Elektromobilität

Seat: Kommt ein Elektroauto für unter 20.000 Euro?

von
Thomas Pitscheneder

VW machte seine Pläne für Elektroautos bereits deutlich, jetzt gibt auch die Tochtermarke Seat einen Ausblick und kündigt gleich sechs Modelle an.

Luca de Meo, Herbert Diess und der Seat el-Born
Seat-Chef Luca de Meo (links) und VW-Konzernchef Dr. Herbert Diess vor dem kommenden Elektroauto el-Born. Es ist eines von sechs elektrifizierten Fahrzeugen bis 2021. Foto: SEAT

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Modelle Seat elektrifizieren möchte
  • Warum die Marke dafür die MEB-Plattform von VW verändert
  • Welche Rolle Seat künftig im Konzern haben soll

Audi und VW hielten in den vergangenen Tagen bereits ihre Jahrespressekonferenzen ab. Dabei machten die Unternehmen deutlich, dass elektrischen Antrieben und einer nachhaltigen Produktion die Zukunft gehören. Der Konzern ist bei der Elektromobilität also voll auf Kurs. Nun sollen auch weitere Tochtermarken folgen.

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Dazu gehört wohl auch Seat, wie die Spanier auf ihrer eigenen Konferenz in dieser Woche bestätigten.

Seat: Sechs elektrifizierte Modelle geplant

Noch bis Anfang 2021 will die Marke gleich sechs elektrifizierte Autos auf den Markt bringen. Vollelektrisch sollen dabei der Kleinstwagen Seat Mii und der Kompaktwagen Seat el-Born sein. Für den kompakten Seat Leon und den SUV Tarraco sind wohl Varianten als Plug-in-Hybrid geplant.

Auch die Untermarke Cupra, die verstärkt auf Premium-Versionen und sportliche Ableger setzt, soll mit elektrischen Antrieben glänzen. Der Cupra Leon und das kürzlich auf dem Autosalon Genf vorgestellte SUV-Coupé Cupra Formentor kommen ebenfalls als Plug-in-Hybrid. Letzterer soll sogar im spanischen Werk Martorell vom Band laufen.

Modifizierte Variante der MEB-Plattform

Als zweite Marke innerhalb des VW-Konzerns greift Seat auf die MEB-Plattform zurück – will sie jedoch gemeinsam mit Volkswagen etwas modifizieren. Das Ziel soll eine kleinere Version des Baukastens sein, die Elektroautos zu Einstiegspreisen von weniger als 20.000 Euro ermöglicht. Für die Entwicklung setzt Seat in Spanien 300 Ingenieure ein.

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"Seat spielt nun eine klar definierte Rolle innerhalb des Volkswagen Konzerns. Dank der hervorragenden Geschäftszahlen haben wir uns die Verantwortung für die neue Elektrofahrzeug-Plattform redlich verdient. Zum ersten Mal wird das Technische Zentrum von Seat eine Fahrzeuggruppe entwickeln, die von mehreren Marken weltweit genutzt werden kann“, so Marken-Chef Luca de Meo.

Das sieht offenbar auch der VW-Vorstandsvorsitzende Herbert Diess so: "Seat spielt eine neue Rolle im Volkswagen Konzern und übernimmt noch mehr Verantwortung. Die diesjährigen Erfolge unterstreichen das Potenzial von Seat, Wachstumschancen zu nutzen und neue Märkte zu erschließen. Die kleine Elektroplattform ist ein großer Schritt hin zu bezahlbarerer Elektromobilität. Seat wird das erste Elektrofahrzeug umsetzen, das speziell für den Stadtverkehr konzipiert ist."

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