Technik

Source: Mit Sonnenenergie Wasser in der Wüste gewinnen

von
Marten Zabel

Mit Source-Solarzellen von Zero Mass Water lassen sich aus Sonnenenergie Wasser und Wasserstoff generieren. So bringt die Sonne Wasser in die Wüste.

Eine Wüste, darüber brütet die sengende Sonne.
Eine staubtrockene Wüste kann mit speziellen Solarzellen Wasser produzieren. Foto: Unsplash/ Giorgio Parravicini

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie das Sonnenlicht Wasser in die Wüste bringt
  • Warum die Solarzelle für Wasser fast überall funktioniert
  • Wie sich mit der Kraft der Sonne auch Wasserstoff herstellen lässt

Wasser in der Wüste dank Sonnenlicht

Neue Technologien erlauben es, Wasser mit Sonnenenergie direkt aus der Luft zu ziehen. Das ist nicht nur für die Bewohner trockener Gegenden eine gute Nachricht. Aus Wasser lässt sich auch Wasserstoff extrahieren, der wiederum als Treibstoff für Elektroautos oder als Energiespeicher für Zeiten ohne Sonneneinstrahlung dienen kann.

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Die Solarparks der Zukunft produzieren dann nicht nur Wasser in der Wüste, sondern praktisch alle Energie, die die Menschen vor Ort zum Leben brauchen. „Source“ heißen die Zellen, die die Firma Zero Mass Water baut.

Die Solarzelle für Wasser funktioniert fast überall

Australien hat jetzt als zehntes Land angefangen, die Solarzellen zur Wassergewinnung aufzustellen. Zunächst schaffte die Australian Renewable Energy Agency 150 der 1,2 mal 2,4 Meter großen Panels an. Damit wollen sie vor allem den von besonderer Trockenheit bedrohten Landesteilen helfen. Projekte zur Nutzung der Sonnenenergie sind hier besonders sinnvoll – das zeigt auch der erste Solarzug der Welt.

Im Normalfall kann eines der Module pro Tag vier bis zehn Liter Wasser aus der Luft greifen. In besonders trockenen Gebieten – bei zehn Prozent Luftfeuchtigkeit – immerhin noch mindestens zwei Liter. Innerhalb des Panels mischt das System sogar noch Ozon und Mineralien zum Wasser. So wird es gleich zu gut schmeckendem Trinkwasser.

Auch in trockenen Regionen Wasser zu gewinnen, wird mit dem Klimawandel in vielen Gegenden der Welt zu einem immer größeren Thema. Kapstadt etwa leidet in diesem Jahr unter einer Dürre, bei der sämtliche Wasservorräte der Stadt erschöpft wurden.

Berechnungen von Klimaforschern zeigen, dass sich derartige Ereignisse künftig noch weiter ausbreiten werden. Die „Source“-Module auf dem Dach könnten dabei genügend Wasser für die Bewohner eines Hauses gewinnen. Gemeinsam mit Projekten wie dem Vertical Farming kann so die Stadt selbst zur produktiven Nahrungsquelle werden.

Wasserstoff herstellen mit der Kraft der Sonne?

Die Funktionsweise der Panels basiert auf einem eigens entwickelten Filtersystem, dessen Material Wassermoleküle aus der Luft zieht. Jedes Modul hat einen Tank mit einer Kapazität von 30 Litern. Diesen Füllt es innerhalb einiger Tage. In Kombination mit regulären Solarzellen für die Stromproduktion lässt sich so eine Siedlung in der Wüste mit Wasser und Strom versorgen.

Mit etwas mehr Technik lässt sich sogar noch mehr erreichen. Das Wasser aus den Zellen ließe sich etwa aufspalten. So könnte das System Wasserstoff für die Nutzung als Treibstoff für Elektrofahrzeuge und Landmaschinen gewinnen.

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Die Sonne könnte mit der neuen Technologie nicht nur zur Energie-, sondern indirekt auch zur Wasserquelle werden. Eine Solarzelle, mit der sich Wasser herstellen lässt, ergibt eine Menge Sinn: Da, wo Wasser knapp ist, scheint meistens auch viel Sonne.

Wie diese sich auch für die Stromgewinnung in den ärmsten Regionen der Welt eignet, zeigt ein Projekt des Rappers Akon in Afrika.

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