Gesundheit

Roboter-Hund und Therapie-Ente verändern die Pflege

von Carsten Fischer

Ob Roboter-Hund oder smarte Plüsch-Ente: Es gibt spannende Ideen zur Zukunft der Alten- und Krankenpflege. Sie könnten menschliche Pfleger entlasten.

Roboter-Hund & Co.: Wie sie die Krankenpflege verändern könnten
Tiere können uns beruhigen und uns Trost spenden. Dabei müssen es nicht immer echte Hunde oder Katzen sein – auch ein Roboter Hund kann bei der Krankenpflege hilfreich sein. Foto: picture alliance / dpa Themendienst

Das erfahren Sie gleich:

  • Die Zukunft der Pflege: Wie neue Entwicklungen Pfleger entlasten
  • Der Einsatz von Roboter-Tieren in Seniorenpflegeheimen
  • Roboter-Hund und andere Roboter helfen auch Kindern

Forschung und Entwicklung in der Pflege

Bereits heute sind viele Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser personell am Limit. Berufe wie Kranken- oder Altenpfleger sind mit anstrengenden Arbeitszeiten im Schichtdienst und schlechter Bezahlung nur mäßig attraktiv. Doch so ohne Weiteres lässt sich der Personalbedarf in diesen Bereichen kaum reduzieren. Es ist ein schwieriges Feld für Forschung und Entwicklung, aber kein unmögliches, wie die Japaner vormachen.

Roboter: Die Zukunft der Pflege?

Aus Japan kommt nicht nur der erste Roboter-Hund, Aibo, sondern auch die Plüschrobbe Paro. Während Aibo ein High-Tech-Spielzeug für den typischen Japaner ist – technik-verliebt, tierlieb und nie zuhause –, ist Paro speziell für den Einsatz in Seniorenheimen entwickelt worden. Die Plüschrobbe reagiert auf ihre Umwelt, dreht zum Beispiel den Kopf und macht wohlige Geräusche, wenn sie gestreichelt wird. Insbesondere bei Demenzkranken ruft das Tierchen positive Reaktionen hervor.

Die häufig überlasteten Pflegekräfte können mit dem Plüschkollegen an ihrer Seite effektiver arbeiten.

Die kuschelige Robbe hilft dem Pflegepersonal dabei, zu den Senioren eine Beziehung aufzubauen, und macht es den alten Menschen leichter, mit ihrer Umwelt in Kontakt zu bleiben. Dabei ist klar, dass echte Zuwendung nicht durch Elektronik ersetzt werden kann. Aber, das zeigen positive Erfahrungen auch aus deutschen Einrichtungen: Die häufig überlasteten Pflegekräfte können mit dem Plüschkollegen an ihrer Seite effektiver arbeiten. Weitere Forschung und Entwicklung zum Einsatz von Robotern in der Pflege ist also sicherlich lohnenswert.

Weitere Entwicklungen gefragt

Während Paro mehr durch Softskills überzeugt, geht es auch handfest: Roboter, die Patienten beim Aufstehen oder beim Baden unterstützen, könnten in Zukunft dafür sorgen, dass Pflegekräfte auch körperlich entlastet werden. Ausfälle durch Krankheiten wie Rückenleiden könnten sich so auf lange Sicht reduzieren, und die aktive Zeit im Beruf könnte sich verlängern.

Auch eine Weiterentwicklung der bei Patienten beliebten Roboter-Tiere ist denkbar, sodass sie in Zukunft zum Beispiel die Überwachung von Vitalfunktionen oder Blutzuckerwerten übernehmen oder bei außergewöhnlichem Verhalten Alarm auslösen. Es gibt aber nicht nur Roboter für den Einsatz mit Senioren.

Lesen Sie auch

Ladestation

aio-Empfehlung

Unter Strom! Mobilität wird elektrisch

Roboter-Hund hilft Kindern

Von der Mississippi State University kommt die Idee, traumatisierten Kindern mit dem Plüsch-Beagle Therabot zu helfen. Der Roboter-Hund ist niedlich und hygienisch, bewegt den Kopf und wedelt mit dem Schwanz. Gedacht ist der Plüsch-Roboter für die unterstützende Therapie zu Hause, zwischen den Sitzungen mit einem menschlichen Therapeuten. Die Forscher gehen bisher davon aus, dass die Interaktion mit dem Therabot ähnlich positive Reaktionen hervorrufen kann wie der Umgang mit einem echten Hund.

Auf der CES in Las Vegas wurde Anfang 2018 ein weiterer Therapie-Roboter speziell für Kinder vorgestellt. Eine kuschelige Ente namens „My Special Aflac Duck“ soll kleine Krebspatienten dabei unterstützen, mit den Behandlungen besser zurechtzukommen. Die Ente hilft den Kindern zum Beispiel mit Smiley-Badges, ihre Stimmung auszudrücken. Außerdem gibt es ein Zubehör-Set, mit dem die Infusionen der Chemotherapie simuliert werden können, um die Kleinen an die Prozedur zu gewöhnen. Mit der Plüsch-Ente sind die jungen Patienten außerdem etwas weniger einsam während der Behandlung.

Updates

Bleiben Sie zum Thema Gesundheit immer informiert.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen