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SpaceX bekommt mit Trumps Grenzmauer Probleme

von
Marten Zabel

SpaceX bekommt mit Trumps Mauer an der Grenze zu Mexiko ein Problem: Ein Starship-Startgelände des Unternehmens würde davon zerschnitten werden.

Solarpanel auf dem Gelände von SpaceX in Boca Chica.
Auf dem SpaceX-Gelände an der Grenze zu Mexiko sollen Teststarts der Starship stattfinden – das könnte Trumps Mauer verhindern. Foto: picture alliance/AP Images

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum ein Raketenzentrum von SpaceX Probleme bekommen könnte, wenn Trumps Grenzmauer gebaut wird
  • Welche Ausnahmeregelungen an der Grenze von Mexiko für das Unternehmen gelten
  • Weshalb die Testversion des Starship vielleicht trotzdem anderswo abheben muss

Der von der US-Regierung geplante Grenzzaun zu Mexiko geht auch durch abgelegene Gegenden, in denen der genaue Grenzverlauf bislang nicht so wichtig war. In einer davon könnte das Projekt, wenn es umgesetzt wird, jedoch für große Probleme bei einer bekannten Firma sorgen: SpaceX hat nämlich eine Starteinrichtung in Texas, die von Trumps Grenzwall zerschnitten würde.

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Der fragliche Raketenstartplatz von SpaceX liegt in Boca Chica, am Golf von Mexiko nahe der Stadt Brownsville. Dort, so der aktuelle Plan des privaten Raumfahrtunternehmens, soll auch die Testversion des Starships abheben: Das Raumschiff, mit dem nach Vorstellung von CEO und Gründer Elon Musk in Zukunft der Mars kolonialisiert werden soll.

SpaceX: Doch kein Starship in Texas?

Pläne der Heimatschutzbehörde könnten dieses Vorhaben jetzt zunichte machen: Auf Skizzen der geplanten Grenzwallanlage geht diese genau durch das Grundstück von SpaceX. Das würde den Betrieb des Raketenstartplatzes erschweren oder unmöglich machen. Vermutlich würde sich die Firma dann einen anderen Ort suchen, um die Technik zu testen.

Pikanterweise hat das Unternehmen selbst noch keine Beschwerde eingereicht und bislang davon abgesehen, sich bei der Heimatschutzbehörde für die Interessen von SpaceX in dieser Sache einzusetzen. Mit der mächtigen Behörde will man es sich wohl nicht verscherzen – und sich so das Leben unnötig schwer machen. Umgekehrt hat eine Delegation von Heimatschutz und Zollbehörde bereits die Erlaubnis für eine Geländebegehung bei SpaceX angefragt.

SpaceX will die Heimatschutzbehörde nicht verärgern.

Filemon Vela, Abgeordneter des Wahlbezirks

Dennoch gibt es Verhandlungen über einen Kompromiss, der die Gegend mit dem SpaceX-Standort mit Ausnahmegenehmigungen in Sachen Grenzmauer versehen soll. Die werden vor allem von lokalen Politikern vorangetrieben. Denn als SpaceX im Jahr 2014 ankündigte, in Boca Chica ein Zentrum eröffnen zu wollen, war damit für die eher strukturschwache Region ein Segen mit rund 500 neuen Arbeitsplätzen in Aussicht.

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Trumps Mauer als Jobkiller

Die wollen die Politiker natürlich nicht verlieren. Bei der Ausschreibung für den neuen SpaceX-Standort wurden immerhin 20 Millionen US-Dollar an finanzieller Unterstützung zugesagt. Außerdem wurden Gesetze verfasst, mit denen sich der lokale Strand bei Starts sperren lässt und die mögliche Klagen wegen Lärmbelästigung durch lokale Raumfahrtindustrie von vornherein verhindern sollen.

Also wird derzeit noch hinter den Kulissen verhandelt, während auf Landesebene der Notstand ausgerufen wird, um die Grenzmauer trotz Blockade durch die Opposition durchzusetzen.

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