Technik

Space10: IKEA steigt in die Mobilität der Zukunft ein

von Paul Bandelin

IKEA hat sich in seinem Innovationslabor Space10 Gedanken zur Mobilität der Zukunft gemacht – die Ideen könnten die Art der Fortbewegung neu definieren.

Straßenansicht des IKEA-Innovationslabors Space 10.
Im ehemaligen Fleischereiviertel von Kopenhagen sitzt Space 10, das Innovationslabor von IKEA. Foto: SPACE10

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie sich der schwedische Möbelgigant die Mobilität der Zukunft vorstellt
  • Welchen Ideen aus dem Innovationslabor Space10 den Verkehr von morgen verändern könnten
  • Wie IKEA mit Elektromobilität für mehr Nachhaltigkeit sorgen möchte

Aus Schweden rollt eine grüne Großoffensive auf die Welt zu. Nachdem der Einrichtungskonzern IKEA bereits vor einigen Jahren beschlossen hatte, nur noch LED-Lampen zu verkaufen, machen die Erben des Gründers Ingvar Kamprad jetzt ernst und steigen in die Mobilität der Zukunft ein – und die soll elektrisch und autonom sein.

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Innovationslabor Space10

Zusammen mit dem firmeneigenen Innovationslabor Space10 hat sich IKEA Gedanken zur Mobilität der Zukunft gemacht. Abseits von Personenförderung und Logistik gibt es eine Menge anderer Varianten für die Nutzung autonomer Fahrzeuge. Sieben Ideen haben es dabei bis in die engere Auswahl geschafft – allerdings muss die Technik dafür erst noch geschaffen werden.

Space10 ist IKEAs Zukunftslabor in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Dort wird laut Unternehmensangaben "die nächste Evolution für IKEA und für die Welt vorbereitet".

Die auf der futuristischen Spielwiese entstandenen Konzepte und Ideen richten sich an den Verbraucher von morgen, lassen sich unter der Vision "Space On Wheels" zusammenfassen und zeigen die Möglichkeiten selbstfahrender Autos auf.

Sieben Ideen für die Zukunft

Diese "Räume auf Rädern" sollen sich autonom durch den urbanen Verkehr bewegen können und dabei jeweils eine Funktion erfüllen, die es in ähnlicher Form bereits heute gibt:

  • In dem mobilen Büro könnte die Fahrt durch die Stadt zu einem Meeting werden. Die Arbeit könnte so bereits unterwegs bewältigt werden
  • Das mobile Café könnten Menschen nutzen, um dort gemeinsam Kaffee zu trinken, während sie sich durch die Stadt kutschieren lassen
  • Der mobile Markt soll sich autonom durch die Stadt bewegen und unterschiedliche Waren vertreiben
  • In der mobilen Wohnung könnten die Bewohner auf wenigen Quadratmetern ortsungebunden leben und sich dabei von A nach B fahren lassen
  • Die mobile Krankenstation muss nicht länger ein Wunschtraum bleiben; besonders Patienten in ländlichen Gebieten würden von ihr profitieren
  • Mit einem selbstfahrenden Tourbus könnten Touristen Städte komplett individuell entdecken und sich nebenher über Augmented-Reality-Anwendungen informieren lassen
  • Und natürlich könnte auch IKEA selbst als mobiles Einrichtungshaus autonom durch die Stadt fahren und Möbel direkt vor der Haustür der Kunden präsentieren.

Allerdings sind diese Idee noch weit davon entfernt, tatsächlich eines Tages Realität zu werden.

IKEAs Wege in die Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und zukunftsorientiertes Denken wird bei IKEA ebenfalls schon länger groß geschrieben. Um dem Wunsch für mehr ökologisches Bewusstsein Nachdruck zu verleihen, hat sich IKEA ohne Einwirkung aus der Politik das Ziel gesetzt, Möbellieferungen bis 2025 mit Elektrofahrzeugen komplett emissionsfrei zu gestalten.

Für uns ist es entscheidend, dass unser Unternehmen nachhaltig ist. Deshalb erfolgt jetzt schnellstmöglich die Umstellung auf Elektrofahrzeuge.

Jesper Brodin, CEO IKEA

Den Anfang machen die fünf Metropolen Paris, Amsterdam, New York, Los Angeles und Schanghai. In den Zentren dieser Großstädte sollen schon ab 2020 sämtliche Last-Mile-Lieferungen durch Elektrofahrzeuge erfolgen.

Aber auch in den deutschen IKEA-Filialen regt sich etwas. So treibt der Konzern beispielsweise den Bau von Schnellladestationen auf den betriebseigenen Parkplätzen voran.

Zudem gibt es auch hierzulande erste Tests mit kleinen E-Transportern, die die Möbel emissionsfrei zum Kunden bringen sollen. In Frankfurt am Main, Kamenz und Wallau im Taunus laufen entsprechende Pilotprojekte.

Updates

Bleiben Sie zum Thema Technik immer informiert.

Besonders modern ist das indische IKEA: Zwölf Jahre hat es gedauert, bis die erste Filiale in Hyderabad öffnete. Dafür ist sie so nachhaltig wie nur wenige andere. Auf dem Dach des Möbelhauses befinden sich 4000 Solarpaneele, die zum einen Energie in den eigenen Stromkreislauf speisen und zum anderen dafür sorgen, dass die vor der Filiale geparkten Elektro-Rikschas jederzeit aufgeladen sind.

Kunden können sie kurzzeitig mieten, um die gekauften Möbel emissionsfrei in die eigenen vier Wände zu befördern.

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