Technik

RoadX: Denver testet intelligenten Straßenbelag

von Carola Franzke

Intelligenter Straßenbelag soll in Denver Staus verhindern und selbstständig Unfälle melden – die erste Teststrecke der Initiative RoadX ist installiert.

Ein Highway in den USA: Bei einem Unfall soll RoadX, ein intelligenter Straßenbelag, selbstständig den Notruf benachrichtigen.
Dieser smarte Straßenbelag macht Notrufsäulen überflüssig: RoadX alarmiert bei einem Unfall selbstständig die Ambulanz. Foto: Shutterstock / Rain Nahkur

Das erfahren Sie gleich:

  • Wo der intelligente Straßenbelag von Integrated Roadways erstmals zum Einsatz kommen soll
  • Wie RoadX den Verkehr revolutionieren will
  • Weshalb Denver nur der Anfang der Revolution ist

Auf einer Kreuzung in einem Industriegebiet in Denver, Colorado, soll intelligenter Straßenbelag getestet werden. Die unauffällige Kreuzung, auf der in der Geschichte der Verkehrstechnik ein neues Kapitel beginnen soll, liegt zwischen einer Pepsi-Abfüllanlage und zwei Parkplätzen.

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Das System von Integrated Roadways sammeln unzählige Daten, um diese dann zur Stau- und Unfallvermeidung zu nutzen. Ab 2019 soll der smarte Straßenbelag dann auf 500 Metern einer gefährlichen Kurve auf dem Highway 285 zum Einsatz kommen. Hier wäre das Ziel, Rettungskräfte schnellstmöglich zum Unfallort zu holen – indem das System nach einem Unfall selbst die Einsatzkräfte ruft.

Dieser Abschnitt des Highways kann nicht verbreitert werden, und die Stelle ist zu schmal für Leitplanken. Wenn hier Unfälle geschehen, ist die Zeit bis zum Eintreffen der Hilfe entscheidend.

Amy Ford, Sprecherin der Verkehrsbehörde CDOT

RoadX: Intelligenter Straßenbelag ist nur ein Projekt

Integrated Roadways kooperiert mit der zuständigen Verkehrsbehörde, dem Colorado Department of Transportation (CDOT), im Rahmen der von CDOT angestoßenen RoadX-Initiative. Das Unternehmen soll aus deren Budget 2,75 Millionen US-Dollar für beide Testprojekte erhalten.

RoadX soll Innovationen testen und Unternehmen aus relevanten Bereichen zusammenbringen. Die Visionen sind besser informierte und vernetzte Autofahrer, Kommunikation mit der Straßentechnik und autonomes Fahren. Die Initiative soll aktiv die Zukunft des Straßenverkehrs verändern und gestalten. Seit 2016 hat RoadX deshalb 20 Millionen US-Dollar in Projekte investiert.

Wer glaubt, dass das nach Zukunftsmusik klingt, sollte sich klar machen, wie schnell Veränderungen passieren können. Wir sind in den Sechzigerjahren zum Mond geflogen, und nun ist es Zeit, die Fortbewegung auf diesem Planeten einen großen Schritt voranzubringen.

Colorado Department of Transportation (CDOT), auf der RoadX-Webseite

Denver ist erst der Anfang

Die Verkehrsbehörde in Colorado will mit RoadX Staus und Unfälle verringern – und die Sicherheit im Verkehr verbessern. Besonders das autonome Fahren könnte aber auch ältere und körperlich eingeschränkte Menschen mobiler und unabhängiger machen, so die CDOT.

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Außerdem sieht die CDOT große Herausforderungen für den Straßenverkehr durch ein geschätztes Bevölkerungswachstum um fast 50 Prozent bis 2040. Das bedeutet auch mehr Autos, mehr Staus, mehr Unfälle – wenn sich nichts ändert. Schon jetzt kosten Verkehrsunfälle und ihre Folgen den Staat Colorado rund 13 Milliarden US-Dollar jährlich, von den emotionalen Folgen für Angehörige ganz zu schweigen.

Die Verkehrsbehörde von Colorado will jedenfalls für die Zukunft gerüstet sein und bezeichnet RoadX als das möglicherweise wichtigste Verkehrsprojekt des Jahrzehnts – aus dem sich landesweit eine Revolution in Sachen Verkehr entwickeln könnte. Dasinduktive Laden von Elektroautos ist in der weiteren Zukunft in dieser Entwicklung zwar auch integriert – der Schwerpunkt liegt aber vor allem auf der Sicherheit des Straßenverkehrs.

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