Technik

Siemens Mobility: Selbstfahrende Autos üben auf dem Campus

von Marten Zabel

Die Entwicklung von selbstfahrenden Autos braucht reale Versuchsbedingungen. In München hat Siemens Mobility dafür seinen Campus umgebaut.

Blick auf den Siemens-Standort München-Perlach.
Siemens Mobility testet die selbstfahrenden Autos am Standort München-Perlach Foto: picture alliance / dpa

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Siemens Mobility in München eine Teststrecke baut
  • Was die Autonomiestufe 5 bei selbstfahrenden Autos bedeutet
  • Welche Hürden autonomes Fahren in Deutschland noch hat

Auf einem Campus in München will Siemens Mobility gemeinsam mit Partnern Elektrofahrzeuge auf die Autonomiestufe 5 bringen – also auf das komplett selbständige Fahren, ohne dass ein Fahrer eingreifen können muss.

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Siemens baut das Testgelände dabei zu einem Rundkurs aus, auf dem nicht nur unterschiedliche Verkehrssituationen simuliert werden können, sondern auch das Zusammenspiel mit der Technik verschiedener Partner. Das könnte für die Zukunft eine smarte Infrastruktur ermöglichen, die Siemens Mobility hier unter fast realen Bedingungen testet.

Siemens Mobility hat viele Partner an Bord geholt

Vollautonome Elektrofahrzeuge, die in der Stadt, aber auch in ländlichen Gegenden taxigleich für Mobilität sorgen können, will Siemens Mobility auf dem Campus in München-Perlach entwickeln. Mit an Bord sind dabei die Partner IAV GmbH, Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) e.V., emm Solutions GmbH, UTB Projektmanagement GmbH sowie die TU München.

Die Autonomiestufe 5, deren Verfügbarkeit laut einigen Analysten noch viele Jahre in der Zukunft liegt, hätten Autos mit der Fähigkeit, komplett ohne menschlichen Fahrer zu agieren und im Zweifelsfall nicht einmal mehr über ein Lenkrad zu verfügen.

Die beiden für das Projekt vorgesehenen Fahrzeugtypen, ein Shuttlebus und ein Einsitzer, müssen sich nicht nur auf ihre eigenen Sensoren verlassen: Die Ingenieure installieren auf der Straße Sensoren, die ihre Daten drahtlos an die Fahrzeuge übertragen. So erhalten die selbstfahrenden Auto einen deutlich höheren Wahrnehmungsradius.

Eine Verkehrsleitzentrale überwacht den reibungslosen Ablauf, und die Fahrgäste sind über eine App jederzeit über den Routenverlauf informiert.

Mit unserer Infrastruktur liefern wir einen entscheidenden Baustein für eine sichere und effiziente On-Demand-Mobilität, nicht nur im städtischen, sondern auch im ländlichen Raum.

Michael Peter, CEO von Siemens Mobility.

Dafür haben die Partner jede Menge Experten verschiedener Fachbereich für das Projekt versammelt: Neben den technischen Fähigkeiten für die Fahrzeuge kommen Juristen für Fragen nach der Rechtslage autonomer Fahrzeuge hinzu. Für die Entwicklung von Geschäftsmodellen sind Marktexperten vor Ort, und auch die Reaktion der Bevölkerung auf selbstfahrende Autos soll erforscht werden.

Selbstfahrende Autos für Deutschland

Die Entwicklung auf dem neuen Campus ist als langfristiges Projekt angelegt: Das Gesamtkonzept soll so weit entwickelt werden, dass es künftig auch auf echte Verkehrssysteme übertragen werden kann.

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Von der Elektronik bis hin zur Software, von der Straßentechnologie bis hin zum Auto und den nötigen Geschäftsmodellen will Siemens Mobility dabei alles entwickeln. Damit könnte das Unternehmen sich als Zulieferer absolut unverzichtbar machen.

Bis Autos diese Fähigkeiten in Deutschland umsetzen können – und zwar von Tür zu Tür, in der Stadt und auf dem Land, wird es wohl trotz allem noch eine Weile dauern.

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