Elektromobilität

Schneller laden? Mehrere Säulen gleichzeitig benutzen!

von
Marten Zabel

Neue Wege zum Laden von Elektroautos sind gefragt: Für Elektro-Lkw gibt es jetzt die Option, sie an mehreren E-Ladesäulen gleichzeitig anzuschließen.

Zwei Ladestationen für Elektroautos.
Mehrere Stationen für einen Elektro-Lkw nutzen: Das könnte die Lösung für schnelleres Laden sein. Foto: Shutterstock / kitzcorner

Das erfahren Sie gleich:

  • Weshalb das Laden eines großen E-Fahrzeuges aufwendiger ist als das Laden kleiner Elektroautos
  • Wie das gleichzeitige Nutzen mehrerer E-Ladesäulen eine Lösung sein könnte
  • Wie die ersten Elektro-Lkw diese Lösung bereits nutzen – zumindest testweise

Die Ladezeiten für Elektroautos sind noch immer ein kritischer Punkt, bei dem auch neuere Modelle trotz aller Verbesserungen dem klassischen Verbrennungsmotor nachstehen. Mit Supercharger mag ein Elektroauto der Luxusklasse zwar in einer Viertelstunde bei 80 Prozent Akkustand sein. In der gleichen Zeit hat eine klassische Zapfsäule allerdings fünf Autos mit deutlich mehr Reichweite vollgetankt.

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Eine mögliche Lösung könnte die Bündelung von Ladestationen sein: Warum nur mit einem Stecker laden, wenn es mehrere auch tun?

Elektroauto laden: Mehr als eine E-Ladesäule zur Zeit?

Für die meisten Pkw mit elektrischem Antrieb genügt eine reguläre Ladesäule oder eine der neueren Schnellladestationen. Sie werden in der kommenden Fahrzeuggeneration vermutlich die Norm sein. Letztere arbeiten zwar mit höheren Spannungen als reguläre Ladesäulen, das könnte aber für einen sehr wichtigen Anwendungsfall noch nicht ausreichen. Elektro-Lkw haben riesige Akkus. Sie sollen zukünftig auch die langen Strecken ihrer Vorgänger mit Dieselmotoren übernehmen, doch die langen Ladezeiten stehen der Verbreitung von Elektro-Lkw im Weg.

Ladestationen an der Autobahn, auf denen einzelne Lkw mehrere Plätze für Autos gleichzeitig nutzen können, sind zum Teil bereits Realität. Internet-Nutzer haben schon Prototypen von Teslas geplantem Elektro-Truck beobachtet, die teils an fünf Tesla-Superchargern hingen. Anders würde es auch viel zu lange dauern, die mächtigen Akkus eines Lastwagens aufzuladen. Und Zeit ist in der Logistikbranche Geld.

Modell für Elektro-Lkw

Damit ein Elektroauto mehrere Steckdosen gleichzeitig anzapfen kann, müssen natürlich die Rahmenbedingungen passen. Auf Fahrzeugseite müssen die Akkuzellen einzeln angesteuert werden, damit nicht einfach nur mehr Spannung durch eine zu kleine Leitung gejagt wird. Auf Seiten der Ladestation muss diese natürlich mit einer entsprechenden Zuleitung versehen sein. Für den Hausgebrauch funktioniert das nicht, für Elektrotankstellen, die alternativ auch mehrere Autos gleichzeitig laden, ist das jedoch Standard.

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Es bleibt die Frage, ob in Zukunft auch Pkw mit mehreren Steckern versehen werden, um bei freien Plätzen aus mehreren Ladesäulen mit Strom versorgt zu werden. Die meisten Nutzer von Elektroautos werden ihren Pkw über Nacht zuhause aufladen.

Auf langen Strecken könnte die Bündelung von Stromquellen aber durchaus Sinn ergeben. Neue Hochenergie-Ladestandards dürften da allerdings ausreichen und kommen mit einem einzelnen Kabel aus. Das Parallelladen wird also aller Wahrscheinlichkeit nach eine Option für große Fahrzeuge bleiben.

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