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Shell: Ölkonzern kauft Hersteller von Stromspeichern

von
Thomas Pitscheneder

Shell drängt zunehmend auf den Markt für elektrische Energie. Neben dem Umbau seiner Tankstellen, übernahm der Konzern jetzt das Start-up Sonnen.

Blick auf einen blauen Himmel mit Sonne
Wer privat Solarenergie in Strom umwandelt, kann den in Batteriespeichern der Firma Sonnen lagern. Die Idee hat offenbar auch dem Ölmulti Shell gefallen. Foto: Getty Images

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum das Umdenken für Ölkonzerne wichtig ist
  • Wie die Sonnen GmbH das Geschäft von Shell bereichern soll
  • Wieso der Konzern damit einen Angriff auf Tesla startet

Das Geschäft mit Erdöl hat wohl kaum noch eine Zukunft. Das Vorkommnis ist begrenzt, die Verwendungsmöglichkeiten schrumpfen zunehmend. Einen gewissen Teil trägt dazu auch der Umstieg von klassischen Verbrennern auf Elektromotoren bei. Die großen Ölkonzerne müssen deshalb umdenken.

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Shell: Investition in moderne Stromspeicher

Wie das Start-up in einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung bestätigt, übernahm Shell die Firma Sonnen. Das Unternehmen aus dem bayerischen Wildpoldsried im Oberallgäu hat sich auf die Produktion von Batteriespeichern spezialisiert. Im Jahr 2017 machte der deutsche Marktführer damit einen Umsatz von 65 Millionen Euro.

Welchen Betrag der niederländische Ölmulti Shell für die Übernahme auf den Tisch legte, ist unbekannt. Sonnen-Chef Christoph Ostermann zeigte sich gegenüber dem Handelsblatt begeistert: "Wir stehen kurz vor dem Eintritt in den Massenmarkt. Mit Shell als Partner können wir unser Wachstum jetzt noch schneller vorantreiben."

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Stromspeicher: Junger und lukrativer Markt

Mit dem zunehmenden Durchbruch der Elektromobilität gewinnt ein Problem wieder verstärkt an Bedeutung: Elektrische Energie lässt sich nur schwer speichern – gerade in großen Mengen. Firmen wie Sonnen wollen das in erster Linie für private Anwender ermöglichen. Wer etwa per Photovoltaik-Anlage auf seinem Haus Strom erzeugt, kann ihn somit für später aufbewahren.

Das Wettbewerbsumfeld für Shell und Sonnen ist in der Zahl noch überschaubar, dafür nicht zu unterschätzen. Zu den bekanntesten Anbietern für Stromspeicher gehört etwa das US-Unternehmen Tesla.

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