Elektromobilität

E-Bike im Winter: So hält der Akku auch bei Kälte

von Leonie Butz

E-Bike im Winter: Fünf Tipps, um den Akku vor Kälte zu schützen – und das Rad fit für den Winter zu machen. Alternativ lässt sich das E-Bike auch einlagern.

Bäume, die mit Schnee bedeckt sind.
Sinken die Temperaturen unter null, braucht das E-Bike ganz besondere Pflege. Denn Kälte tut dem Akku nicht gut. Foto: Shutterstock/SJ Travel Photo and

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie schütze ich meinen Akku im Winter am besten – auch wenn ich das E-Bike weiter nutze?
  • Was gilt es sonst noch zu beachten beim E-Bike im Winter?
  • Wem das doch zu kalt ist: Wie lagere ich mein E-Bike richtig ein?

Wie schütze ich meinen Akku im Winter am besten – auch wenn ich das E-Bike weiter nutze?

Wenn es draußen unangenehm wird und die Temperaturen unter null fallen, fragen sich viele Fahrer, ob sie ihr E-Bike überhaupt noch nutzen können. Glatte Straßen, eisige Temperaturen – spielt das Fahrrad da mit?

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Grundsätzlich spricht auch bei Schnee und Eis nichts gegen Elektromobilität auf zwei Rädern, das E-Bike sollte aber winterfest sein. Ganz besondere Aufmerksamkeit sollte dabei dem Akku des Fahrrads zuteilwerden.

Denn wie beim Smartphone oder beim Elektroauto lässt die Leistung des Akkus bei Temperaturen unter null bis zu 30 Prozent nach. Bei zu hohen Beanspruchung, ohne entsprechende Pflege, kann die Kälte die Batterie sogar zerstören.

5 Tipps, wie es mit dem E-Bike-Akku auch im Winter rund läuft:

1. Stellen Sie Ihr E-Bike immer im Warmen und trocken ab

Egal wie winterfest es ist, das E-Bike gehört in den kalten Monaten nach drinnen. Denn Temperaturen unter 5 Grad und zu viel Feuchtigkeit können dem Akku schaden. Am besten steht das Rad deshalb in der Garage oder im Haus.

2. Halten Sie im Winter besonders den Akku warm

Zusätzliche Wärme bieten außerdem spezielle Neoprenhüllen für die Batterie. Und ist es etwa im Büro nicht möglich, das Fahrrad drinnen abzustellen, sollte wenigstens der Akku nicht draußen bleiben.

3. Lassen Sie den Akku warm werden, bevor Sie ihn laden

Warten Sie mit dem Laden des Akkus ab, bis er Zimmertemperatur erreicht hat. Laden Sie die Batterie erst dann voll. Ansonsten kann das System Schaden nehmen.

4. Schalten Sie die Motor-Unterstützung sofort ein

Nehmen Sie den Akku erst mit nach draußen, wenn Sie losfahren wollen. Nutzen Sie die Motor-Unterstützung dann sofort, damit der Akku keine Zeit hat auszukühlen. Denn so wärmt er sich während der Fahrt selbst.

5. Reinigen Sie die Elektronik regelmäßig

Um die Lebensdauer zu verbessern, reinigen und fetten Sie außerdem regelmäßig die Kontakte zwischen Akku und Antrieb.

Was gilt es sonst noch zu beachten beim E-Bike im Winter? In fünf Schritten zum winterfesten E-Bike-Vergnügen:

1. Machen Sie sich schon vor dem Winter mit dem E-Bike vertraut

Zusätzlich sollte gerade beim E-Bike der Umgang mit dem Rad vertraut sein. Denn mit dicken Handschuhen oder in Jacken gehüllt, die den Bewegungsfreiraum einschränken, kann die Fahrt mit dem Rad und die Steuerung der elektronischen Elemente schwierig sein.

Tipp: Wer den gesamten Sommer mit dem Elektrobike unterwegs war, für den stellt das kein Problem dar. Wer noch neu im Sattel sitzt, der sollte nicht im Winter mit den Probefahrten beginnen. Schließlich zeigen Statistiken, dass die Unfälle mit E-Bikes zunehmen.

2. Verzichten Sie beim Reinigen auf den Hochdruckreiniger

Nicht nur der Akku braucht Pflege: Wie beim herkömmlichen Fahrrad sollten Beleuchtung und Bremsen in einwandfreiem Zustand sein, Ketten müssen regelmäßig eingeölt und das Rad von Streusalz und anderem Schmutz befreit werden.

Tipp: Auf den Hochdruckreiniger sollten Sie beim E-Bike verzichten, denn er kann die empfindliche Technik beschädigen. Besser sind ein Schwamm und etwas warmes Wasser.

3. Lassen Sie die Reifen im Zweifel bei der Fachwerkstatt wechseln

Zusätzlich sind Allwetterreifen sinnvoll, um ordentliche Bodenhaftung bei rutschigen Strecken zu haben. Auf geschlossenen Schneedecken oder Eis sind Spikes empfehlenswert.

Tipp: Der Reifenwechsel lässt sich zuhause selbst erledigen, bei der Technik im E-Bike kann das aber recht kompliziert sein. Wer sich unsicher ist, lässt das Rad in einer Fahrradwerkstatt winterfest machen.

Eine Luftaufnahme einer Straße, drumherum ein verschneiter Wald. Auf der Straße sind zwei Autos unterwegs.
Damit auch bei glatten Fahrbahnen, Schnee und Eis der Fahrspaß stimmt, sollten Sie Ihr E-Bike fit für den Winter machen. Foto: Pixabay/invisiblepower

4. Packen Sie sich warm ein – denn warmstrampeln fällt aus

Besonders wichtig für E-Bike-Fahrer ist außerdem die warme Kleidung. Denn anders als beim normalen Fahrrad kommen Fahrer mit Motor-Unterstützung nicht so schnell ins Schwitzen, kühlen deshalb schneller aus. Ein Helm mit wärmendem Futter oder eine dünne Vliesmütze unter dem Helm hilft neben der dicken Kleidung gegen die Kälte.

5. Ist der Radweg nicht gestreut, dürfen Sie auf der Straße fahren

Für alle Radfahrer gilt: Ist der Radweg nicht geräumt, können sie auch die Straße nutzen. Da Radwege eine niedrigere Priorität als Straßen oder Fußwege haben, kommt das leider im Winter recht häufig vor. Wie oft der Radweg geräumt wird, das entscheidet die Kommune.

Wie lagere ich mein E-Bike richtig ein?

Wer sein E-Bike trotzdem lieber einlagert, der sollte das Rad vor der Winterpause ordentlich reinigen und den Akku halb laden. Bevor es dann im Frühjahr wieder auf die Piste geht, sollte der Akku erst einmal vollständig laden.

Tipp: Bei Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad kann bei der Batterie kein Kälteschaden entstehen. Trotzdem sollten Sie alle vier bis sechs Wochen den Zustand überprüfen, da sich der Akku auch beim Rumstehen entladen kann – und bei einer Tiefentladung, also einer vollständigen Entladung, kann der Akku Schaden nehmen.

Fazit: Ob in den Winterschlaf versetzt oder weiterhin in Betrieb, das E-Bike – und ganz besonders der Akku – benötigt die größte Aufmerksamkeit. Wer den Akku aber bei Temperaturen unter null ordentlich pflegt, der hat noch sehr lange Spaß mit seinem Rad. Wem das elektrische Fahrrad nicht ausreicht, der kann sich aber auch auf motorisierte Surfbretter oder Skateboards wagen.

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