Elektromobilität

Smart: Daimler betreibt Marke als Joint Venture weiter

von
Thomas Pitscheneder

Lange Zeit war unklar, was beim großen Umbau von Daimler mit Smart passiert. Jetzt ist klar, dass es weitergeht – mit etwas Hilfe aus China.

Smart Fortwo und Forfour als EQ-Variante
Mit den neuen EQ-Modellen trieb Smart die Elektrifizierung der Marke voran. Doch schon bald könnte sich Daimler zum Teil von seiner Tochter trennen. Foto: Daimler AG

Das erfahren Sie gleich:

  • Welchen Deal Daimler mit Geely eingefädelt hat
  • Warum gerade das chinesische Unternehmen dafür infrage kam
  • Weshalb Daimler mit Smart unzufrieden ist

Die drohende Verkehrswende und der damit einhergehende Umstieg von Verbrennern auf Elektroautos sorgen bei vielen Automobilkonzernen für eine Umstrukturierung. Auch Daimler dürfte in den kommenden Jahren einen neuen Kurs einschlagen. Davon betroffen ist wohl auch das Tochterunternehmen Smart.

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Jetzt steht fest, wie es mit der Marke in den kommenden Jahren weitergehen soll.

Daimler und Geely: Neues Joint Venture für Smart

Aufgeben will Daimler Smart offenbar noch nicht. Aber der Konzern scheint das Risiko etwas verringern zu wollen. Deshalb entschied sich der Autobauer für eine 50:50-Kooperation mit Geely. Ein gemeinsames Joint Venture soll künftig die neue Heimat von Smart sein. Darauf einigten sich die Unternehmen am 28. März.

Daimler ist für die Marke und das Konzept zuständig. Entwicklung und Produktion der Kleinstwagen finden hingegen in Zukunft bei Geely statt. Dafür bauen die Chinesen sogar eine völlig neue Fabrik. Erste Modelle sollen dort ab 2022 vom Band rollen – natürlich mit rein elektrischen Antrieben. Was mit den MitarbeiterInnen am Standort Böblingen passiert, ist noch unklar. In Hambach will Daimler noch bis zum Start der Produktion in China Smarts bauen.

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Wieso eine Kooperation mit Geely?

Der Deal mit Geely kommt nicht von ungefähr. Daimler und das chinesische Unternehmen stehen bereits seit längerer Zeit in Verbindung. Geely-Chef Li Shufu hält selbst 9,7 Prozent der Anteile an der Daimler AG, ist damit größter Aktionär. Diesen Einfluss konnte er wohl nutzen, um sich Smart teilweise ins eigene Haus zu holen.

Daimler war laut Informationen der Zeitung "Handelsblatt" beim Thema Smart lange Zeit zerrissen. Der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche sprach sich für die Unternehmenstochter aus, wohingegen sein Nachfolger Ola Källenius im Rahmen eines Sparkurses gerne auf die unrentable Marke verzichten dürfte. Seit zwei Jahrzehnten schafft es Smart schließlich nicht, schwarze Zahlen zu schreiben.

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