Elektromobilität

Schaeffler: Der Bio-Hybrid vereint Auto und Pedelec

von
Marten Zabel

Der Schaeffler Bio-Hybrid ist ein Pedelec-Auto für den innerstädtischen Liefer- und Personenverkehr. Wird er die verstopften Innenstädte entlasten?

Schaeffler Bio-Hybrid in den Varianten Cargo und Passenger
Der Bio-Hybrid von Schaeffler besitzt einen modularen Aufbau. So sind verschiedene Aufbauten des Fahrzeugs möglich. Foto: SCHAEFFLER BIO-HYBRID GmbH

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Schaeffler an einem Fahrrad mit Elektromotor arbeitet
  • Welche Varianten davon geplant sind
  • Wie andere Hersteller das Konzept angehen

Der Bio-Hybrid von Schaeffler ist eine Mischung aus Pedelec und Kleinstwagen. Das Konzept der Firma, die bislang eher als Zulieferer der großen Automobilhersteller bekannt ist, könnte für Innenstädte wertvoll sein: Kompakt genug für Radwege, emissionsarm wie ein Fahrrad, mit Dach und Windschutzscheibe vor Regen geschützt und dank Motorunterstützung kräftig wie ein Pedelec.

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Drei der Fahrzeuge passen auf einen regulären Parkplatz für Kleinwagen. Das spart Platz. Praktisch: Schaeffler plant mehrere Varianten des Fahrzeugs für die Großstadt.

Schaeffler Bio-Hybrid: Vorteile des Fahrzeugs

Der Bio-Hybrid hat vier Räder und ist etwas breiter als ein Fahrrad. Im Unterboden befindet sich neben dem Pedalsystem auch ein Akku für den elektrischen Hilfsmotor, der das Fahrzeug auf bis zu 25 Kilometer pro Stunde mit anschiebt.

Rechtlich gesehen ist das Vehikel somit einem Pedelec gleichgestellt – es bedarf keiner Zulassung, ist steuerfrei, benötigt keinen Führerschein und darf auf dem Radweg fahren. Laut Hersteller ist er aber auch sicherer als ein klassisches Fahrrad und dank des modularen Aufbaus für verschiedene Zwecke anpassbar.

Das macht die Einstiegshürde äußerst niedrig, etwa wenn jemand ein Fahrzeug sucht, um innerhalb der Stadt zur Arbeit zu fahren, gleichzeitig aber nicht bei Regen durchnässt dort ankommen will. Aber auch gewerbliche Kunden hat Schaefflers Tochterunternehmen Schaeffler Bio-Hybrid GmbH als potenzielle Käufer im Visier.

Der Schaeffler Bio-Hybrid Cargo im Einsatz
Der Bio-Hybrid Cargo soll die Logistik in Städten vereinfachen – und ganz nebenbei noch die Umwelt schonen. Kleine Lieferungen haben auf der Ladefläche ausreichend Platz. Foto: SCHAEFFLER BIO-HYBRID GmbH

Neben der Variante Passenger, bei der ein Fahrgast hinter dem Fahrer und Pedaler Platz findet, gibt es noch die Version Cargo. Diese Version des Pedelec-Autos hat auf der Rückseite eine Pritsche für den Warentransport und könnte gerade wenn es um Lieferungen auf der sogenannten letzten Meile geht großes Zukunftspotenzial entfalten.

Nur ein weiteres Velomobil mit Motor?

Schaeffler präsentierte seine neue Fahrzeugfamilie auf der Consumer Electronics Show (CES) 2019 Anfang Januar in Las Vegas. Komplett neu ist das Konzept der Mischung aus Pedelec und Kleinstwagen allerdings nicht: UPS etwa experimentiert bereits mit einem ähnlichen Fahrzeug für die Paketbeförderung in den USA.

Die Passenger-Variante erinnert an Pedelec-Rikschas, wie sie in einigen Innenstädten bereits anzutreffen sind – und eben an das Velomobil, dem Hoffnungsträger, dem Fahrradenthusiasten seit Jahrzehnten die Ablösung des Autos prophezeien.

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Was Schaefflers Produkt von anderen abhebt, ist vermutlich die Technik: Der Autozulieferer hat Erfahrung mit Elektronik und hat seinem Elektrofahrradauto WLAN, GPS-Navigation, Bluetooth, eine 4G-Mobilfunkanbindung und eine dazugehörige App für das Smartphone spendiert.

Der Prototyp ist laut Hersteller fast die serienreife Version. Wann letztere auf den Markt kommt, verrät Schaeffler allerdings noch nicht. Auch über den Preis schweigt sich das Unternehmen bisher aus.

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