Technik

PostBOT: Roboter soll Postzusteller entlasten – aber nicht ersetzen!

von
Carola Franzke

Achtung, Sie werden verfolgt! Postzusteller könnten demnächst mit einem Post-Roboter unterwegs sein: Der PostBOT soll entlasten und den Krankenstand senken.

Der PostBOT bei einem Testeinsatz.
In Bad Hersfeld durfte der PostBOT erstmals in den Testbetrieb – jetzt ist der Post-Roboter in Japan im Dienst. Foto: picture alliance / Swen Pförtner

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie der PostBOT den Zustellern auf Schritt und Tritt folgt
  • Wie der Post-Roboter so für Entlastung der Briefträger sorgt
  • Wie sich so eventuell auch der Krankenstand senken ließe

Im osthessischen Bad Hersfeld waren die Postzusteller mit einem "Schatten" unterwegs. In einem Pilotprojekt testete die Deutsche Post dort rund sechs Wochen lang den PostBOT. Der etwa 1,50 Meter hohe Roboter auf vier Rädern folgte den Zustellern der deutschen Post auf Schritt und Tritt. Der automatisierte Helfer fährt mit Elektroantrieb. Er kann etwa 150 Kilogramm an Briefen und Paketen transportieren und überwindet auch Bordsteinkanten. Trifft er auf Hindernisse, bleibt er stehen. Der Test in Bad Hersfeld wurde ausgesprochen positiv bewertet, so dass die Post entschieden hat, die Entwicklung des PostBOTs weiter voranzutreiben.

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Post-Roboter PostBOT folgt den Zustellern

Die Traglast von insgesamt 150 Kilogramm sorgt dafür, dass die Briefzusteller die schwere Last nicht mehr selbst tragen oder einen Trolley schieben müssen. Es lassen sich zudem mehr Briefe in einer Tour mitnehmen – ohne mehrfache Wege. Die körperlich sehr anstrengende Arbeit im Zustelldienst soll damit attraktiver werden. Denn auch das stellt die Post klar: Der Einsatz solcher Roboter soll keinesfalls zu einem Stellenabbau in Deutschland führen.

Der PostBOT wurde nach dem Pilotprojekt auch auf verschiedenen Messen präsentiert und stieß allgemein auf positive Resonanz und Interesse. Das führte zu weiteren Testeinsätzen wie jetzt in Japan. Dort verfolgt der PostBOT nun in vier großen Städten die japanischen Postzusteller, darunter auch Yokohama und Tokio. Ein Sprecher des Post-Konzerns erläuterte dazu, dass das Land ähnliche Gegebenheiten wie Deutschland aufweist und zudem sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Technologien sei.

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So soll Krankenstand sinken

Gerade im Logistikbereich sind die Arbeiten oft sehr anstrengend. Das betrifft Postzusteller ganz besonders, da sie fast bei jeder Witterung und meist für viele Stunden unterwegs sind. Die kräftezehrende Tätigkeit führt fast zwangsläufig zu hohen Krankenständen. Zudem können die wenigsten Zusteller die Arbeit bis zum Eintritt ins Rentenalter ausführen.

In anderen Unternehmen sieht es nicht anders aus, Kurierfahrer und Lagerarbeiter müssen häufig körperlich anstrengende Arbeiten ausführen. Um Krankenstände langfristig zu senken und ihre Mitarbeiter lange leistungsfähig zu halten, sind gerade Unternehmen aus der Logistikbranche an Robotern und Automatisierung interessiert. Sie setzen deshalb – wie beispielsweise Amazon in seinen Warenlagern – Transportroboter und ähnliches ein.

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