Elektromobilität

So viel spart ein elektrisches Polizeiauto an Benzingeld

von
Marten Zabel

In den USA hat sich die Polizei ein elektrisches Polizeiauto angeschafft. Das soll Benzinkosten einsparen und die Umwelt schonen.

Eine Rundumkennleuchte der US-Polizei
Die Polizei ist in den USA vielerorts noch mit Spritschleudern unterwegs. Die großvolumigen Motoren könnten bald Elektroantriebe ersetzen. Foto: getty images

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum sich ein elektrisches Polizeiauto nicht nur für die Umwelt lohnt
  • Welche Umrüstungen für das Elektroauto notwendig waren
  • Wie die Polizei von Fremont direkt die passende Infrastruktur aufbauen will

Selbst ein elektrischer Sportwagen kann sich für die Polizei lohnen. Gab es weltweit immer wieder medienwirksame Einsätze von Porsches, Ferraris und sogar Lamborghinis durch Gesetzeshüter, hat eine Wache im kalifornischen Fremont sich jetzt für einen gebrauchten Tesla entschieden. Der, so zeigen harte Zahlen, bezahlt sich nämlich beinahe von selbst. Und ist natürlich gut für die Umwelt.

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Das Fremont Police Department will mit einem Programm für Elektrofahrzeuge Kosten einsparen und die eigenen Treibhausemissionen verringern. Entsprechend startet mit dem Kauf eines elektrischen Streifenwagens jetzt der Pilotversuch, um die Technologie auf der Straße durchzutesten. Das beinhaltet zwar initial größere Anschaffungskosten, rentiert sich aber langfristig, wie Schätzungen zeigen.

Das Tesla Model S des Fremont Police Department
So sieht der umgebaute Tesla der Fremont Police aus. Das Model S 85 hat die Dienststelle gebraucht gekauft. Finanziell könnte sich das lohnen. Foto: Fremont Police Department

Teslas Model S: In der Anschaffung teurer

Nur der Tesla erfüllte die Vorgaben der Polizei an ihren elektrischen Streifenwagen, wenn es um Größe, Sicherheit und Reichweite geht. Der Gebrauchtwagen aus dem Jahr 2014, ein Model S 85, kostete das Fremont Police Department 61.478 Dollar – Umrüstung exklusive. Für 4447 Dollar kamen Blaulicht, Schub-Stoßdämpfer und ballistische Panzerplatten an strategischen Stellen dazu.

Der elektrische Streifenwagen kostete in der Anschaffung also insgesamt rund 66.000 Dollar. Ein vergleichbares Fahrzeug ist laut Fremont Police Department der Ford Explorer, der mit gleicher Umrüstung etwa 44.000 Dollar gekostet hätte. Nun wird der Tesla allerdings in fünf Jahren Betriebszeit rund 32.000 Dollar an Benzinkosten einsparen. Damit wäre er also schon einmal gegenüber dem Verbrenner bei 10.000 Dollar im Plus. Als Wartungskosten berechnet die Polizei 15.000 Dollar für fünf Jahre – wie das beim Tesla aussieht, ist noch nicht klar.

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Die Stadt Fremont will die CO2-Bilanz verbessern

Die geschätzten fünf Jahre Dienstzeit könnten sich aufgrund der langen Haltbarkeit des Elektromotors als äußerst konservativ herausstellen. Selbst reguläre Verbrenner bleiben meist länger im Dienst – der Tesla ersetzt einen Dodge Charger mit Baujahr 2007. Für den Betrieb des neuen Elektrostreifenwagens hat das Fremont Police Department ein Carport mit Solardach eingerichtet, das 872 Kilowatt liefert und drei Ladestationen versorgt – langfristig können also weitere Polizeiwagen angeschafft und damit kostenlos aufgeladen werden.

Das Projekt dient nicht nur dem Budget der Polizei, sondern auch der Reduzierung des CO2-Ausstoßes: Mit 980 Tonnen CO2 pro Jahr verursacht die Streifenwagenflotte des Police Departments rund zehn Prozent des CO2-Fußabdrucks des öffentlichen Dienstes der Region. Bewährt sich der Polizei-Tesla, dürften weitere Elektroautos folgen und das drastisch senken. Auch andere Hersteller dürften künftig in die Auswahl kommen. Tesla wird allerdings in Fremont wohl seinen Heimvorteil behalten.

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