Gesundheit

Sieben Gründe, warum uns Katzen glücklich machen

von Sabine Franz

Wissenschaftlich erwiesen: Katzen machen gesund und zufrieden – allein schon das Ansehen von Katzenvideos ist gut für die Psyche. Wir nennen die Gründe.

Sieben Gründe, warum uns Katzen glücklich machen
Prof. Dr. Miau: Studien belegen, dass Katzen gut für die Gesundheit sind – unter anderem durch ihr Schnurren. Foto: Unsplash/Erica Leong

Das erfahren Sie gleich:

  • Wissenschaftlich erwiesen: Schnurren lindert Schmerzen
  • Katzen sind ein natürliches Antistressmittel
  • Selbst das Anschauen von Katzenvideos hat erstaunliche Wirkungen

Ein Volk von Katzenliebhabern

Knapp jeder dritte Deutsche lebt mit Katze. Mehr als 13 Millionen Stubentiger schnurren an unserer Seite. Damit schlagen sie zahlenmäßig sogar die Hunde, die bekanntlich Frauchen und Herrchen gesund und glücklich machen. Was Hunde können, ist auch Katzen gegeben. Und da man ihnen sieben Leben nachsagt, gibt es gleich sieben Gründe, warum uns die Samtpfoten so gut tun.

1. Schnurren ist die beste Therapie

Die einzigartige Lautäußerung der Katzen hat viele Funktionen. Grundkurs Katzensprache: Schnurren baut Vertrauen auf. Es zeigt, dass sich die Katze wohl fühlt, kann aber auch Zeichen für Angst, Hunger und Schmerz sein. Forscher haben zudem belegt, dass die Tiere bei einer Schnurrfrequenz zwischen 27 und 44 Hertz sogar Schmerzen lindern und die Selbstheilung, etwa von Knochenbrüchen, beschleunigen können.

Aber entfalten die Samtpfoten diese Heilkräfte auch bei uns? Mediziner sagen ja. Schnurren lässt den Menschen entspannen. Weil uns Katzen jedoch nicht dauernd beschnurren können, entwickelten österreichische Ärzte ein elektrisches Schnurr-Therapie-Gerät, das Geräusche und Vibration des Katzenschnurrens künstlich erzeugt. Praxiseinsatz und Testergebnisse belegen: Die künstliche Katzensprache wirkt auch bei uns positiv aus auf Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Arthrose, Beschwerden an der Wirbelsäule. Atemwegserkrankungen und Folgeerscheinungen von Diabetes.

2. Katzen streicheln senkt Blutdruck und Stresspegel

Katzen sind ein natürliches Antistressmittel. Neben Schnurren reduziert auch das Streicheln Stress, senkt den Blutdruck und beruhigt den Puls. Die Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin, des so genannten Kuschelhormons, im Hirn steigt. Ein Leben mit Stubentiger reduziert außerdem das Risiko tödlicher Herz-Kreislauf-Probleme wie Herzinfarkt und Schlaganfall um 30 Prozent, so das Studienergebnis des Minnesota Stroke Institutes.

Katze lässt sich am Kopf streicheln
Du darfst mich jetzt streicheln, Mensch: Beim Streicheln einer Katze steigt die Ausschüttung von Serotonin an. Foto: Unsplash/Yerlin Matu

Katzen spenden Lebensfreude und Trost. Sie können auch als Katalysator bei der Problembewältigung fungieren.

3. Katzen ersetzen den Psychotherapeuten

In Krisenzeiten brauchen wir manchmal professionelle Hilfe, etwa vom Psychotherapeuten. Dass aber auch Katzen diese Rolle übernehmen können, fand der Psychologe Professor Reinhold Bergler in einer Studie mit 150 Probanden heraus. Katzenhalter brauchten in Situationen von Arbeitslosigkeit oder Verlust eines geliebten Menschen weniger psychotherapeutische Hilfe, sie nahmen weniger Beruhigungsmittel und konnten die Krisen besser bewältigen als Personen, die ohne miauenden Beistand auskommen mussten. Bergler interpretierte: Katzenhalter lösen die Probleme eher aktiv, während Nicht-Katzenhalter verdrängen. Und der schnurrende Mitbewohner tröstet allein schon durch seine Anwesenheit.

4. Katzen machen gelassener

Sich aufregen, echauffieren, an die Decke gehen – nützt alles nichts, wenn der Stubentiger versehentlich die kostbare Schale vom Tisch geworfen hat. Klar können wir schimpfen, sauer sein. Aber das währt nicht lange. Denn diskutieren („Du Schatz, lass uns mal reden“) oder Machtkämpfe anstoßen ist hier sinnlos. Schwamm drüber und weitermachen, lautet das Motto. Katzen lehren uns also ganz nebenbei mehr Gelassenheit.

Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen.

Albert Schweitzer

5. Katzen schützen vor Asthma

Wer im frühen Kindesalter Kontakt zu Katzen hat, senkt sein Risiko, an Asthma zu erkranken. Eine dänische Langzeitstudie des Copenhagen Studies on Asthma in Childhood Research Center (COPSAC) an 377 Kindern konnte nachweisen: Katzen wirken hypersensibilisierend, das heißt wie ein Schutzmechanismus– und zwar bei den Kindern mit genetisch erhöhtem Risiko für eine Asthmaerkrankung.

Um 80 Prozent niedriger war ihr Krankheitsrisiko, wenn sie mit einem tierischen Freund aufwuchsen. Waren die Werte der Katzenallergene im Bettzeug der Kinder besonders hoch, lag das Asthmarisiko nur bei 20 Prozent. Eine konkrete wissenschaftliche Erklärung dafür haben die Wissenschaftler noch nicht. Mögliche Ursache: Die Katzenallergene beeinflussen das menschliche Immunsystem derart, dass es besser vor Lungeninfektionen und asthmatischen Erkrankungen schützt.

6. Besserer Schlaf dank Katzenkuscheln

Zwei Drittel der Deutschen tun es: Sie nehmen ihren Stubentiger regelmäßig mit ins Bett, das ergab eine Umfrage von TNS-Infratest. Und Frauchen und Herrchen wissen offensichtlich warum: Denn Katzen beeinflussen unser Schlafverhalten positiv. In einer US-Studie an der Mayo-Schlafklinik in Scottsdale, Arizona gaben 41 Prozent der Patienten an, leichter einschlafen zu können. Außerdem würden sie besser und tiefer schlafen. Das galt besonders für Singles oder Menschen, die alleine schlafen. Erotischer Nebeneffekt: Single-Männer mit Katze sind für 90 Prozent der Frauen attraktiver, wie die Psychologin June McNicholas in einer Studie belegen konnte.

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Schlafzimmer-Blick: Wer seine Katze mit ins Bett nimmt, kann laut einer US-Studie besser und tiefer schlafen. Foto: Unsplash/Anthony de Kroon

7. Sogar Katzenvideos machen glücklich

Mal süß, mal tollpatschig, mal „Grumpy Cat“-grantig – im Netz sind Katzenvideos der Renner und werden millionenfach geklickt. Das ist nicht nur launiger Zeitvertreib, sondern hat darüber hinaus psychologische Auswirkungen. Eine Untersuchung der Indiana University Bloomington unter 7000 Menschen ergab: Die Teilnehmer waren nach dem Schauen eines Katzenvideos besser gelaunt und bauten Ängste ab. Und wenn sie während der Arbeitszeit schauten, steigerte dies sogar Motivation und Effizienz im Job.

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