Leben

Småkryp sammelt Müll: Ikea-Marketingkampagne mit nachhaltiger Wirkung

von
Carola Franzke

Ikea setzt auf Nachhaltigkeit: In einer Marketingkampagne sammelte eine Riesenversion des Spielzeugschiffs Småkryp Müll aus der Themse.

Ikea Smakryp: Die Spielzeugboote sammeln Müll in einem Seitenarm der Themse.
Mit dem riesigen Spielzeugboot Müll sammeln: Eine Ikea-Marketing-Kampagne in London. Foto: IKEA

Das erfahren Sie gleich:

  • Mit welcher Marketingkampagne Schwedens blau-gelbes Möbelhaus für die Neueröffnung einer Filiale in Greenwich warb
  • Wie dafür aus einem Ikea-Spielzeugschiff Småkryp ein Müllsammler wurde
  • In welchen Bereichen Ikea auf Nachhaltigkeit setzt

Zur Eröffnung einer neuen Ikea-Filiale gingen zwei Riesen-Spielzeuge im Rahmen der Marketingkampagne baden: Zwei gigantische Spielzeugschiffe kamen beim Müllsammeln auf einem Seitenarm der Themse zum Einsatz.

Lesen Sie auch

Ladestation

aio-Empfehlung

Unter Strom! Mobilität wird elektrisch

Das Unternehmen wollte so auf ein neues Möbelhaus in Greenwich aufmerksam machen – gleichzeitig aber auch seine Position in Sachen Nachhaltigkeit untermauern. Denn jedes Jahr werden etwa 300 Tonnen Abfälle aus der Themse gesammelt, wie Ikea in der begleitenden Kommunikation zu dieser Marketingkampagne mitteilte. Müllroboter und automatisierte Sammelschiffe könnten das Säubern der Gewässer unterstützen.

Marketing-Kampagne: Ikeas Småkryp sammelt Müll

Zwei Exemplare des "Good Ship Ikea" wurden auf dem Deptford Creek, einem Seitenarm der Themse, zu Wasser gelassen. Dabei handelt es sich um schwimmende Müllsammler, die wie die lustig-bunten Schiffchen Småkryp aussehen. Das Original ist als Wasserspielzeug für Kleinkinder konzipiert und soll die Koordinationsfähigkeiten beim Plantschen in der Wanne schärfen.

Die Småkryp-Exemplare auf dem Deptford Creek allerdings sind etwa drei Meter lang und wiegen rund 70 Kilogramm. Jedes der Müllschiffchen kann rund 20 Kilogramm Abfälle aus dem Fluss fischen. Die beiden bunten Schiffchen lassen sich zudem fernsteuern, was während der Kampagnenlaufzeit besonders Kinder begeistert hat.

Ein Kind bedient die Fernsteuerung für das Spielzeugboot Smakryp.
Ferngesteuert: Interessierte konnten mit Smakryp herumfahren und selbst Müll einsammeln. Foto: IKEA

Die Technologie hinter den beiden "Good Ship Ikea" soll aus China stammen, erinnert aber sehr an eine kleinere Version der 2018 vorgestellten Wasserdrohne – den "Wasteshark" – aus den Niederlanden. Der Wasteshark soll bis zu 500 Kilogramm Müll aus dem Wasser fischen können, bevor er zu seiner Basis zurückkehren muss.

Nach dem Ende dieser durchaus öffentlichkeitswirksamen Aktion sollen Ikeas Riesen-Småkryps weiter Müll aus dem Wasser sammeln. Zu diesem Zweck werden die Schiffchen an die Umweltorganisation Hubbub gespendet.

Leben

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Nachhaltigkeit bei Ikea

Das schwedische Möbelhaus macht immer wieder mit Vorstößen in Sachen Nachhaltigkeit von sich reden. So hatte Ikea bereits im Herbst 2018 angekündigt, dass die Möbellieferungen in mehreren Metropolen bis 2020 emissionsfrei werden sollen. Den Anfang machen dabei Amsterdam, Los Angeles, New York, Paris und Shanghai. Zudem soll im selben Jahr auch die gesamte Fahrzeugflotte zu 25 Prozent emissionsfrei werden.

Eine weitere Initiative der Schweden sind die kostenlosen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Stand August 2018: 37 von insgesamt 53 Filialen bieten ihren Kunden diesen Service an. Bis 2020 will das Unternehmen alle Filialen mit Schnellladesäulen ausstatten.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen