Elektromobilität

So sicher sind Elektroautos im Crashtest und bei Unfällen

von Carola Franzke

Der aktuelle Crashtest des Tesla Model 3 wirft die Frage auf, wie sicher Elektroautos bei Unfällen sind. Die Antwort ist erstaunlich.

Foto: Shutterstock / ansem

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie sich Elektroautos bei Unfällen verhalten
  • Wie Elektroautos von Tesla und BMW in Crashtests abschneiden
  • Welche Gefahr von Lithium-Ionen-Akkus ausgeht

Mehrere Jahrzehnte Forschung und Entwicklung stecken in der Sicherheit von modernen Autos. War Anfang der 70er Jahre noch nicht einmal der Sicherheitsgurt Pflicht, stecken heute unzählige elektronische Helfer im Auto, die im Falle eines Unfalls die Leben der Passagiere retten sollen. Frühwarnsysteme versuchen den drohenden Crash sogar zu verhindern.

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Eine der wichtigsten Prüfungen ist deshalb der obligatorische Crashtest. Dem stellen sich natürlich auch Elektroautos – mit überraschenden Ergebnissen.

Erleichterung über Crashtest-Ergebnis

Nachdem im Februar 2017 ein Test des US-amerikanischen Verkehrssicherheitsinstituts IIHS (Insurance Institute for Highway Safety) für Tesla und den deutschen Autobauer BMW eher ernüchternd ausfiel, dürfte die Erleichterung bei den Kaliforniern aktuell groß sein: Im September absolvierte das Model 3 den Crashtest des NCAP (New Car Assessment Program) mit Bravour.

NCAP das ist das international renommierte Testprogramm der US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (National Highway Traffic Safety Administration). Das IIHS ist zwar nach eigenen Angaben eine unabhängige Nonprofit-Organisation, steht jedoch den Versicherern nahe, die ihre Risiken abschätzen wollen. Bei den IIHS Tests im Frühjahr 2017 hatten die getesteten Modellen der beiden Hersteller bestanden, aber auf relativ niedrigem Niveau.

Unfälle mit Elektroautos

Bei solchen Gelegenheiten stellen sich Verbraucher und Experten die Frage, wie sicher Elektroautos bei Unfällen sind. Dabei geht es nicht allein um Verletzungsgefahren und die üblichen Sicherheitsmerkmale, die moderne Autos haben – wie Bremsassistenten, stabile Fahrgastzellen und Airbags –, sondern um die Besonderheiten von Elektroautos.

Die Fragen lauten da vielmehr, wie etwa das zusätzliche Gewicht des Akkus den Bremsweg beeinflusst oder ob von dem Lithium-Ionen-Akku eine Brandgefahr ausgeht.

Geringe Brandgefahr trotz Lithium-Ionen-Akkus

Glücklicherweise sind Befürchtungen, dass von den Akkus eine erhöhte Brandgefahr ausgeht, weitgehend unbegründet. Eine sorgfältige Konstruktion mindert die theoretische Gefahr: Die Akkus sind so konzipiert, dass die Zellen auch starke Crashs ohne Schäden überstehen. Zudem schalten sich die Hochspannungsteile im Elektroauto bei einem Aufprall automatisch ab.

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Auch in den klassischen Kategorien, wo es um Bremsweg und Sicherheit der Fahrgäste geht, schneiden die hochmodernen Elektroautos fast durchgehend gut ab. Schließlich profitieren die Konstruktionen von den Jahrzehnten, in denen ihre „Kollegen“ mit Verbrennungsmotor durch die NCAP-Tests gelaufen sind.

So schreibt beispielsweise der ADAC auf seiner Webseite: „Sicherheit von Elektrofahrzeugen wurde seit ihrer Fertigung in großen Stückzahlen immer wieder diskutiert und getestet. So haben der Mitsubishi i-MiEV, der Nissan Leaf, der Renault Zoe und auch der Opel Ampera Crashtests nach den harten Vorgaben des Euro NCAP mit Bravour erfüllt. Ebenso zeigten andere Testszenarien bislang keine Schwäche in Verbraucherschutztests, die durch die Hochvolttechnik oder durch die hohe Masse bedingt wären.“

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