skellig Michael dienten in „Die letzten Jedi“ als Vorbild für die niedlichen Porgs – so zumindest die Legende in Portmagee.

Bei der Tour zur Insel gilt es aber vorab einiges zu beachten. Nur zwischen April und Oktober – und wenn der Wellengang es zulässt – legen die Boote an der Insel an. Um die historische Stätte zu schützen, können außerdem nur 180 Besucher pro Tag einen Ausflug dorthin machen. Eine Anmeldung ist also dringend zu empfehlen. Außerdem gibt es auf der Insel selbst keine Sanitäranlagen, und Hunde sind hier nicht gestattet. Trotz all dieser Einschränkungen lohnt sich die rund 40-minütige Bootstour. Denn für zwei Stunden können wir auf den Pfaden der Jedi wandeln. Im Frühjahr ist die Insel außerdem von Papageientauchern besiedelt. Die schwarzweißen Vögel mit bunten Schnäbeln dienten in „Die letzten Jedi“ als Vorbild für die niedlichen Porgs – so zumindest die Legende in Portmagee.

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In Irland steht der Tempel der Jedi
Wunderschönes Exil: Sicherlich würde sich nicht nur ein Jedi gerne in Irland zur Ruhe setzen. Foto: Tourism Ireland / Failte Ireland

Mit dem Auto Star Wars erleben

Nach diesem spektakulären Highlight wartet noch ein letztes Ausflugsziel auf uns. Ganz im Süden Irlands liegt Brow Head. Auch hier ist die Anbindung an Bus und Bahn recht mau, deshalb bietet sich ein Mietwagen an. Der Aufwand lohnt sich aber. Denn der südlichste Punkt von Irland im County Cork diente einigen Szenen auf dem Planeten Ahch-to als Hintergrundkulisse. Auf diesem Planeten liegt Luke Skywalkers selbst auferlegtes Exil – und hier trifft Rey den alten Jedi-Meister. Am Ende der Insel endet auch unsere Tour zu den Drehorten der berühmtesten Weltraumsaga der Filmgeschichte.

Wer die Star-Wars-Drehorte lieber mit dem Auto erkundet, der kann sich ebenfalls auf die Spuren der Jedi machen. Mit der Fähre geht es dann von Calais nach Dover und dann Richtung London. Ab hier lässt sich die Tour ähnlich gestalten wie mit dem Flieger. Auch zwischen England und Irland ist eine erneute Fährstrecke notwendig. Von Liverpool geht es dann nach Dublin und weiter nach Portmagee. An hier ist die Tour wieder wie zuvor. Hierbei ist jedoch wichtig, dass für die reinen Fahrzeiten zum Ziel und wieder zurück rund zwei Tage beanspruchen. Ein Kurztrip ist dann eher nicht mehr drin. Aber ob mit dem Flieger – plus Mietwagen – oder mit dem eigenen Auto, die Drehorte von Star Wars sind in jedem Fall sehenswert. Wer jetzt Lust hat, auf den Spuren der Jedi zu wandeln, dem wünschen wir einen spannenden Urlaub!

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